Freitag, 21. April 2017

Buchvorstellung-Neuerscheinung: Ostfrieslandkrimi "Ihr letzter Fall" von Andrea Klier im Klarant Verlag




Ein ganz besonderer Jubiläumsband von Andrea Klier: "Ihr letzter Fall" ist der neunte Ostfriesenkrimi aus der beliebten Krimireihe um Kultkommissar Hauke Holjansen.


Das Warten hat ein Ende. Am 19. April ist der Ostfriesenkrimi „Ihr letzter Fall“ von Andrea Klier erschienen. Der Roman mit dem Auricher Kommissar Hauke Holjansen spielt in Emden, Friedeburg, Bockhorn, Wittmund und teilweise außerhalb von Ostfriesland, in Wilhelmshaven.






Zum Inhalt von "Ihr letzter Fall":


Düstere Erinnerungen werden wach. Die Millionärstochter Hanna Sullivan wurde entführt, genau wie vor 20 Jahren! Damals konnte SEK-Hauptkommissarin Lina Matern das kleine Mädchen befreien, aber ein folgenschwerer Zwischenfall sorgte für das Ende ihrer Polizei-Laufbahn, und ihr letzter Fall konnte nie vollständig gelöst werden. Hannas Vater, der schwerreiche amerikanische Schiffsunternehmer Ron Sullivan, besteht darauf, dass Lina den Fall als Privatermittlerin erneut übernimmt. Sie ist dazu bereit, doch nur unter einer Bedingung: Ihr Neffe, Hauptkommissar Hauke Holjansen, soll mit ihr gemeinsam die Ermittlungen führen. Ist der Täter derselbe wie vor 20 Jahren oder wurde die damalige Entführung kopiert, um Lösegeld zu erpressen? Verdächtige gibt es im Umfeld der hübschen Entführten viele, und die Ermittler setzen alles daran, dieses dunkle Kapitel endlich abzuschließen..


--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------



In der Reihe "Hauke Holjansen ermittelt" sind die Ostfrieslandkrimis "Lazarusmorde" (ISBN 978-3-95573-115-1), "Die schwarze Perle" (ISBN 978-3-95573-199-1), "Ostfriesische Rache" (ISBN 978-3-95573-250-9), "Friesische Zerstörung" (ISBN 978-3-95573-295-0), "Das letzte Ultimatum" (ISBN 978-3-95573-335-3), "Tödliche Wappen" (ISBN 978-3-95573-409-1) „Ostfriesisches Erbe“ (ISBN 978-3-95573-491-6), „Ostfriesische Gier“ (ISBN 978-3-95573-503-6) und jetzt auch „Ihr letzter Fall“ (ISBN 978 -3- 95573- 607-1) im Klarant Verlag erschienen.


Der Roman kann bei allen bekannten E-Book Shops wie Amazon (für den Kindle eReader), Apple iTunes (für iBooks), Thalia (für tolino), Weltbild, buecher.de, buch.de, Hugendubel, Kobo und vielen weiteren erworben werden zum Preis von 3,99 Euro.

„Ihr letzter Fall“ gibt es ebenfalls als Taschenbuchausgabe zum Preis von 11,99 Euro.


Mehr Informationen zu dem E-Book "Ihr letzter Fall " erhält der Leser hier:

https://www.amazon.de/dp/B06ZZ2KKD5

sowie eine Leseprobe auf

https://www.weltbild.de/artikel/ebook/ihr-letzter-fall-ostfrieslandkrimi_22909924-1

Donnerstag, 20. April 2017

Rezension - Das Spiel-Tod

Jeff Menapace
Das Spiel - Tod

Thriller
Originaltitel: Bad Games - Hellbent
Originalverlag: Mind Mess Press
Aus dem Amerikanischen von Sven-Eric Wehmeyer


Taschenbuch, Broschur, 336 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-67709-8
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Heyne Hardcore
Erscheinungstermin: 10. April 2017







Kurzbeschreibung: 

Die Lamberts sind eine Familie wie aus dem Bilderbuch. Liebevolle Eltern, entzückende Kinder. Doch nach der grauenvollen Begegnung mit drei Psychopathen ist für die Lamberts nichts mehr wie zuvor. Sie haben überlebt — aber es gibt noch ein letztes Spiel, das gespielt werden muss. Für den Meister dieses Spiels ist es die Krönung seines perfiden Schaffens … für die Lamberts die pure Hölle!

