Montag, 18. September 2017

Rezension - Freier Fall

Volker Dützer
Freier Fall
Thriller

ISBN: 9783954413829
400 Seiten
KBV-Verlag 








Kurzbeschreibung:

Polizist Ben Funke ist glücklich. Er scheint sein Leben endlich wieder in den Griff zu bekommen. Aber als er am Morgen neben Carola aufwacht, der Frau, die ihm neue Hoffnung gab, ist diese tot, erschossen mit seiner eigenen Dienstwaffe. Funkes Erinnerung an die zurückliegenden Stunden ist restlos ausgelöscht, aber eines ist sicher: Niemals hätte er seine Geliebte getötet!
Er wagt das Undenkbare und lässt die Leiche verschwinden. Auf eigene Faust begibt er sich auf die Suche nach dem Mörder. Dass ausgerechnet sein Intimfeind Kriminalrat Berthold Kain die Ermittlungen leitet, macht die Sache nicht eben leichter.

Auf die Hilfe von Profilerin Helen Stein kann er dieses Mal nicht hoffen, denn die Jagd nach einem Serientäter, auf dessen Konto sechs im Westerwald spurlos verschwundene junge Frauen gehen, fordert ihren vollen Einsatz. Von einem Moment auf den nächsten findet sich Funke in einem Albtraum wieder. Gejagt, verletzt und ohne Aussicht, seine Unschuld beweisen zu können.

Meine Meinung: 


Enthält Spoiler zu Band eins " Der Schacht!

Der zweite Fall für Ben Funke und Helen Stein!

Ben Funke wacht eines morgens neben seiner erschossenen Geliebten auf.Die Tote wurde mit Funkes Dienstwache ermordet. Funke kann sich zwar nicht mehr erinnern, ist sich aber sicher niemals Carola Wesseling ermordet zu haben. Kurzerhand lässt er die Leiche verschwinden und begibt sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder. Allerdings ist ihm sein Feind, Berthold Kain, der Kriminalrat ist und die Ermittlungen leitet, auf den Fersen und der kann es gar nicht abwarten Funke zu stellen und als Mörder zu präsentieren

Währenddeseen jagt Helen Stein einen Serienmörder auf dessen Konto mutmaßlich sechs verschwundene Frauen gehen und begibt sich, ein Mal mehr, in große Gefahr!

Mein lieber Mann - was für eine Hetzjagd durch die spannende Story! Voker Dützer versteht es auch im zweiten Band um Helen Stein und Ben Funke den Leser von Anfang an ans Buch zu fesseln.

Ben Funke scheint sein Leben, nachdem er seine lange verschwundene Tochter, mit der Hilfe von Profilerin Helen Stein befreien konnte,wieder im Griff zu haben. Er ist eine neue Beziehung mit der verheirateten Carola Wesseling eingegangen und der Alkohol scheint auch nicht mehr sein größtes Problem zu sein. Umso geschockter ist er, als seine Geliebte tot neben ihm liegt, was ihn verständlicherweise aus der Bahn wirft. Fieberhaft versucht er die vergangenen Stunden zu rekonstruieren, was ihm nur schwer gelingt, denn offensichtlich hat er, mal wieder, zu viel getrunken. Wie kann das sein?

Helen Stein scheint schon, wie in Band eins, eine sehr toughe Profilerin zu sein. Allerdings sucht sie immer noch der letzte Fall heim, was sie allerdings nicht davon abhält, sich selbst auf der Suche nach einem irren Serienmörder in Gefahr und um Kopf und Kragen zu bringen. Der Charakter der Profilerin ist äußerst interessant und ich hoffe, bald noch mehr von ihr lesen zu dürfen.

Beide Ermittler sind symphatisch und authentisch gezeichnet. Das Team, dass beide um sich haben, scheint wie Pech und Schwefel zusammenzuhalten, auch gegen den äußerst unbeliebten Kriminalrat Kain, dem für eine erfolgreiche Karriere kein Mittel zu abwegig erscheint. Der Autor versteht es wunderbar, den Leser neugierig zu machen, warum zwischen Funke und Kain dieser glühende Hass, gerade auf Seiten des letztgenannten, besteht. Ein Thriller wäre kein Thriller, wenn nicht noch Ungeheuerliches aufgedeckt werden würde...

