Samstag, 1. Oktober 2016

Open Minds Special und Interview mit Susan Kaye Quinn

Vor einiger Zeit hat mich der Übersetzer der "Open Minds Trilogie", Michael Drecker, auf die tolle Dystopie von Susan Kaye Quinn aufmerksam gemacht! Herzlichen Dank dafür! Hätte ich das nicht gelesen, wäre mir wirklich was entgangen, denn ich liebe Trilogien, ich liebe Dystopien und ich liebe Jugendbücher!

Bald reifte der Plan ein kleines "Open Minds-Special" online zustellen und der Wunsch, euch ein Interview mit der Autorin zu präsentieren.

Mein Englisch ist nur zu 50% wirklich gut! D.h., ich verstehe eigentlich jedes Wort, nur das Formulieren eines Interviews habe ich mir nicht zugetraut! So hat sich Michael Drecker bereit erklärt meine Fragen und die Antworten von Susan Kaye Quinn zu übersetzen, sodass mein Wunsch erfüllt wurde! Wiederum ein herzliches Dankeschön!

Lange Rede-kurzer Sinn! Legen wir los mit der Vita der Autorin:

Susan Kaye Quinn wuchs in Kalifornien auf, wo sie schon als Schülerin Zettelchen mit Geschichten in der Klasse herumreichte. Ihre Lehrer gaben meistens vor, nichts davon mitzubekommen und beschlagnahmten ihre Arbeiten nur ein paar Mal. Sie ging einer Reihe von Ingenieursstudiengängen nach (Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Umwelttechnik) und arbeitete in einer Menge von Streber-Jobs, unter anderem bei GE Aircraft Engines, der NASA
und NCAR. Jetzt wo sie Bücher schreibt, steht auf ihrer Visitenkarte „Autorin und Raketenwissenschaftlerin“ und sie muss ihre Arbeiten nicht länger heimlich weiterschmuggeln.

Was wirklich schade ist.

All diese Ingenieurswissenschaften sind von Nutzen, wenn man sich paranormale Fähigkeiten in futuristischen Welten ausdenkt, oder Wissenschaft mit Fantasie mischt, um einigermaßen glaubwürdige Erfindungen zu erschaffen. Nur für ihre Geschichten natürlich. Ignoriert den Kram in ihrem Keller. Susan schreibt in einem Vorort von Chicago, wo sie mit ihren drei Jungs, zwei Katzen und einem Ehemann lebt. Was, wie sich herausgestellt hat, genau so viel ist, wie sie auch handhaben kann.

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Geht es euch auch so, dass ihr ungeduldig mit den Erscheinungsterminen der einzelnen Bände seid? Also ich bin es und lese eine Trilogie am liebsten hintereinander weg. Deshalb gibt es auch jetzt alle drei Rezensionen von mir. Ich möchte allerdings darauf aufmerksam machen, dass -  so sehr ich  mich auch bemüht habe - in meinen Rezensionen Spoiler zu den vorigen Bänden enthalten sein  können!


Open Minds - Gefährliche Gedanken ( Mindjack Trilogie, Teil 1)

Susan Kaye Quinn

Michael Drecker (Übersetzer)


Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (20. März 2014)
Sprache: Deutsch

ISBN-13: 978-1497408555







Kurzbeschreibung:

Wenn jeder Gedanken liest, kann ein Geheimnis eine gefährliche Sache sein.

Die sechzehnjährige Kira Moore ist eine Null, jemand der weder Gedanken lesen, noch von anderen gelesen werden kann. Nullen sind Außenseiter, denen man nicht vertrauen kann, weswegen sie auch keine Chancen bei Raf hat, einem normalen Gedankenleser und ihrem besten Freund, in den sie heimlich verliebt ist. Als sie aus Versehen die Kontrolle über Rafs Verstand übernimmt und ihn dadurch beinahe umbringt, versucht Kira ihre unheimliche, neue Fähigkeit vor ihrer Familie und dem zunehmend misstrauischer werdenden Raf zu verbergen. Aber sie verstrickt sich in ihren Lügen und wird immer tiefer in eine geheime Unterwelt voller Gedankenkontrollierer gezogen. Den Verstand all derer zu kontrollieren, die ihr am Herzen liegen, ist dabei nur eine von vielen gefährlichen Entscheidungen, die noch vor ihr liegen.


Meine Meinung:


Die sechzehnjährige Kira Moore ist eine Null, das heißt, dass sie, im Gegensatz zu fast allen anderen, keine Gedanken lesen kann und auch von niemand anderem gelesen werden kann. Somit ist sie ein Außenseiter. Kira fühlt sich nicht wohl in ihrer Haut, denn sie hat die Hoffnung sich zu wandeln aufgegeben. Kira ist heimlich in Raf verliebt, dem es egal ist ob Kira eine Null ist oder nicht. Durch einen Zufall bemerkt Kira allerdings, dass sie weit mehr als nur eine Null ist, denn ihrer Fähigkeiten gehen weit über die, der normalen Leser hinaus - Kira kann Gedanken kontrollieren. Da sie nicht möchte, dass irgendjemand - und schon gar nicht Raf - das bemerkt, verstrickt Kira sich immer mehr in Lügen und kann anfangs noch gar nicht absehen in welche Gefahren sie sich damit begibt...