Meine Meinung: 


Enthält Spoiler zu Band 1 & 2

Ihr erinnert euch gewiss an die Fannelli-Sippe. Eine entzückende Familie....  In Band eins sind uns die beiden Brüder Arty und Jim begegnet. Die Beiden haben sich für ihre perfiden Folter-Spiele die Lambert Familie mit dem Familienvater Patrick,Mutter Amy und die beiden Kinder Caleb und Carrie ausgesucht. Das hat keinen besonderen Grund. Die Familie war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Allerdings haben die beiden Brüder nicht mit so viel Widerstand gerechnet, was dazu geführt hat, dass Jim tot und Arty nun seine Zeit im Gefängnis verbringt. Alles gut, oder?

In Band zwei begegnet uns nun allerdings der Rest der Sippschaft, nämlich Papa Fannelli und Monica, das herzallerliebste Schwesterlein, die sich nun an den Lamberts rächen wollen. Weil die Lamberts nun ganz schön verängstigt sind, holen sie sich den befreundeten Domino, ein Schrank von einem Mann, an die Seite um im Fall der Fälle gerüstet zu sein. Wie es kommen muss, spüren die Fannellis die Lamberts auf. Ende vom Lied, Papa Fannelli segnet das Zeitliche und leider auch Patrick, der liebe Familienvater. Monica weilt auch nicht mehr unter den Lebenden und so kann ein neuer Lebensaufbau für die verbliebende Lambert-Familie beginnen....

Nun zum finalen Band der Trilogie. Monica tot? Denkste! Die hat es nun auf Domino abgesehen, weil der ihren Vater umgebracht hat. Die durchgeknallte Massenmörderin ist von ihren Rachegefühlen zerfressen und holt sich mit Kelly, ein entzückendes 16jähriges Mädchen, die nicht nur Mordfantasien hat, sondern diese auch längst umgesetzt hat, ein "Auszubildende" ins Boot. Es kommt zum Showdown...

Schade, nun ist die Trilogie vorbei! Es hat mir einen Heidenspaß gemacht, die Geschichte um die Fannellis und Lamberts zu lesen! Wie schon in den vorigen beiden Bänden, geht es in diesem Thriller zur Sache, allerdings nicht ganz so blutig wie gewohnt. Nicht ganz so blutig heißt nicht, dass hier nicht auch literweise Blut fließt - das nur zum Verständnis.

Jeff Menapace gelingt, meiner Meinung nach, ein perfekter Abschluß der Trilogie und ich muss sagen, dass ich nun irgendwie die Figuren, ob gut oder böse, ein bisschen vermisse. Der Thriller beginnt recht gediegen, bevor der Autor dann gnadenlos zuschlägt. Wo hat der Mann nur diese Fantasien her? Eigentlich ist es mir egal, ich bin nur ziemlich froh, dass er diese Fantasien mit Thrillerfans teilt.

Allerdings beschleicht mich so ein bisschen das Gefühl, dass Jeff Menapace doch noch was zu der Trilogie zu erzählen hat. Bleiben am Ende Fragen offen? Ja und Nein. Entweder spinnt der Autor die Geschichte noch ein bisschen weiter oder überläßt dies ganz den Fantasien seiner Leser. So oder so ist das Ende befriedigend.

Ihr merkt schon, dass ich meine Rezension mit einem Augenzwinkern geschrieben habe und damit sollte man die Trilogie auch lesen! Splatter, Spannung, Übertreibungen machen diese Trilogie aus, die, meiner Meinung nach, zum Kult werden könnte! Ich für meinen Teil liebe die Fannellis, rein literarisch natürlich! Für mich waren alle drei Bände ein ganz besonderes Lesevergnügen!

Trotzdem eine Warnung an zartbesaitete Leser. Die Trilogie ist wirklich nur was für hartgesottene Thrillerfans! Deshalb gibt es von mir nun für die komplette Trilogie eine absolute Leseempfehlung!


