Montag, 22. Mai 2017

Märchenstunde/Rezension - Das tapfere Schneiderlein

Märchentext der Gebrüder Grimm
aus"Kinder-und Hausmärchen der Brüder Grimm" 
Illustriert von Anton Lomaev

Geschenkausgabe, Wunderhaus Verlag, 2017
52 Seiten, Format 245 x 305,
Hardcover, gestrichenes Papier
Art. UW002, ISBN 978-3-946693-00-0













Dieser Wagehals wird einfach den bösen Riesen besiegen, ein wütendes Einhorn zähmen und einen riesigen Eber in eine Falle locken. Und wenn sie fragen, wird er ihnen eine Hose und eine Weste nähen, die so schön sind, dass Sie Ihren Augen nicht trauen. Auf seinem Gürtel steht die berühmte Devise "Sieben auf einen Streich".

Natürlich, haben Sie schon das tapfere Schneiderlein aus der klassischen Märchensammlung der Gebrüder Grimm erkannt. Aber dieser alte Bekannte findet auch diesmal wieder etwas, womit er alle überraschen kann ― so haben Sie ihn noch nie gesehen! Die reichen und detaillierten Illustrationen des brillanten Meisters der Buchgrafik Anton Lomaev sind voller Scharfsinn, Fröhlichkeit und Fantasie. 

Ein herzensgutes Buch für Kinder und Erwachsene!


Meine Meinung: 


Wer kennt die Geschichte von "Das tapfere Schneiderlein" nicht? Dehalb spare ich mir eine eigene Inhaltsangabe.

Ich liebe Märchen! Deshalb war ich sofort Feuer und Flamme, als mir vom Wunderhaus Verlag, im Rahmen der "Unendlichen Welten", dieses wunderschöne Buch zur Rezension angeboten wurde!

Dieses Buch ist nicht nur für Kinder schön anzusehen, auch Erwachsene werden ihre helle Freude daran haben, denn die Märchenbände eignen sich wunderbar zum Sammeln!

"Das tapfere Schneiderlein" ist wunderschön illustruiert von Anton Lomaev und ein echter Hingucker! Kinder werden von der Geschichte verzaubert sein und ich, als erwachsene Frau, habe in den Illustrationen, je öfter ich mir das Buch angeschaut habe, Details gesehen, die von der Liebe zum Illustrieren zeugen und fühlte mich, fernab von Disney, in meine Kindheit zurückversetzt! Schon der Einband ist ein Schmuckstück und ein echter Schatz!



"Das tapfere Schneiderlein" ist nicht das Einzige Märchenbuch, das im Wunderhaus erschienen ist! "Die kleine Meerjungfrau" von H.C. Andersen ist ebenso schön und lädt zum Träumen ein!


Für Kinder und Eltern sind die "Unendlichen Welten" ein absolutes Muss und Sammler werden verzückt sein! Ich freue mich sehr, dass "Das tapfere Schneiderlein" bei mir Einzug gehalten hat und werde es in Ehren halten! Hierbei noch mal ein herzliches Dankeschön an den Wunderhaus Verlag!

Übrigens gibt es den Wunderhaus Verlag auch auf Facebook! Wenn ihr Lust habt, schaut doch mal vorbei!

Montag, 15. Mai 2017

Rezension - Gymnasium

Susanne Giebeler
Gymnasium


2017, Hardcover, 291 Seiten

tredition
ISBN: 9783734582165
€ 22,99 [D]

Erscheint im März 2017










Kurzbeschreibung: 

Alex kämpft um seine Familie, Kampfarena ist seine neue Schule. Alex denkt, wenn er es hier schafft, werden seine Eltern aufhören, sich wegen seiner schlechten Noten gegenseitig fertigzumachen. Am Gymnasium aber ringt die akademische Mittelschicht um ihren Status, schickt ihre Kinder ins Rennen … »Hanne Christ liebte ihr Kind und Birgit liebte ihres. Alle liebten ihre Kinder und wollten sie vor dem Niedergang bewahren, vor einem Dasein als Klempner, als Krankenschwester oder kaufmännische Angestellte.« Ein Schulroman voller wunderbar böser Beobachtungen. Eine Geschichte über erschöpfte Schüler, verzweifelte Mütter und ratlose Lehrer.