Ich bin sehr froh, dass Michael Drecker meinen Blog gefunden hat und mir Open Minds zur Rezension angeboten hat! Herzlichen Dank!

Ich war schnell in der Story um Kira gefangen. Susan Kaye Quinn versteht es vorzüglich den Spannungsbogen immer weiter anzuziehen, sodass mir im letzten Drittel nur noch übrig blieb Nachtschichten einzulegen.

Die Story ist irgendwo zwischen Dystopie, Science Fiction und Fantasy anzusiedeln und von Beginn an hochspannend. Ich habe ein paar Kapitel gebraucht um mich in der Welt der Leser, Jacker, Wandler und Dementen einzufinden, da die Kapitel aber kurz gehalten sind, ist es nicht schwer Kapitel um Kapitel zu verschlingen und mit der Zeit fiel es mir dann auch leichter alles auseinanderzuhalten.

Als Kira herausfindet zu was sie eigentlich fähig ist und Simon, einen weiteren Jacker, so nennt man jene, die Gedanken kontrollieren können, kennenlernt, nimmt "Open Minds" noch mal an Fahrt auf. Simon erzählt Kira Dinge über Jacker, die sie anfangs nur schwer begreifen kann. Der Charakter Simon hat mich teils verwirrt und ich wusste nicht, ob ihm zu trauen ist oder nicht.

Auch Kira`s Familie ist/war mir suspekt. Das ist mir irgendwie alles zu glatt und ich muss gestehen, dass ich sehr gespannt bin, wie es in Teil 2 der Trilogie weitergeht. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass das wirklich dicke Ende erst noch kommt.

"Open Minds - Gefährliche Gedanken" ist ein guter und spannender Auftakt zur Mindjack-Trilogie und steht anderen Dystopien in nichts nach. Ich muss sagen, dass mich die Story ein klein wenig an die "Gelöscht-Trilogie" von Teri Terry, meine absolute Lieblings-Triloge, erinnert hat, obwohl die beiden Storys komplett verschieden sind. Ich will damit sagen, dass mich "Open Minds" genauso gefesselt hat wie "Gelöscht".

Versteht sich von selbst, dass ich wissen will wie es mit Kira, ihrer Famile, Raf und dem liebenswerten Mädchen Laney, die auch Jacker ist, weitergeht. Ich kann mir gut vorstellen, dass Teil 2, "Gefährliche Hoffnung", noch einige Überraschungen parat hält.

Absolute Leseempfehlung für Dystopie - Fans!



Closed Hearts - Gefährliche Hoffnung ( Mindjack Trilogie Teil 2)
Susan Kaye Quinn

Michael Drecker (Übersetzer)

CreateSpace Independent Publishing Platform (9. Januar 2015)

Sprache: Deutsch


ISBN-13: 978-1506177175







Kurzbeschreibung: 

Wenn du Gedanken kontrollierst, kann nur dein Herz dir zum Verhängnis werden. Vor acht Monaten hat Kira Moore einer Welt von Gedankenlesern offenbart, dass es mitten unter ihnen auch Mindjacker wie sie gibt, die die Gedanken anderer Menschen kontrollieren können. Jetzt fragt sie sich, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, die Wahrheit öffentlich zu machen. Während sich wilde Gerüchte verbreiten, nutzt ein mächtiger Anti-Jacker Politiker die Angst der Gedankenleser aus, um die Rechte der Jacker zu beschneiden. Während manche von ihnen nach Jackertown fliehen – einem Slum voller Jacker, die ihre Fähigkeiten gegen Bares eintauschen – verstecken sich Kira und ihre Familie vor den Lesern, die sie fürchten, und den Jackern, die sie hassen. Doch nachdem das Mitglied eines Jacker-Clans Kiras Freund Raf in ihren Armen zusammenbrechen lässt, hat Kira keine Wahl mehr. Sie ist gezwungen, die Menschen, die sie am meisten liebt, zu retten, indem sie sich dem stellt, das sie am meisten fürchtet: FBI Agent Kestrel und seiner experimentellen Folterkammer für Jacker. Alle Teile der Mindjack-Serie: Open Minds - Gefährliche Gedanken (erschienen: 14. März 2014) Closed Hearts - Gefährliche Hoffnung (erschienen: 10. Januar 2015) Free Souls - Gefährliche Träume (erschienen: 09. April.2015)


Meine Meinung: 

Da ist er nun, Teil 2 der Mindjack-Trilogie! Wie schon Band 1, habe ich "Closed Hearts" regelrecht verschlungen, denn er steht der Spannung von Band 1 in nichts nach! Im Gegenteil, die Mindjack-Trilogie wird immer spannender und mysteriöser!