Mittwoch, 19. April 2017

Rezension - Die verbotene Zeit

Claire Winter
Die verbotene Zeit

Roman
Originalausgabe

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 576 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-29168-3
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Diana
Erscheinungstermin: 14. April 2015










Kurzbeschreibung: 

1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Lügen ihre Eltern sie an? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld ...

Berlin, 1922: Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet Edith und Dora von Kindheit an eine so enge und treue Freundschaft, als wären sie Schwestern. Dora ist die Tochter eines einfachen Hausmädchens, Edith die eines reichen Papierfabrikanten. Die beiden wachsen im schillernden Treiben der Großstadt heran, und ihre Verbundenheit bleibt ihnen auch als Erwachsene erhalten. Dora findet ihr Glück mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer, und Edith heiratet den Adeligen Maximilian von Stettenheim. Doch wahre Liebe begegnet Edith erst mit dem charismatischen Violinisten Jules Cohn. In den gefährlichen politischen Zeiten der Dreißigerjahre lässt Edith sich auf ein gewagtes Spiel ein, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Dora bleibt der einzige Mensch, dem sie vertrauen kann. Und Edith wird schließlich gezwungen, die Freundin um etwas zu bitten, das ihrer aller Leben auf dramatische Weise für immer verändern wird ...

Meine Meinung: 

1975: Carla hat einen Autounfall bei dem sie einen Teil ihrer Erinnerungen verliert. Sier lernt den Journalisten David Grant kennen, der behauptet, dass sie auf der Suche nach ihrer totgeglaubten Schwester gewesen sei, die sechzehn Jahre zuvor an der Küste von Cornwall verschwunden ist. Carla weiß nicht, ob und warum ihre Eltern sie anlügen, auch ihr Ehemann benimmt sich höchst seltsam und scheint kein großes Interesse daran zu haben, dass Carla ihre Erinnerungen wiederbekommt. Carla forscht nach bis in die Dreißigerjahre in Berlin und stößt auf einer sehr ungewöhnliche Freundschaft...

1922: Edith und Dora sind allerbeste Freundinnen. Doras Mutter arbeitet im Haus der reichen Eltern von Edith als Hausmädchen. Die beiden Mädchen sind unzertrennlich, was Doras Mutter weniger begeistert, denn die Freundschaft gilt in dieser Zeit als unschicklich. Trotz aller Widrigkeiten bleiben die beiden Mädchen ihr ganzes Leben lang befreundet. Beide Frauen heiraten.Dora ist mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer glücklich und Edith bemerkt schnell, dass sie mit der Heirat des unsymphatischen Adligen Maximilian von Stettenheim einen großen Fehler begangen hat. Ihre wahre Liebe Jules Cohn scheint aber unerfüllt zu bleiben, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Eines Tages bittet Edith ihre Freundin um einen schier unmöglichen Gefallen,der das Leben aller für immer verändern wird...

Claire Winter hat hier einen Roman geschaffen, der den Leser in die Anfänge der Nazizeit katapultiert. Unglaublich spannend und interessant schildert sie die Geschichte der beiden Freundinnen Dora und Edith. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deren Freundschaft allerdings ein ganzes Leben lang anhält. Ich habe gerade mit Edith mitgefiebert und mitgelitten, denn ihr Tun in der Nazizeit ist unheimlich gefährlich und ich hatte große Angst um sie und um Jules. Ediths Mann Maximilian von Stettenheim ist nicht der Mann zu, den er vorgibt zu sein. Unglaublich arrogant, hochnäsig und unsymphatisch schwebt er mehr oder weniger durchs Leben, als könnte ihm niemals irgendetwas passieren. Ich konnte Edith nicht verstehen, so einen Unsympath geehelicht zu haben. Allerdings bewegt sich Maximilian eben in der Gesellschaftsschicht, in der auch Edith heimisch ist. So scheint es dann doch nicht allzu verwunderlich.