Volker Dützer jagt den Leser, zusammen mit Ben Funke und Helen Stein, durch eine mörderische und sehr actiongeladene Story, bei der ich ein paar Mal mit meinen Vermutungen komplett danebenlag. Auf den ersten Blick scheint auch nicht klar, ob und was der Serienmörder mit Carola Wesseling oder gar Ben Funke zu tun hat. Geschickt verwebt der Autor  beide Handlungsstränge bis zu, fulminanten Finale miteinander.

Das Ende...tja, lieber Volker Dützer, das lässt mich doch sehr auf einen nächsten Band hoffen, den ich sicherlich wieder sehr gerne lesen werde! Funke, Stein, Nora und Joker, der Labrador, sind mir doch sehr ans Herz gewachsen und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass deren Geschichten noch lange nich zu Ende erzählt sind! Gut so!

Von mir gibt es für den hochspannenden Thriller eine absolute Leseempfehlung!






Mittwoch, 13. September 2017

Rezension - Alles wie immer, nichts wie sonst

Julia Hubinger
Alles wie immer, nichts wie sonst

Erscheinungsdatum 07. September 2017
Seiten 224
Format Klappenbroschur
ISBN: 978-3-95910-124-0

Edenbooks











Kurzbeschreibung:


Wegen eines Kribbelns und Taubheitsgefühlen im Körper lässt sich Julia Hubinger mit 30 im Krankenhaus untersuchen. Es folgt der Schock: Diagnose multiple Sklerose! Für die junge Frau bricht eine Welt zusammen.
In »Alles wie immer, nichts wie sonst« erzählt die sympathische Autorin mit viel Feingefühl, was die Nervenkrankheit für sie verändert hat und wie sie trotz allem hoffnungsvoll ihre Zukunft anpackt. Dazu gehören auch ihr Mann und ihr Beruf und die Entscheidung, eine Familie zu gründen – trotz MS. Das Buch ist ein bewegender Erfahrungsbericht über den Verlauf einer Krankheit, die immer häufiger diagnostiziert wird. Betroffenen macht sie Mut für das alltägliche Leben mit MS. Interessierten und Angehörigen gibt sie einen Einblick in die Krankheit, Symptome und eine mögliche Therapie.

Meine Meinung: 

Als ich erfuhr, dass meine "Einblick"-Kollegin JuSu ein Buch schreibt, war mir klar, dass ich das unbedingt lesen musste, habe ich sie und ihre Familie doch schon kennenlernen dürfen.

Mich - und wahrscheinlich viele an MS-Erkrankte -  macht es immer ein bisschen traurig, manchmal auch ärgerlich, wenn über die Multiple Sklerose die wildsten Gerüchte kursieren. Nein, MS bedeutet nicht unbedingt und immer = Rollstuhl.

In "Alles wie immer, nichts wie sonst" erzählt uns Julia Hubinger über sich und ihre Familie und wie ihr Alltag mit der unheilbaren Krankheit aussieht.

Das Buch macht Mut, es ist authentisch, es klärt auf, es ist lustig, manchmal traurig und es ist rührend und bewundernswert wie sie und ihre Familie den Alltag zusammen meistern!

Ich habe schon einige Bücher über die multiple Sklerose gelesen und kann guten Gewissens sagen, dass "Alles wie immer, nichts wie sonst" eines der Besten, auf alle Fälle eines der Ehrlichsten ist!

Ich kann das Buch nur allen Erkrankten und auch nicht Erkrankten nur wärmstens ans Herz legen! Es gibt immer einen Weg, natürlich manchmal mit einigen Kurven, die trotzdem zum Ziel führen,  wie uns Julia Hubinger mit ihrer Geschichte zeigt!

Wer noch mehr von Julia Hubinger lesen möchte, sollte auch mal auf ihrem tollen Blog - Mama Schulze - vorbeischauen! Es lohnt sich!






Freitag, 8. September 2017

Neuerscheinung: Ostfrieslandkrimi "Die Todesbühne" von Andrea Klier im Klarant Verlag

Heute stelle ich euch ein Buch im Klarant Verlag vor, was mir persönlich sehr wichtig ist. Ich möchte keine großen Worte machen. Lest bitte selbst:

„Die Todesbühne“ ist der 10. Fall für Kommissar Hauke Holjansen.Der Ostfrieslandkrimi ist das letzte Werk, das Andrea Klier kurz vor ihrem Tod zum Abschluss bringen konnte.