Ich muss gestehen, dass ich keine Ahnung hatte, wo es denn nun hingeht, denn die Autorin versteht es wunderbar den Leser mit den Wendungen ins Bockshorn zu jagen und so etwas liebe ich einfach.

Kira ist weiterhin eine starke Protagonistin, die mir immer besser gefällt und immer symphatischer wird. In Band 2 lernen wir auch neue Charaktere kennen, die ebenso interessant sind, wie schon die im Vorgänger bekannten.

Wie gehabt, habe ich mit Kira, die sich nun mit ihrer Familie versteckt hält und einen anderen Namen angenommen hat mitgelitten, und konnte das Buch nur schwer weglegen. Susan Kaye Quinn ist eine interessant und erschreckende Story gelungen, die zum Nachdenken anregt.

Es ist schwierig, nicht zuviel zu verraten. Nur soviel - Kira und die Story entwickeln sich auf interessante Art und Weise weiter und ich bin begeistert über die tolle Idee, die die Autorin zu Papier gebracht hat.

Am Ende bleibt natürlich die ein oder andere Frage offen, die hoffentlich im finalen Band,"Gefährliche Träume",  den ich schon gar nicht mehr abwarten kann und der hoffentlich genauso rasant wie Band 1 und 2 ist, beantwortet werden!

Weiterhin gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung!



Free Souls - Gefährliche Träume  (Mindjack-Trilogie Teil 3 )
Susan Kaye Quinn 

 
Michael Drecker (Übersetzer)

CreateSpace Independent Publishing Platform (25. März 2015)

Sprache: Deutsch


ISBN-13: 978-1511459341






Kurzbeschreibung: 

Wenn dein Verstand eine Waffe ist, musst du für Freiheit einen hohen Preis bezahlen. Vier Monate sind vergangen, seit Kira ihr Zuhause verlassen hat, um sich Julians Jacker Freedom Alliance anzuschließen. Doch der Verlust ihres Freundes Raf hat ein Loch in ihrem Herzen hinterlassen. Sie füllt es mit Waffentraining, JFA-Patrouillen und einer besessenen Jagd auf FBI Agent Kestrel. Julians Sorgen um ihre Sicherheit und seine wiederholten Versuche, sie für seine revolutionären Internet-Chats zu gewinnen, schlägt sie dabei in die Luft. Als der Anti-Jacker Politiker Vellus Jackertown von der Nationalgarde umzingeln lässt, entdeckt Kira, dass an Julians Sorgen mehr dran ist, als sie dachte. Sie ist gezwungen eine Mission anzunehmen, die sie nicht will und die ihre letzte sein könnte: Ein Anschlag auf Senator Vellus, bevor er Julians Revolution und die Jacker, die sie zu lieben gelernt hat, auslöschen kann. Alle Teile der Mindjack-Serie: Open Minds - Gefährliche Gedanken (erschienen: 14. März 2014) Closed Hearts - Gefährliche Hoffnung (erschienen: 10. Januar 2015) Free Souls - Gefährliche Träume (erschienen: 09. April.2015)

Meine Meinung: 

Der finale Band! Ich war gespannt, ob es der Autorin gelingt, der bisher fesselnden Trilogie einen würdigen Abschluss zu geben und ich wurde nicht enttäuscht!

Habe ich schon in meiner Rezension zu Band 2 wenig von der Story verraten, werde ich zu "Gefährliche Träume" einfach den Klappentext, der absolut genügt, so stehen lassen.

Ich mag Trilogeien, lieben tu ich sie erst dann, wenn das Finale für mich schlüssig und logisch ist! Was soll ich sagen? Perfekt! der Abschluß der Trilogie ist der Autorin brilliant gelungen und ich bin ein bisschen traurig, dass ich mich von den so liebgewonnen Charakteren verabschieden muss.

Die Mindjack-Trilogie stelle ich für mich auf die gleiche Stufe, wie die "Gelöscht Trilogie", die meine Lieblingstrilogie ist!

So wird sich Kira und Co, zusammen mit Susan Kaye Quinn auf meiner Highlight Liste wiederfinden und ich danke Michael Drecker, für das aufmerksam machen und dass ich die Trilogie lesen und rezensieren durfte!




Wie ihr lesen konntet, bin ich absolut begeistert von der Mindjack-Trilogie und weil das so ist, wollte ich Susan Kaye Quinn auch noch ein paar Fragen stellen, was allerdings nur unter freundlicher Mithilfe des Übersetzers der Bücher, Michael Drecker, möglich war!



Interview mit Susan Kaye Quinn




1. Fallen die ersten Sätze schwer, die du für ein neues Buch schreibst?


Der erste Satz ist entweder der einfachste oder der schwerste – oft fällt es mir leicht, ein neues Buch mit dem Schwung einer neuen Idee zu beginnen.


Wenn nicht… dann brauche ich Ewigkeiten, bis ich zufrieden bin.



2. Fühlst du mit deinen Protagonisten?

Absolut! Bei manchen Szenen weine ich buchstäblich, während ich sie schreibe. Bei Actionszenen schlägt mein Herz schneller. Mittlerweile nutzte ich öfters ein Diktiergerät, dann spiele ich die Szenen beim Diktieren sogar nach.