Dora ist ein unheimlich starke Frau. Was ihr in ihrem Leben widerfährt, wünscht man niemanden. Paul und Doras Liebe ist so groß, dass man das Gefühl hat, dass es nichts gibt, was die beiden je trennen könnte. Schon alleine das Kennenlernen der beiden findet auf ungewöhnliche und gleichzeitig gefährliche Weise statt. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten.

Ich mache nun mal einen Zeitsprung ins Jahr 1975 zu Carla: nach ihrem Autounfall setzt sie alles daran, die Monate, die ihr Gedächtnis gelöscht hat zu rekonstruieren. Carlas Mann ist nicht unbedingt die größte Hilfe, denn man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass der irgendwas verbirgt. Auch ihre Eltern schweigen sich aus, sodass Claire keine andere Möglichkeit hat, als auf eigene Faust zu recherchieren. An ihrer Seite hat sie den Journalisten David Grant, der ihr bei ihrer Suche hilft. Was die beiden Stück für Stück rausbekommen ist erschütternd, herzergreifend und unglaublich.

Die Autorin verwebt hier geschickt die beiden Geschichten zu einer Logischen Story, deren Spannung man sich nicht entziehen kann. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl mittendrin zu sein. Spazierte sowohl durch das Berlin der Dreißigerjahre, wie auch an der Küste Cornwalls. Der bildhafte Schreibstil der Autorin hat es mir möglich gemacht, mir sämtliche Örtlichkeiten gut vorzutellen. Auch die Zeichnung der Charaktere ist authentisch, ihr Tun nachvollziehbar und logisch.

Mir hat es großen Spaß gemacht, das Buch von der ersten bis zur letzten Seite zu lesen. Am liebsten hätte ich es gar nicht mehr weggelegt, allerdings musste ich das dann doch, um die Geschichte erstmal etwas sacken zu lassen. Gerne, sehr, sehr gerne mehr davon!

Absolute Lessempfehlung!


Dienstag, 18. April 2017

Wenn es gut läuft, kommt das Leben dazwischen

Hier war es in letzter Zeit ganz schön still. Das liegt daran, dass ich weder die Möglichkeit hatte irgendetwas zu schreiben noch den Kopf dafür.

Ich war am 07. April in der Klinik. Nichts Wildes, ich sollte eigentlich nur meine Infusion, die ich alle vier Wochen kriege, bekommen.

Wie immer fragte man mich, wie es mir ginge, ob irgendein neues Symptom dazugekommen sei,usw.

Ich hatte den Tag davor Schmerzen, wahrhaft mörderische Schmerzen. Von Kopf, ins Ohr und bis runter in den Unterkiefer bis zum Kinn. Schrecklich, diese Schmerzen habe ich so noch niemals erlebt. Ich hatte die über Stunden. Ich konnte während der Schmerzattacken nicht liegen, nicht sitzen, vielmehr hatte ich das Bedürfnis mich zu bewegen. So bin ich wie ein aufgescheuchtes Huhn durch`s Haus gelaufen. Ich hatte natürlich ein Schmerzmittel genommen, das aber überhaupt keine Wirkung gezeigt hat. Nach einigen Stunden waren die Schmerzen von jetzt auf gleich weg. Genauso schnell, wie sie gekommen waren. Mir war es recht.

Das hatte ich der Ärztin erzählt und auch, dass ich die Schmerzen, nicht ganz so schlimm wie am Donnerstag,vor längerer Zeit schon mal hatte, allerdings vermutet habe, dass die von den Zähnen kommen und auch beim Zahnarzt, der allerdings nichts finden konnte, war.

Sofort meinte die Ärztin, dass sich das alles sehr stark nach Trigenimusneuralgie anhören würde und ob ich wüsste was das sei. Natürlich weiß ich was das ist..... Es gibt zwei mögliche Symptome bei der Multiplen Sklerose vor denen ich immer Angst hatte. Platz eins belegt das Symptom des Erblindens und Platz zwei die Trigenimusneuralgie....

Okay, was jetzt? Meine Neurologin sagte, dass sie mir ein Rezept für Tabletten ausstellen würde, die eigentlich auf lange Sicht helfen sollten. Okay, weiter im Text, habe meine Infusion in den Arm und das Rezept, sowie einige ausgedruckte Seiten über Risiken und Nebenwirkungen des Medikaments in die Hand bekommen.