Meine Meinung: 

Alex geht auf ein neues Gymnasium, das er sich selbst ausgesucht hat. Da vor dem Eingang eine große Löwenstatue steht, hat er sich für dieses Gymnasium entschieden. Der Löwe soll für Alex dafür stehen, in der Schule endlich bessere Noten zu schreiben, denn bisher war er ein eher schlechter Schüler. Dass seine Eltern sich ständig streiten, führt er auf seine schlechten schulischen Leistungen zurück. Jetzt soll alles besser werden...

Ich habe mich für "Gymnasium" von Susanne Giebeler entschieden, da schon der Klappentext mich sehr an meinen eigenen Sohn erinnert hat...

Bei Alex und seinen Eltern dreht sich alles um die Schule. Nicht auszudenken, wenn Alex als Klempner enden würde!

In diesem Roman geht es um den täglichen Kampf der Schüler aber auch der Eltern und der Lehrer. Überforderung und der tägliche Kampf um bessere Schulnoten, sowie Mobbing thematisiert die Autorin bissig und authentisch.

Lehrer sind überfordert, da sie sich mit arroganten Eltern auseinandersetzen müssen, Schüler kämpfen mit Mobbing und Mütter stehen gar am Rande der Alkoholsucht. Die Sorge um die berufliche und die damit verbundene soziale Zukunft der Kinder ist das allumfassende Thema in diesem sehr gut erzählten Roman.

Susanne Giebeler zeigt hier auf, dass Schüler schon sehr früh mit der Ellbogengesellschaft konfrontiert werden und den Eindruck bekommen müssen, dass nur der Stärkste sich hier durchsetzen kann. Alex plagt sich mit Schuldgefühlen und macht seine Noten für die Konflikte seiner Eltern verantwortlich. Er will endlich besser werden aber schon am ersten Tag auf seiner neuen Schule muss er sich mit Mitschülern auseinandersetzen, die im alles andere als wohlgesonnen sind.

Ich muss zugeben, dass ich mich bei der Lektüre oft an meine eigene Schullaufbahn erinnert habe und feststellen, dass sich eigentlich im Gegensatz zu damals nicht so sehr viel verändert hat, dass es sogar schlimmer geworden ist und man als Mutter auch mal daran denken sollte, wie sehr nicht ganz so gute Leistungen an den Kindern selbst zerren können. Oft wird behauptet, dass das Kind einfach nur zu faul sei, sich einfach ein bisschen mehr anstrengen muss; dass dahinter aber oft Überforderung steckt, vergessen manche Eltern und so sollen die Kinder auf Teufel komm raus Abitur machen. Ansonsten sei ein "schlechtes" Leben schon vorprogrammiert. Der Preis dafür ist oft sehr hoch. Manche Kinder können unter diesem ständigen Leistungsdruck zerbrechen und das Familienleben bleibt auf der Strecke.

Wie oft hatte ich selbst schlaflose Nächte, bis mir endlich klar wurde, meinem Sohn diese Quälerei nicht mehr anzutun. Für meinen Sohn und für uns persönlich als Familie eine sehr gute Entscheidung!

Mit hat "Gymnasium" sehr gut gefallen und so kann ich guten Gewissens eine absolute Leseempfehlung geben!