3. Der Tag des Erscheinungstermins - schläfst du in der Nacht zuvor gut?

Da ich mittlerweile schon einige Bücher veröffentlich habe, wirft mich das nicht mehr so sehr aus der Bahn. Was auch gut ist, denn in der Regel arbeite ich dann schon am nächsten Projekt und muss dafür ausgeglichen sein.



4. Hast du Lampenfieber vor einer Lesung?

Im Gegensatz zu vielen anderen Schriftstellern bin ich an öffentliche Auftritte gewöhnt, ich habe vier Jahre für unsere lokale Schulkommission gearbeitet – eine Position für die man gewählt wurde und bei der man regelmäßig Reden vor laufenden Kameras halten musste.Die wenigen Male die ich an Workshops teilnehme oder öffentlich rede machen mir viel Spaß, aber ich schränke mich diesbezüglich ein, damit ich meine Schreibziele erreiche.



5. Schreibblockade – wie gehst du damit um oder kennst du das gar nicht?

Manchmal habe ich Probleme mit der Entwicklung der Geschichte oder dem Thema aber ich habe unterschiedliche Techniken, um damit klar zu kommen – kreatives Schreiben, einen Spaziergang machen und laut vor mich hin reden um das Problem zu lösen. Eine Schreibblockade hatte ich nie wirklich, ich war von Anfang an schreibsüchtig. ;-)



6. Was war der Auslöser dafür, dass du dich ans Schreiben von „Open Minds“ gemacht hast? War von Anfang an klar, dass es eine Trilogie werden würde?

Am Anfang hatte ich nur ein einzelnes Bild vor Augen – Das Bild von einem Mädchen, das in einem Klassenraum voller Gedankenleser keine Gedanken lesen konnte. Furchtbar isoliert und traurig. Aus diesem Bild erwuchs der erste Teil der Geschichte… der Entwurf war schon ziemlich weit fortgeschritten bis mir klar wurde, dass es überhaupt Mindjacker in der Geschichte gibt! Die Geschichte hat sich von diesen ersten Bildern wirklich weiterentwickelt, aber nachdem ich die erste Version von Open Minds überarbeitet hatte, war mir klar, dass das Buch Teil einer Trilogie sein würde. Das war einer der Gründe warum ich es als Selfpublisherin herausgebracht habe, damit ich sicher sein konnte, dass alle drei Bücher erscheinen würden, egal ob ein Verlag denkt, dass sich das erste gut genug verkauft hat oder nicht. Aber es hat sich herausgestellt, dass die Serie sehr gut ankommt. Sie wurde (offensichtlich) ins Deutsche übersetzt und erscheint im Oktober auf Französisch.



7. Wenn ein Buch von dir verfilmt wird/werden würde, dann würdest du…

Schreien. Lachen. Noch mehr schreien. Und wahrscheinlich Eiscreme essen.



8. Das bisher schönste Kompliment, das dir ein Leser zu einem deiner Bücher gemacht hat?

Wenn jemand die ganze Nacht wach bleibt um eines meiner Bücher zu lesen. Oder sie mehrmals liest. Oder mir in einer langen Nachricht beschreibt, wie mein Buch sein Herz berührt hat. Das sind die großartigsten Belohnungen fürs Schreiben.



9. Du schreibst deine Biographie. Der Titel wäre….

It’s Not Rocket Science… and I Would Know.

Anm. von Michael Drecker: Dieser Titel lässt sich schlecht ins Deutsche übersetzen. „It’s Not Rocket Science“ heißt so viel wie „Das ist kein Hexenwerk“ macht aber den Wortwitz kaputt, weil Susan mal in der Luft- und Raumfahrttechnik gearbeitet hat ;-)



Vielen Lieben Dank, liebe Susan fürs Beantworten meiner Fragen und für diese wundervolle Geschichte, die mir spannende Lesestunden geschenkt hat!

Vielen Dank, lieber Michael fürs Übersetzen! So konnte ich mein kleines Special rund machen! 

Liebe Leser: ich hoffe, dass euch mein Open Minds Special gefallen hat und, dass ich euch mit meinen Rezensionen ein bisschen neugierig machen konnte! Die Mindjack-Trilogie verdient es gelesen zu werden! Absolut!





















Montag, 26. September 2016

Rezension - Die Stille vor dem Tod

Cody Mcfadyen
Die Stille vor dem Tod

Bastei Lübbe
Hardcover
Thriller
478 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2566-5
Ersterscheinung: 26.09.2016
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kurzbeschreibung:
 
Smoky Barrett ist zurück!
 