Jetzt nur noch warten, bis die Infusion durch ist und dann schnell nach Hause! Ich hatte mich so sehr gefreut heim zu kommen, denn mein Sohn, der auf Projektfahrt in England war, sollte an diesem Freitag zurückkommen!

Als ich endlich fertig war, rief mich die Neurologin zu sich und fragte mich, wie schnell ich ins KH einziehen könnte - heute! Ich war total vor den Kopf gestoßen, als mir die Ärztin sagte, dass das wohl jetzt ein Schub sei! Bitte was? Mein letzter Schub lag gute 5 Jahre zurück und mir geht es doch sonst gut und die Schmerzen sind auch weg! Man sagte mir, dass es wichtig sei nun Cortison-Ifusionen zu bekommen, weil der Herd aller Wahrscheinlichkeit nach im Hirnstamm lag und das bei dem MRT, das ich erst hatte, nicht zu sehen sei, weil dafür ein viel feineres MRT nötig gewesen wäre.Es würde auch ausreichen, wenn der Herd nur Stecknadelgroß sei.

Lange Rede-kurzer Sinn: ich bin kurz nach Hause, hab meine Tasche gepackt und ab ins Krankenhaus. Cortison, nicht schlafen können, selbst bemitleiden, Kind vermissen, - ich will nach Hause!

Ich wurde zusätzlich auf Tabletten eingestellt und die Schmerzen kamen nicht wieder. Nach drei Tagen sagte man mir, dass ich nach Hause gehen dürfe und die Dosis der Tabletten würde erhöht werden. Ich wäre nicht davor geschützt, dass die Schmerzen nicht wiederkommen würden, diese würden aber durch die Tabletten erträglich sein. Ich habe sofort daran denken müssen, als ich damals die Diagnose bekam. Da sagte man mir, dass die Multiple Sklerose niemals Schmerzen machen würde. Verarscht, hm?

Zu Hause dann die Tabletten, höhere Dosis, habe mich gefühlt, als sei ich besoffen. Konnte nicht deutlich reden, nicht klar sehen, an lesen war gar nicht zu denken. Ich will mein Leben wieder, Mensch! Natürlich will ich die Schmerzen nie, nie,nie mehr wieder haben aber nun für den Rest meines Lebens wie ne Schlaftablette durch die Gegend wandeln will ich auch nicht. Bitte nicht das! Auto fahren, einkaufen gehen, Unabhängigkeit, soll das nun alles vorbei sein? Nein, Stop, nicht mit mir!

Kurzerhand habe ich die Dosis der Tabletten nun selbstständig reduziert. Ob das nun gut oder schlecht ist, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass ich nun wieder am Leben teilnehmen kann. Bei meinem nächsten Besuch in der Klinik muss ich mit den Neuros reden. Entweder darf ich die Dosis beibehalten oder es gibt eben wieder einen Medikamentenmarathon durch die verschiedensten Präparate bis das Richtige gefunden ist.

Die Tabletten machen mich, auch in reduzierter Dosis, müde, sodass ich mich nachmittags eben mal für ne Stunde hinlegen muss. Damit komme ich aber klar und das ist auch möglich.

Tja, nun alles wieder auf Null. Alles wieder irgendwie neu für mich, meinen Alltag muss ich nun so umstellen, dass ich klar komme. Das schaffe ich auch, ich brauche dafür nur etwas Zeit!

Lesen geht wieder und auch Rezensionen schreiben dürfte kein Problem sein. Eigentlich alles wieder normal und eigentlich auch nicht.

Die Angst, dass der Schmerz wiederkommen könnte begleitet mich nun täglich aber ich glaube, dass ich das bald ablegen kann. Auch das braucht etwas Zeit. Bis dahin werde ich so vor mich hinwurschteln, bis ich wieder das Rezept für mich gefunden habe, wie es geht. Bis ich den Dreh wieder raus habe.

Fakt ist, dass die Trigeminusneuralgie nun die Fatigue als mein persönlich schlimmstes Symptom ablöst. Aber wer sagt hundertprozentig, dass die Schmerzen wiederkommen? Niemand. Ich glaube einfach dran, dass diese Episode vorbei ist und der Glaube versetzt Berge. Oft. Ich hoffe auch dieses Mal!