Dienstag, 9. Mai 2017

Rezension - Schlafe still

Luana Lewis
Schlafe still

Roman

Originaltitel: Forget Me Not
Originalverlag: Bantam Press / Transworld
Aus dem Englischen von Elke Link

Paperback, Klappenbroschur, 288 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-20530-1
€ 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Goldmann 
Erscheinungstermin: 17. April 2017







Kurzbeschreibung: 

Die vermögende Londonerin Vivien führt mit ihrem Mann Ben und ihrer achtjährigen Tochter ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Doch dann wird sie eines Tages tot in ihrem Badezimmer aufgefunden, mit einer blutigen Wunde am Kopf. Die Familie steht noch unter schwerem Schock, als plötzlich Cleo, Bens Exfreundin, auftaucht. Sie gibt Viviens Mutter Rose gegenüber offen zu, dass sie nie aufgehört hat, Ben zu lieben. Als Rose Cleo wenig später in ihrer Wohnung aufsucht, ist sie zutiefst verstört – denn sie entdeckt eine ganze Wand voller Fotos von Vivien. Offenbar hat Cleo sie jahrelang heimlich beobachtet. Und dann beginnt sie auch noch, sich zurechtzumachen wie Vivien und ihre Kleidung zu tragen …


Meine Meinung:

Vivien und ihre kleine Familie führen ein tolles Leben. Vivien wird eines Tags tot in ihrem Badezimmer aufgefunden. Kurz darauf taucht Cleo, die Exfreundin von Viviens Ehemann Ben auf. Viviens Mutter Rose ist sehr verwundert, weil Cleo ihr gesteht, dass sie nie aufgehört hat Ben zu lieben. Als Rose in Cleos Wohnung eine ganze Bilderwand von Vivien entdeckt, wird ihr klar, dass ihre tochter von Cleo offensichtlich gestalked wurde. Plötzlich beginnt Cleo auch noch sich Vivien anzuziehen und zurechtzumachen...

Nach "Lügenmädchen" von Luana Lewis, das mir persönlich nicht so gut gefallen hat, wollte ich "Schlafe Still" eine Chance geben.

Wie auch beim Debütroman, hat sich der Klappentext sehr spannend angehört. In dem Wissen, dass es sich hier um einen Roman handelt und nicht um einen Thriller oder Psychothriller, bin ich recht gut in die Story gestartet.

Rose, die Mutter von Vivien, schleppt seit Jahren mit sich herum, dass sie Vivien eigentlich keine gute Mutter war. Rose hat ihre Karriere meist vor ihr Kind gestellt und so plagt sie sich mit einem schlechten Gewissen. Um das alles wettzumachen, möchte sie sich nun engagierter um ihre achtjährige Enkelin kümmern, was allerdings Ben nicht allzu recht zu sein scheint, was ich ganz gut nachvollziehen konnte.

Seltsamerweise hat es den Anschein, dass Cleo, Bens Exfreundin, diese Rolle, mit Einverständnis von Ben übernimmt. Cleo geht in dem Zuhause von Ben und seiner Tochter ein und aus und sie erdreistet sich auch noch, der Großmutter Rose, das Enkelkind mehr oder weniger zu entziehen.

Genug zur Story erzählt. Anfangs hat mir das Buch wirklich gutgefallen, allerdings nahm die Story für mein persönliches Empfinden immer mehr an Spannung ab. Mir war bewußt, dass es sich hier um keinen Thriller handelt, dennoch hatte ich doch mit etwas mehr Spannung gerechnet. Der Lauf der Story und auch das Ende wurde mir von Kapitel zu Kapitel klarer, sodass mir die Spannung irgendwann vollends abhandenkam, wenngleich die Auflösung doch sehr erschreckend ist und nachdenklich macht.

Alles in allem kann ich sagen, dass die Story sehr interessant ist, allerdings zu vorhersehbar und deshalb für mich nicht wirklich spannend.

Deshalb gibt es von mir leider nur eine bedingte Leseempfehlung






Sonntag, 7. Mai 2017

Buchvorstellung: Mordskuss" von Ulrike Busch im Klarant Verlag



Neuerscheinung: Ostfrieslandkrimi "Mordskuss" von Ulrike Busch im Klarant Verlag








Kripo Greetsiel ermittelt: "Mordskuss" ist der zweite Band der Ostfrieslandkrimi Reihe von Ulrike Busch. Tammo Anders und Fenna Stern ermitteln in einem Mordfall am Pilsumer Leuchtturm.