An einem kalten Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie wurde ermordet, und der Täter hat durch eine mit Blut geschriebene Botschaft Smoky mit der Lösung des Falles beauftragt. Doch das Unheil ist weit größer, denn die Wiltons sind nicht die einzigen Opfer. Insgesamt drei Familien wurden in der gleichen Nacht und in unmittelbarer Nähe voneinander getötet. „Komm und lerne“, lautet die Botschaft an Smoky. Es wird ein grausamer Lernprozess, das Böse in seiner reinsten Form, in seiner tiefsten Abgründigkeit  zu spüren. Smoky gelangt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und weit darüber hinaus.
Nach Ausgelöscht und Das Böse in uns der neue Psychothriller aus der Smoky Barrett-Reihe von Cody Mcfadyen - Hochspannung mit Gänsehaut-Potenzial!
 
Meine Meinung:
 
Smoky Barrett und ihr Team werden nach Denver zu einem schrecklichen Verbrechen gerufen. Die komplette Familie Wilton wurde auf bestialische Weise getötet. An der Wand hat der Täter eine Botschaft für Smoky hinterlassen: Komm und lerne Smoky In der selben Straße finden sich drei weitere ermordete Familien...
 
Lange hat es gedauert, bis endlich der fünfte Band der Smoky Barrett Reihe erscheinen konnte. Vorab sei schon mal gesagt, dass das Warten sich gelohnt hat.
 
Mcfadyen hat das Buch in insgesamt drei Teile untergliedert. Im ersten Teil "Geburt" schmeißt der Autor den Leser sofort ins Geschehen. Es bleibt kaum Zeit durchzuatmen, denn man wird von einer Grausamkeit zur nächsten geführt, sodass ich teilweise wirklich geschockt war. Smoky Barrett ist taff wie eh und je und ihr steht das Team, das wir schon aus den vorigen Thrillern kennen, zur Verfügung. Wer die Thriller von Mcfadyen kennt weiß, dass seine Storys definitiv nichts für schwache Gemüter sind, so auch Band 5 um Smoky und Team. Hochspannung, Ekel und Entsetzen schonungslos und Schlag auf Schlag!
 
Im zweiten Teil des Buches "Stille" ist der Name Programm. Der Autor lässt uns - und auch Smoky - Zeit zum Luft holen. Ich fand den Mittelteil hochinteressant, denn ich erfuhr einiges über Smoky, das ich noch nicht wusste und so ist dieser Teil für die Leserschaft extrem wichtig und man sollte ihn aufmerksam lesen. Hier lernen wir Smoky von einer anderen, bisher ziemlich verborgenen Seite kennen und plötzlich wurde mir bewusst, dass die FBI-Ermittlerin gar nicht die "Superwoman" ist, als die sie immer den Eindruck erweckt hat! 
 
Im dritten Teil "Ansprache" wird dann das erschreckende und verstörende Ausmaß der Verbrechen ans Licht gebracht, was mir den Mund offen stehen ließ. Mcfadyen hat ja schon so einigen Killern Leben eingehaucht aber dieser hier, steht alle dagewesenen in den Schatten und ich war gespannt und konnte gar nicht schnell genug erfahren, wie sich das alles auflösen wird.
 
Ihr merkt, dass ich zur Story selbst gar nicht so viel schreibe. Ich glaube, der Klappentext reicht vollkommen aus und man sollte selber und ganz unvoreingenommen an "Die Stille vor dem Tod" gehen. Ich möchte noch verraten, dass neben Smoky natürlich wieder ihr Mann Tommy und Adoptivtochter Bonnie mit von der Partie sind. Kirby, die mir so sehr ans Herz gewachsenen ist, nimmt auch wieder eine große Rolle in Mcfadyens 5.Streich ein. So war, trotz so langer Zeit, die zwischen Band 4 und 5 vergangen ist, der Thriller ein bisschen wie nach Hause kommen.
 
Fazit: Hochspannend wie eh und je mit ein paar Längen, die allerdings sehr wichtig für die Story sind! Mcfadyen ist in gewohnter Manier zurück und ich vergebe gerne eine absolute Leseempfehlung!  
 
 

Mittwoch, 14. September 2016

Rezension - Die Wahrheit

Melanie Raabe
DIE WAHRHEIT

Thriller


Originalausgabe

Paperback, Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-75492-2
€ 16,00 [D] | € 16,50 [A] | CHF 21,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: btb
Erscheinungstermin: 29. August 2016






Kurzbeschreibung:

Vor sieben Jahren ist der reiche Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah (37) den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle, nach all der Zeit verständlich. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Ihr Ehemann taucht, wenn man so will, zur Unzeit auf. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben …

Meine Meinung: 

Sarahs Mann, Philipp Petersen, verschwindet bei einer geschäftlichen Reise nach Südamerika spurlos. Sarah muss den gemeinsamen Sohn alleine großziehen. Gerade hat sie sich soweit damit abgefunden, dass ihr Mann nicht mehr auftaucht, allerdings weigert sie sich daran zu glauben, dass er tot ist. Nach sieben langen Jahren bekommt sie einen Anruf, dass Philipp aufgetaucht ist. Natürlich macht sich Sarah mitsamt Sohn sofort auf zum Flughafen um ihren Mann wieder in die Arme zu schließen. Allerdings wird sie herbe enttäuscht, denn der Mann ist nicht Philipp. Keiner scheint ihr zu glauben, denn dieser Mann weiß alles über sie, ihrer Ehe und dem Sohn. Der Fremde droht Sarah damit, ihr Leben zu zerstören, wenn sie sein Spiel nicht mitspielt...