Eine sehr geschätzte Autorin ist von uns gegangen. Auf Wunsch von Andrea Klier und ihrer Familie wird der Ostfrieslandkrimi „Die Todesbühne“ aus der beliebten Hauke Holjansen-Krimireihe post mortem veröffentlicht. Der Klarant Verlag möchte den Roman mit dem allergrößten Respekt und der tiefsten Verbundenheit mit der Autorin Andrea Klier veröffentlichen und allen Lesern zugänglich machen.


Zum Inhalt von "Die Todesbühne":
 Eine bizarre Mordserie erschüttert die ostfriesische Stadt Aurich. Erst wird der Journalist Paul Wagner erschossen in einem Hotelzimmer aufgefunden, dann sterben mehrere Schauspieler des berühmten Genesius-Theaters – mitten in der Aufführung auf der Bühne.

Für Hauptkommissar Hauke Holjansen ist der Fall besonders brisant, denn seine Cousine Fiona ist Teil des Ensembles. Schnell wird klar: Die Spur führt in die Vergangenheit. Schon vor zehn Jahren war ein Schauspieler des Genesius-Theaters – der Sohn des nun ermordeten Paul Wagner – auf der Bühne ums Leben gekommen. Und noch viel mehr furchtbare Dinge sind damals geschehen …

Alles spricht für einen lange geplanten Rachefeldzug, und den Kommissaren bleibt keine Zeit. Im Umfeld des friesischen Theaters stoßen sie auf Intrigen, Eifersüchteleien und Hass. Die Liste der Verdächtigen wird immer länger, und zu Haukes Entsetzen deutet ein konkreter Hinweis ausgerechnet auf Fiona …







In der Reihe "Hauke Holjansen ermittelt" sind die Ostfrieslandkrimis "Lazarusmorde" (ISBN 978-3-95573-115-1), "Die schwarze Perle" (ISBN 978-3-95573-199-1), "Ostfriesische Rache" (ISBN 978-3-95573-250-9) "Friesische Zerstörung" (ISBN 978-3-95573-295-0), "Das letzte Ultimatum" (ISBN 978-3-95573-335-3), "Tödliche Wappen" (ISBN 978-3-95573-409-1) "Ostfriesisches Erbe" (ISBN 978-3-95573-491-6)"OstfriesischeGier" (ISBN 978-3-95573-503-6), "Ihr letzter Fall" (ISBN 978 -3- 95573- 607-1) und jetzt auch „Die Todesbühne“ (ISBN 978 -3- 95573-686-6) im Klarant Verlag erschienen.


Der Roman kann bei allen bekannten E-Book Shops wie Amazon (für den Kindle eReader), Apple iTunes (für iBooks), Thalia (für tolino), Weltbild, buecher.de, buch.de, Hugendubel, Kobo und vielen weiteren erworben werden zum Preis von 3,99 Euro.

Mehr Informationen zu "Die Todesbühne " erhält der Leser hier:

https://www.amazon.de/dp/B075FWCZKV sowie eine Leseprobe auf https://www.weltbild.de/artikel/ebook/die-todesbuehne-ostfrieslandkrimi_23594740-1.


Donnerstag, 7. September 2017

Anna Schneider Gewinnspiel: And the winner is....

Hallo ihr Lieben!

Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Kommentare und eure Teilnahme am Gewinnspiel!

Sicher seid ihr nun neugierig, wer eine von drei dieser wunderschönen Taschen


die dieses tolle Buch - natürlich signiert - beinhaltet, gewonnen hat




Trommelwirbel..... Gewonnen hat....

Becjat ( du bekommst Mail von mir )

Michi/DaHippo ( bitte schreib mir eine Mail an thrillertante@t-online.de mit deiner Adresse! )

Sara Cordes ( du bekommst Mail von mir )


Herzlichen Glückwunsch!!!!

Die Gewinner wurde mit www.auslosungstool.de von mir ausgelost

Eure Adressen hätte ich bitte gerne bis Sonntag, den 10. September, ansonsten muss ich leider neu auslosen!

Alle anderen bitte nicht traurig sein! Bestimmt gibt es mal wieder hier ein Gewinnspiel! Danke für die Teilnahme!