Im zweiten Fall der Kripo Greetsiel führt die Hamburger Autorin Ulrike Busch ihre Ermittler in den Nachbarort Pilsum. Die Leiche einer jungen Frau wird gefunden. Sie war Gast im Hotel Friesenliebe. Wurde sie Opfer von Neid und Eifersüchteleien?
 
 
 
Zum Inhalt von „Mordskuss“:

Das beschauliche friesische Dorf Pilsum wird von einem brutalen Mord erschüttert. Neben dem Leuchtturm wird eine attraktive junge Frau gefunden, mit einem Gürtel bestialisch erdrosselt. Auf der Stirn der Toten prangt ein dunkelroter, sinnlich wirkender Kussmund. Was hat dieses Zeichen zu bedeuten? Tammo Anders und Fenna Stern von der Kripo Greetsiel nehmen die Ermittlungen auf. Das Mordopfer Silvia Lüders war Gast des Hotels Friesenliebe. In dem Haus treffen sich Partnersuchende aus Ostfriesland, doch anstatt Flirts und Liebe finden die Kommissare Eifersucht vor und Hass … Ist einer der Gäste der Friesenliebe der Täter? Treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Ostfriesland? Die Kommissare ermitteln in alle Richtungen, als der Täter erneut zuschlägt...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Nach dem Ostfrieslandkrimi "Tod am Deich" (ISBN 978-3-95573-585-2) ist jetzt mit „Mordskuss“ (ISBN 978-3-95573-628-6) der zweite Band der Reihe „Kripo Greetsiel ermittelt“ von Ulrike Busch erschienen. 
 
Der Kriminalroman ist als E-Book bei allen bekannten E-Book Shops wie Amazon (für den Kindle eReader), Apple iTunes (für iBooks), Thalia (für tolino), Weltbild, buecher.de, buch.de, Hugendubel, Kobo und vielen weiteren zum Preis von 3,99 Euro erhältlich. „Mordskuss“ gibt es ebenfalls als Taschenbuchausgabe zum Preis von 11,99 Euro.

Mehr Informationen zu "Mordskuss" erhält der Leser hier https://www.amazon.de/Mordskuss-Ostfrieslandkrimi-Ulrike-Busch-ebook/dp/B071RMMN7J sowie eine Leseprobe auf https://www.weltbild.de/artikel/ebook/mordskuss-ostfrieslandkrimi_22928375-1

 

Freitag, 5. Mai 2017

Rezension - Rübermachen

Ingmar Stadelmann
Rübermachen 
EinRoman aus der Vogelperspektive


Taschenbuch, Knaur TB
02.05.2017
272 S.
ISBN: 978-3-426-52052-9















Kurzbschreibung:

Ein Roman aus der Vogelperspektive

Der erste grandios komische Roman aus der Feder des mehrfach preisgekrönten Comedians Ingmar Stadelmann und seiner Schwester Juliane.

»Er ist höflich wie ein Türsteher und feinfühlig wie ein Pfund Hackepeter. Und genau das macht seinen Humor aus«, sagt Dieter Nuhr über Ingmar Stadelmann. Diesen Humor hat Stadelmann, 2014 und 2015 mit so ziemlich allen wichtigen Comedy-Preisen ausgezeichnet, jetzt mal eben ausgeliehen: an BöRDie, den Rosella-Sittich.
1989 als so eine Art lebender Begrüßungs-Hunni unterm Weihnachtsbaum der Günthersens gestrandet, kommt BöRDie seitdem aus dem Kopfschütteln über seine schrecklich netten Ossis gar nicht mehr raus. Außerdem scheißt er auf political correctness, und zwar wortwörtlich. So bekommt auch der Westen sein Fett ab, garantiert.