Ich habe mich, nachdem ich schon "Die Falle" verschlungen habe, sehr auf den zweiten Thriller von Melanie Raabe gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Normalerweise gehe ich auf den Schreibstil eines Buches generell nicht ein, allerdings muss ich sagen, dass der Schreibstil von Melanie Raabe für mich wie Musik ist. Ich weiß nicht, wieviele Zitate ich mir markiert habe, denn ich möchte nicht, dass diese sätze für mich verlorengehen. Ganz großes Kino und eine lobende Erwähnung wert!

Zur Story:

Die Autorin schildert uns die Geschichte zweier Menschen, die mich von Beginn an gefesselt hat. Sarah leidet sehr darunter, dass ihr Mann verschwunden ist, doch bald schon wird klar, dass die Frau irgendein Geheimnis mit sich herumschleppt und ihr ganzes Handeln in irgendeiner Art und Weise damit zusammenhängen muss.

Zu dem "Fremden" wie Sarah den Mann, der behauptet Phillip zu sein, nennt, hatte ich zwiespältige Gefühle. Wenn er nicht Phillip ist, warum und woher weiß er soviel über sie? Einerseits war mir "der Fremde" symphatisch, andererseits gelang es mir lange nicht, sein Spiel zu durchschauen. Auch er hat ein Geheimnis, dass es galt rauszufinden.

Im Leben des Ehepaares gab/gibt es einige Menschen, die Phillip entlarven könnten, allerdings kann man den Mann einfach nicht greifen. Selbst die demente Mutter, deren Verhältnis zu Sarah angespannt ist, behauptet, das "der Fremde" nicht ihr Sohn sei. Doch inwieweit kann man ihr glauben?

So entwickelt sich zwischen Sarah und dem Fremden ein Katz-und Mausspiel, dass sehr interessant und hochspannend ist! Ich habe "Die Wahrheit" kaum zur Seite legen können, denn ich musste unbedingt wissen, welche Geschichte hinter dem Fremden und Sarah steckt.

Einziger Kritikpunkt ist für mich das Ende, welches mir ziemlich weit hergeholt erschien, jedoch war ich trotzdem damit ganz zufrieden und ich kann auch nicht sagen, was ich eigentlich erwartet habe. Allerdings wiegt die Spannung, die sich über die ganze Geschichte zieht, das für mich, kleine Manko, wieder auf!

Fans von Psychothrillern werden ihre helle Freude an "Die Wahrheit" haben und mit ihrem zweiten gelungenen Buch, hat Malenie Raabe in mir einen Fan gefunden! Ich freue mich auf das nächste Buch!






Montag, 12. September 2016

Buchvorstellung - Ostfriesisches Erbe

Hauke Holjansen ermittelt: Ostfrieslandkrimi "Ostfriesisches Erbe" von Andrea Klier im Klarant Verlag

"Ostfriesisches Erbe" ist der siebte Ostfriesenkrimi aus der erfolgreichen Krimireihe um den Kultkommissar. Diesmal ermittelt Hauke Holjansen in einer Mordserie auf der Nordseeinsel Borkum

Seit dem Jahr 2014 klärt Hauptkommissar Hauke Holjansen in der Ostfrieslandkrimireihe der Autorin Andrea Klier Verbrechen auf. Jetzt ist mit "Ostfriesisches Erbe" der siebte Band erschienen. Hauptkommissar Hauke Holjansen hat sich bei den Lesern zu einem sehr beliebten Krimicharakter entwickelt. Regelmäßig stehen seine Fälle in den Bestsellerlisten der E-Book-Charts und jeder neue Band wird mit Ungeduld von den Fans erwartet.



Ostfriesisches Erbe
Andrea Klier

Ostfrieslandkrimi

Artikel-Nr.: 9783955734916

Klarant










Zum Inhalt von "Ostfriesisches Erbe":  

Die ostfriesische Insel Borkum erlebt düstere Zeiten. Ein Arzt wird tot aufgefunden, mit den Stichwunden einer Harpune, und der Besitzer einer Lebensmittelkette wird erpresst. Gibt es zwischen den Fällen einen Zusammenhang? Hauptkommissar Hauke Holjansen und sein Kollege Sven Ohlbeck werden auf die Insel geschickt, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Ihre Ermittlungen führen sie zu Brun van der Heyde, dem Besitzer einer renommierten Privatklinik. Er ist schwer krank, und etliche Personen sind an der Änderung seines Testaments interessiert. Als ein weiterer Harpunenmord geschieht, stellt sich die Frage: Geht es um Rache oder steckt ein gigantisches Erbe dahinter? Die Serie der Verbrechen reißt nicht ab, und die Kommissare stoßen immer tiefer in ein schier endloses Netz krimineller Machenschaften …


In der Reihe "Hauke Holjansen ermittelt" sind die Ostfrieslandkrimis
"Lazarusmorde" (ISBN 978-3-95573-115-1)
"Die schwarze Perle" (ISBN 978-3-95573-199-1)
"Ostfriesische Rache" (ISBN 978-3-95573-250-9) 
"Friesische Zerstörung" (ISBN 978-3-95573-295-0)
"Das letzte Ultimatum" (ISBN 978-3-95573-335-3)
"Tödliche Wappen" (ISBN 978-3-95573-409-1) und jetzt auch 
„Ostfriesisches Erbe“ (ISBN 978-3-95573 -491-6) im Klarant Verlag erschienen.  