Dienstag, 5. September 2017

Rezension - Der Totensucher

Chris Karlden
Der Totensucher

Broschur, 400 Seiten
Aufbau Taschenbuch
978-3-7466-3342-8

9,99 € *) Inkl. 7% MwSt.


Erscheinungstermin: 18.08.2017


Aufbau









Kurzbeschreibung:

Ein Serienmörder. Eine verschwundene Tochter. Ein Wettlauf gegen die Zeit.

Adrian Speer hat alles verloren: Seit ihrer Entführung vor zwei Jahren ist seine Tochter verschwunden, und von seinem Job wurde er suspendiert. In einer Abteilung für besonders grausame Gewaltverbrechen wagt er einen Neubeginn. Der erste Fall führt ihn und seinen Partner zu einer alten Fabrikhalle, in der sie eine bestialisch zugerichtete Leiche finden. Schon am nächsten Tag taucht ein weiteres Opfer auf, das nach demselben Muster getötet wurde. Auf dem Handy des Toten entdecken sie ein aktuelles Foto von Speers Tochter. Die fieberhafte Jagd nach dem Serienmörder beginnt.

Ein charismatisches Ermittlerduo unter Hochspannung 

Meine Meinung:

Mit "Der Totensucher" habe ich mein erstes Buch von Chris Karlden gelesen und ich war sehr gespannt, ob mich der Autor mit dem Thriller, der mich nach Klappentext sehr neugierig gemacht hat, überzeugen kann.

Mit Adrian Speer betritt ein neuer, symphatischer und charismatischer Ermittler die Bühne. Zwei Jahre zuvor wurde seine Tochter Lucy, damals elf Jahre alt, entführt und Adrian suspendiert. Nun gib es eine neue Ermittlergruppe für besonders schreckliche Gewaltverbrechen, der Speer nun zugehörig ist. Mit seinem neuen Partner Bogner ermittelt er nun in einem Fall, bei dem eine schrecklich zugerichtete Leiche in einer alten Fabrikhalle gefunden wird. Tags drauf wird schon die nächste Leiche entdeckt, die nach dem selben Muster getötet wurde. Auf dem Handy des Opfers befindet sich ein neues Foto der damals entführten Lucy....

Mit "Der Totensucher" schickt Chris Karlden seine Leser auf ein Katz-und Maus-Spiel der besonders spannenden Art.

Adrian Speer macht sich Vorwürfe, weil er nicht verhindern konnte, dass seine Tochter, aus der Wohnung heraus, entführt wurde. Daran ist auch seine Ehe mit seiner Frau Franziska, die Profilerin beim BKA war, zerbrochen. Adrian gibt aber nicht auf und hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Tochter leben zu finden und zurückzubringen. Als er das Foto seiner Tochter entdeckt, schöpft Speer natürlich sogleich neue Hoffnung und macht sich fieberhaft und teilweise sogar mit Alleingängen auf die Suche seiner Tochter. Dabei muss er in tiefe Abgründe blicken, die nur schwer erträglich sind, malt sich die schlimmsten Dinge aus, die mit seiner Tochter geschen sein könnten Kann es wirklch sein, dass die aktuellen Morde irgendetwas mit Lucy und ihrer Entführung zu tun haben?Warum und wie häng das alles zusammen?

Der Autor versteht es den Leser an die Story zu fesseln. Immer mal wieder gibt es Rückblenden in Adrians Leben und ich konnte sein Handeln sehr gut nachvollziehen. Chris Karlden spart auch nicht mit Cliffhangern am Ende des Kapitels und der Leser muss außerdem mit zahlreichen Wendungen rechnen, die den Spannungsbogen durchweg aufrecht erhalten und, je näher man der Auflösung kommt, noch steigert!

Das Ende der Story.?Hmmm.. ich will es mal so beschreiben: man sieht einen spannenden Film und dann scheint es, als ob jetzt etwas bahnbrechendes geschieht....  Zack-Fortsetzung folgt!

Zwischen Cliffhangern und mir besteht so eine Art Hassliebe, allerdings hat es Chris Karlden geschafft, dass ich nun sehnlichst auf den zweiten Band um Speer und Bogner warte! Ich hätte gerne etwas mehr von Franziska gelesen und erfahren aber wie schon gesagt, da kommt noch was!