Kollegen über Ingmar Stadelmann:

"Ich bin natürlich hin und weg! Man hängt dir an den Lippen, will nichts verpassen und dabei bist du eben sau präzise und sau gut!"
Eckart von Hirschhausen

"Mir wurde ganz heiß von Deinem Auftritt, weil ich so fröhlich war!"
Mirja Boes

"Ich finde gerade gut, dass du wahnsinnig frech bist - in der Frechheit liegt natürlich ein Risiko, aber du hast dich auf der besseren Seite des Risikos befunden und deshalb Applaus für deine Performance!"
Kaya Yanar

"Ein Sympath. Trotz der vielen kleinen Frechheiten! Ein Sympath!"
Bastian Pastewka

Meine Meinung: 

Humor ist, wenn man trotzdem lacht - ein Wende-Roman

BöRDie ist bunt, BöRDie ist zynisch, BöRDie ist ein Rosellasittich – in Australien gezüchtet und geboren, dann nach Berlin verkauft. Am 24.Dezember 1989 steht er unter dem Weihnachtsbaum der Günthersens, einer vierköpfigen, Familie, die in der ostdeutschen Kleinstadt Sandelshausen wohnt. BöRDie ist sowas wie ihr lebender Begrüßungshunni. BöRDie denkt von der ersten Sekunde an: Sag mal, ticken die eigentlich noch richtig? Papa Reiner erfindet ständig irgendwelche Gerätschaften(z.B.
einen sich selbst reinigenden Vogelkäfigboden), Mama Hedda kocht aus Lakritzschnecken Marmelade, Tochter Jana liest ihm Marx und Engels vor und Sohn Hanno rennt wie ein hyperaktiver Terminator durch die Wohnung und versucht, BöRDie mit einem Tortenheber zu köpfen. Und dann ist da noch Oma Trudi, das heimliche, aber leicht verwirrte Familienoberhaupt. – Eine schrecklich nette Familie. ( Quelle: Droemer-Knaur.de)

Ich durfte vorab die Fahnen von "Rübermachen" lesen und bin froh, zugesagt zu haben. Ein Roman aus der Vogelperspektive... Ich wusste anfangs nicht wirklich, was ich mir darunter vorstellen sollte. Ich habe das Buch im Krankenhaus gelesen und meine Zimmernachbarin dachte wohl, dass ich auf der falschen Station gelandet sei. Ich habe nicht nur geschmunzelt bei dem Roman, sondern musste öfter lauthals lachen.

Die Günthersens sind eine komische, wenn auch unwahrscheinlich liebenswerte Familie! Oma Trudi ist mir dabei sofort ans Herz gewachsen.

BöRDie, der Rosella-Sittich, weiß nicht wirklich wo er da gelandet ist und macht sich so seine Gedanken über sein neues Zuhause und auch über seine neuen "Artgenossen". Liebenswert, mitunter ziemlich cool und oft rotzfrech hat BöRDie mir meine Lesezeit versüßt. Ich habe noch nie einen Roman gelesen, der mich auch nur annähernd so lachen ließ!

Hanno, das nette Söhnchen der Familie, macht BöRDie das Leben nicht gerade leicht. Den ein oder anderen "Mordanschlag" muss der Vogel schon über sich ergehen lasssen aber BöRDie wäre nicht BöRDie, wenn ihm nicht einfiel, wie er sich dagegen wehren kann.

Ingmar Stadelmann hat hier einen bissigen Roman geschrieben, dessen Hauptprotagonisten, den Vogel also, er nicht besser wählen konnte. Natürlich muss man auch ein bisschen zwischen den Zeilen lesen. Osten wie Westen bekommen ihr Fett weg und ich fing tatsächlich an, ein bisschen in Nostalgie zu schwelgen.

Nach lesen des Romans steht für mich fest - ich will auch so einen Vogel! Also so einen Sittich! BöRDie ist mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich ihn und auch seine durchgeknallte Familie nach Beenden wirklich vermisst habe!