Der Roman kann bei allen bekannten E-Book Shops wie Amazon (für den Kindle eReader), Apple iTunes (für iBooks), Thalia (für tolino), Weltbild, buecher.de, buch.de, Hugendubel, Kobo und vielen weiteren erworben werden zum Preis von 3,99 Euro

Mehr Informationen zu dem E-Book "Ostfriesisches Erbe" erhält der Leser hier: https://www.amazon.de//dp/B01LQDYQIQ und eine Leseprobe auf https://www.weltbild.de/artikel/ebook/ostfriesisches-erbe-ostfrieslandkrimi_22035709-1  

Donnerstag, 1. September 2016

Blogtour / "Evolution" - Die Stadt der Überlebenden

Heut ist schon Tag 9 der Blogtour zu Thomas Thiemeyers "Evolution" aus dem Arena Verlag! Ich erzähle euch heute mal etwas ziemlich Gruseliges...






Sicherlich habt ihr schon mal irgendwo gehört oder gelesen, dass scheinbar völlig harmlose Menschen von Vögeln angegriffen wurden. In Thomas Thiemeyers "Evolution" ist das ein großes Thema. Vögel greifen systematisch die Helden in Thiemeyers Geschichte an.

Alles Fiktion, mögt ihr euch jetzt denken. Weit gefehlt, das gibt es nämlich tatsächlich!

Was sich anhört wie bei Hitchcock geschieht tatsächlich dann und wann mal. Vögel greifen Menschen an. Zwar nicht so wie in dem Film "Die Vögel", trotzdem ist das beängstigend.




Krähen und Bussarde greifen mitunter schon mal ganz gerne an. Das tun die Vögel nicht aus Boshaftigkeit, sondern vielmehr um ihr Brutrevier zu verteidigen.


Rätselhaft ist allerdings, warum zB. ein Mäusebussard Spaziergänger oder Jogger angreift, wie es auch schon passiert ist. Selbst Angriffe von Käuzchen, wenn man sich in irgendeiner Form den Jungen nähert gab es schon und die können mitunter auch ganz schön schmerzhaft sein.

Leuchtet alles ein, oder? Dann wartet mal, bis ich euch einen geflügelten Zeitgenossen zeige, dem ihr sicher nicht begegnen wollt...








Eigentlich ist er doch wunderschön, oder? Das hier ist ein Kasuar und der Gute ist in Australien beheimatet. Schillernde Farben und das Horn auf dem Kopf machen ihn einzigartig.

Nach einem Zyklon haben die australischen Behörden eindringlich vor diesem flugunfähigen Vogel gewarnt. Nachdem sein Lebensraum nahezu zerstört und somit kleiner geworden ist, wagt sich dieser Laufvogel bis in bewohnte Gebiete vor.

Angst muss er keine haben, denn der Kasuar wird bis zu 1,70 m groß! Außerdem kann er bis zu 50 km/h schnell laufen und dann ist da noch seine Waffe -  ca. 10 cm lange, dolchartige Klauen!

Überliefert ist, dass 1926 ein 16jähriger eine Begegnung mit dem Kasuar mit dem Leben bezahlt hat. Der Bauerssohn wollte das Tier einfangen, worauf der Vogel dem Jungen den Hals aufgeschlitzt hat.

Von den Kasuaren gibt es nur noch rund 1000 Exemplare. Die Behörden werfen Futterpakete für die majestätischen Vögel ab, um die Art zu schützen. Sollte ihr also mal in Australien unterwegs sein, legt euch nicht mit dem, wie es heißt, "gefährlichsten Vogel der Welt", an.





Wenn ihr trotzdem den Nervenkitzel sucht, gehts auch etwas näher. In Island ist die Küstenseeschwalbe beheimatet. Die greift schon an, wenn ein Mensch nur einen Fuß in ihr Gebiet setzt und pickt vor allem gerne auf den Köpfen der Leute ein. Die Menschen, die da durch wollen/müssen, bewaffenen sich mit einem langen Stock oder Schirm und schwingen den solange über dem Kopf, bis sie -  hoffentlich unbeschadet - da durch sind.