Fazit: "´Der Totensucher" hat mir hochspannende Lesestunden beschert und noch eine Reihe, die ich sehr gerne weiterverfolgen werde! Hoffentlich bald...

Absolute Leseempfehlung!


Montag, 4. September 2017

Rezension - Die Kinder

Wulf Dorn
Die Kinder
Thriller


Paperback, Klappenbroschur, 320 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-27094-7
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Heyne 

Erscheinungstermin: : 4. September 2017









Kurzbeschreibung: 

Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.


Meine Meinung: 

Ich verzichte hier auf eine eigene Inhaltsangabe,denn der Klappentext ist mehr als ausreichend.

Wer die Bücher von Wulf Dorn kennt, wird festgestellt haben, dass der Autor viele verschiedene Facetten hat. Wir haben Fahlenberg und die Waldklinik kennengelernt, "Mein böses Herz" - einen Jugendthriller und mit "Die Nacht gehört den Wölfen" konnten sich die Leser überzeugen, dass Dorn auch wunderbar das Genre Roman kann, jedoch nicht ohne Gänsehaut bei der Leserschaft zu erzeugen.

Dieses Buch würde ich persönlich dem Genre Horror-Thriller zuweisen.

In seinem neuesten Werk hält Dorn seinen Lesern schonungslos den Spiegel vor und macht bildgewaltig und schockierend klar, dass jede Generation mit ihrem Handeln und ihren Entscheidungen verantwortlich für die Nächste ist, die nächste Generation - unseren Kindern. Den Kindern, die keine Entscheidungsgewalt haben und darauf vertrauen müssen, dass ihre Eltern das Richtige tun und ihnen eine möglichst heile Welt zurücklassen.

Wenn man so die Schlagzeilen liest, wird einem schnell klar, dass es nicht nur fünf vor Zwölf für unsere Welt ist, sondern gefühlt nur wenige Sekunden bleiben, das Ruder herumzureißen, was allerdings nur im Kollektiv möglich wäre. Deshalb sind wir geschockt über einen weiteren Terroranschlag, einen weiteren Umweltskandel, gewaltige Natureskapaden und uns tun die Kinder leid, die mit Arbeit ausgebeutet werden, die Hunger leiden müssen während andersdwo auf der Welt über 200 Millionen für einen Fussballspieler gezahlt wird. Wir sind schockiert über eine weitere Kinderleiche, die einem Mord, Misshandlung und/oder einem Missbrauch zum Opfer gefallen ist. Danach gehen wir zum Tagesablauf über und sind froh, dass es nicht unser eigenes Kind war....

In "Die Kinder" muss die Karrierefrau Laura Schrader erleben, was passieren kann, wenn es einfach genug ist! Die verletzte Frau wird aus einem Unfallauto geborgen, im Kofferraum eine Leiche. In dem Dorf aus dem sie zu kommen scheint, sind sämtliche Bewohner verschwunden und so fragt man sich natürlich wohin. Der Psychologe Robert Winter bekommt eine unglaubliche Geschichte über den Hergang der Geschehnisse zu hören, die sich bis zur erschreckenden Auflösung durch den Roman ziehen und teils für mich nur schwer zu ertragen waren und mir eine dicke Gänsehaut beschert haben, erschrocken über die Dinge, die überall auf der Welt so oder so ähnlich tatsächlich geschehen und als würde ich zum ersten Mal davon hören.

Ich habe "Die Kinder" in einem Rutsch verschlungen. Nach der spannenden Lektüre blieb Nachdenklichkeit, tatsächlich ein schlechtes Gewissen und ein Dank an Wulf Dorn für den mahnenden Hinweis, dass das Wort "Emergenz" eine mögliche Lösung wäre, was eigentlich glasklar sein sollte und den Menschen leider trotzdem nicht gelingt.

Fazit: "Die Kinder" ist kein "Who-done-it-Thriller" wie er vielleicht von dem Autoren erwartet wird, sondern eine erschreckende und mahnende Story, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man es erträgt den Spiegel vorgehalten zu bekommen!

Hätte mir jemand "Die Kinder" zum Lesen gegeben und ich hätte nach der Lektüre den Autor erraten müssen, hätte ich wahrscheinlich ohne mit der Wimper zu zucken auf Stephen King getippt!