Ich empfehle einfach das Buch zu lesen und wünsche ganz viel Spaß! Soll heißen - absolute Leseempfehlung und ein herzliches Dankeschön an Droemer-Knaur!

Donnerstag, 4. Mai 2017

Rezension - The Girl Before_Sie war wie du.Und jetzt ist sie tot.

JP Delaney
The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

Thriller

Originaltitel: The Girl Before
Originalverlag: Ballantine Books, New York 2017
Aus dem Englischen von Karin Dufner

Deutsche Erstausgabe Paperback, Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-328-10099-7
€ 13,00 [D]
ET:25.April 2017
Penguin 







Kurzbeschreibung: 

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.


Meine Meinung:


Jane musste einen furchtbaren Schicksalsschlag hinnehmen. Nun bekommt sie die Gelegenheit in ein modernes, sehr ungewöhnliches Haus, in London einzuziehen. Als sie den Architekten des Hauses, Edward, kennenlernt, wird ihr bald klar, dass dieser sich zu ihr hingezogen fühl. Später erfährt Jane, dass die Vormieterin Emma, die ihr sehr ähnlich sah, in diesem Haus ums Leben gekommen ist...


Ich war mehr als gespannt auf diesen Thriller und habe mich sehr gefreut, als dieser endlich auf meinem Reader eingezogen war.


Ich werde nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern euch gleich in meine Rezension zu diesem ungewöhnlichen Thriller schmeißen.


Würdet ihr in ein Haus einziehen, bei dem es Voraussetzung ist vorher dem Vermieter, sehr, sehr ungewöhnliche Fragen zu beantworten? Wo ihr euch mit der Unterschrift zu noch ungewöhnlicheren Dingen verpflichtet? Ihr verpflichtet euch, dass niemals etwas herumliegen darf, dass ihr keine Bilder oder Lampen aufhängen dürft, Teppiche gehen gar nicht und die Möbel, die ihr besitzt dürft ihr nicht mitbringen. Unheimlich, oder? Trotzdem unterschreibt Jane, wie auch ihre Vormieterin Emma, den Mietvertrag.


Das Haus ist so hochmodern, dass es, mittels einses Armbandes, das die Mieter tragen, erkennt, wie ihr euer Wasser in der Dusche eingestellt haben wollt und um Himmels Willen, verstoßt ja nicht gegen eine der Regeln, denn dann könnte euch morgens, im wahrsten Sinne des Wortes, zur "Bestrafung" eine sehr kalte Dusche erwarten.

Genauso ungewöhnlich und auch unheimlich ist der Architekt und Vermieter der Hauses, Edward. Er hat äußerst seltsame Ansichten, die mich beim Lesen den Kopf schütteln ließen.

JP Delaney hat mich mit dem Thriller, der eine unheimliche Sogwirkung auf mich hatte, von Beginn an beeindruckt. Ich musste unbedingt wissen was mit Emma geschehen ist, warum Edward so ein ungewöhnliches Haus konstruiert hat und was die Frauen dazu bewog in dieses Haus einzuziehen und bereitwillig die abstrusesten Fragen zu beantworten.

"The Girl Before" ist ein Thriller über Abhängigkeit, Obsessionen und Abgründe, der mich unwahrscheinlich gefesselt hat, mit einer Story, die immer bizarrer wird und Wendungen beinhaltet, mit denen ich so nicht gerechnet hatte! Ich liebe es mitzurätseln und am Ende überrascht zu werden! Das ist JP Delaney hervorragend gelungen!

Wer denkt, dass sein Mietshaus oder sein Vermieter seltsam ist, sollte "The Girl before" unbedingt lesen und ich schwöre, dass ihr euren Vermieter danach mit ganz anderen Augen seht.

Natürlich gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung für diesen hochspannenden, mysteriösen und unheimlichen Thriller! Bitte mehr davon!