Ich werde nun meine kleine Biologiestunde im Rahmen der Blogtour schließen und nach den Recherchen, die ich so zu diesem Thema gemacht habe ist mir eins absolut klargeworden:

Die Natur ist einzigartig und jeder hat seinen Platz darin. Wenn der Mensch immer mehr auf diesem wunderschönen Planeten zerstört um noch`n Parkhaus, noch`n Einkauszentrum oder dergleichen aus dem Boden zu stampfen, die Meere und die Luft noch mehr verschmutzt und verpestet, wird die Natur eines Tages zurückschlagen - zu Recht!

Der Mensch ist bis dato das angeblich Intelligenteste, was die Evolution hervorgebracht hat, manchmal beschleicht mich allerdings der Gedanke, dass der Mensch an sich schon eine tolle "Produktion" ist, nur mit zu viel oder zu wenig ( das kann man sehen wie man will )Hirnschmalz ausgestattet. Der Mensch ist nur ein Teil der Evolution, die immer weitergehen wird und wenn ich daran denke, wie der Mensch sich in ein paar hunderttausend Jahren weiterentwickelt hat, bekomme ich Angst. Vielleicht hat sich das dann aber auch schon erledigt, denn wir sind auf dem besten Wege uns selbst auszurotten.

Bis dahin habt aber noch ganz viel Spaß am Beobachten, vielleicht von diesen niedlichen Tierchen - ist allemal ungefährlicher ;)








Morgen geht`s weiter bei Skyline of books - schaut unbedingt vorbei!

Freitag, 26. August 2016

Rezension - Märchenwald

Martin Krist
Märchenwald


Thriller
Taschenbuch
Broschur
416 Seiten

ISBN-13 9783548287645
Erschienen: 12.08.2016

Ullstein





Kurzbeschreibung: 


Mitten in der Nacht wird Max von seiner Mutter geweckt. »Seid still«, sagt sie weinend, als sie den Zehnjährigen und seine vier Jahre alte Schwester Ellie in einen Wandschrank sperrt. »Geht zu Opa ...«, hören die Kinder sie noch flüstern, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Ellie weint. Um sie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Während Max und Ellie auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.

Meine Meinung: 

Der elfjährige Max wird nachts von seiner Mutter geweckt. Diese sperrt ihn, zusammen mit seiner vierjährigen Schwester in einen Wandschrank ein. Max kann nur noch hören, wie seine Mutter den Kindern aufträgt, dass sie zu Opa gehen sollen. Kurz darauf schreit seine Mutter und dann folgt Stille.
Max erzählt seiner Schwester Ellie vom Märchenwald und dann machen sich die beiden alleine auf den Weg zu Opa.

Unterdessen erwacht auf dem Alexanderplatz eine Frau, blutüberströmt und ohne Gedächtnis...

Wer die Thriller von Martin Krist kennt, weiß, dass der Autor nicht gerade zimperlich mit seinen Figuren und auch nicht mit seinen Lesern umgeht. Als Mutter habe ich fast Schnappatmung gekriegt, wenn ich mich in die Kinder, die alleine durch Berlin irren, um zu ihrem Opa zu gelangen, hineinversetze. Die gelang mir sehr gut und von Beginn an, war ich von dem Thriller gefangen und habe ihn auch tatsächlich in einem Stück verschlungen.

Martin Krist erzählt eine Geschichte, in der auf den ersten Blick erst mal nichts zusammenpasst und ich bin immer wieder erstaunt, wie sich Kapitel um Kapitel das Dunkel lichtet und immer mehr zu einer schlüssigen Story wird. Bei "Märchenwald" handelt es sich um einen knallharten, hochspannenden Thriller, bei dem ich magenschwachen Lesern empfehle, nicht unbedingt bei der Lektüre zu essen und wenn das dann doch sein muss, das eben Gegessene auch bei sich zu behalten.

Max hat mich beeindruckt. Mit seinen elf Jahren denkt und handelt er mutig und logisch um seine Schwester, der er während ihrer Odysee erzählt, dass das alles nur ein Spiel ist und sie sich einfach vorstellen sollen, dass sie sich im Märchenwald befinden, einigermaßen sicher durch Berlin bis zum Ziel zu schleusen.

Die Frau ohne Gedächtnis hat mir leid getan. Auf der Suche nach sich selbst, muss sie sich teilweise auf zwielichtige und nicht gerade freundliche Menschen verlassen. Viel mehr möchte ich nicht dazu schreiben, denn spoilern liegt mir - wie immer - fern.

Kalkbrenner und Muth sind zusammen ein tolles Team,bei dem sich nach wie vor einer auf den anderen verlassen kann und natürlich fehlen Kalkbrenners "Helferlein" auch in diesem Band nicht. Ich muss gestehen, dass ich nicht die gesamte Reihe um Paul Kalkbrenner gelesen habe, trotzdem hatte ich keinerlei Schwierigkeiten in die Story zu finden. "Märchenwald" ist der fünfte Band aus der Reihe.

Fazit: hochspannend, rasant und gespickt mir Ekelszenen! Der "böse Bube" der Thriller wird immer böser und so wünsche ich zukünftigen Lesern im doppelten Sinne guten Appetit und vergebe gerne eine absolute Leseempfehlung!