Donnerstag, 6. April 2017

Rezension - Seelenfeindin

Sabine Trinkaus
Seelenfeindin


Thriller

Broschur
14 x 22,5 cm
336 Seiten
ISBN 978-3-7408-0083-3

emons










Kurzbeschreibung:


Nadja Schönberg ist erfolgreiche Psychiaterin in einer Privatklinik, doch eine Patientin gibt ihr Rätsel auf: Sie scheint unter Verfolgungswahn zu leiden, wirkt aber psychisch völlig gesund. Was, wenn ihr Wahn Wirklichkeit ist? Immer tiefer gerät Nadja in ein verstörendes Spiel um Lüge und Wahrheit – in dessen Mittelpunkt sie selbst zu stehen scheint ...

Meine Meinung: 

Konstanze Friedrichs wird in eine Privatklinik eingeliefert, da sie unter Verfolgungswahn zu leiden scheint. Die bekannte TV-Moderatorin verlangt, ausschließlich von der Psychiaterin Nadja Schönberg behandelt zu werden. Bald befindet sich Nadja in einem rätselhaften Spiel. Was ist Wahn, was ist die Wahrheit und irgendwie scheint Nadja irgendwie in die Sache verwickelt zu sein...

Als ich den Klappentext gelesen hatte, war es um mich geschehen! Es dürfte ja nun mittlerweie bekannt sein, dass der Psychothriller mein absolutes Lieblingsgenre ist und ich es liebe mitzurätseln und gerade verzwickten Fällen auf die Spur zu kommen!

Konstanze Friedrichs schwört gesehen zu haben, wie ihr Ex-Mann ihrem Hund vor ihren eigenen Augen die Kehle durchgeschnitten hat, in ihrem eigenen Garten. Allerdings befindet sich kein Kadaver an der Stelle und auch sonst keinerlei Spuren. Nadja Schönberg führt viele Gespräche mit Konstanze, allerdings auch mit ihrem Ex-Mann, dessen Version volkommen anders aussieht.

"Seelenfeindin" von Sabine Trinkaus führte mich dermaßen in die Irre, dass mit Hören und Sehen verging! Ich habe festgestellt, dass ich sehr oft meine zu wissen, wie das alles zusammenhängt, dies war mir allerdings bei "Seelenfeindin" absolut nicht möglich!

War mir Konstanze Friedrichs im ersten Moment total symphatisch, hatte sich das im nächsten Kapitel schon wieder geändert und plötzlich tat mir ihr Ex-Mann, der mittlerweile wieder verheiratet ist, unendlich leid. Im übernächsten Kapitel dachte ich schon wieder, dass dieser Mann ein sehr guter Schauspieler zu sein scheint! Oder doch Konstanze? Verflixt, wer lügt hier und vor allem warum?

Genauso muss sich wohl die Protagonistin Nadja gefühlt haben, denn auch sie hat so ihre liebe Not die Wahrheit herauszufinden und dann kommt noch hinzu, dass ihre Patientin prominent ist, was die ganze Sache nicht einfacher macht, denn der Agent von Konstanze, möchte seinen Schützling schnellstmöglich wieder arbeiten sehen.

Wer hier beim Lesen denkt, dass das doch alles auf der Hand liegt, wird höchstwahrscheinlich falsch liegen, denn Sabine Trinkaus hält für den Leser ein sehr überraschendes Ende bereit, dass mir zumindest, den Mund offen stehen lies!

"Seelenfeindin" ist für Fans des wirklich verzwickten Psychothrillers ein absolutes Must-Read!

Ein hochspannendert Pageturner, der - und so soll es bei einem Psychothriller sein - mit wenig Blut auskommt und sich in meinem Kopf wahrhaft festgesetzt hat! Bitte und sehr, sehr gerne mehr davon!
Absolute Leseempfehlung!






Mittwoch, 5. April 2017

Mein Buch des Monats März `17

Der März war ein toller Lesemonat für mich!

Nahezu jedes Buch, dass ich gelesen habe, war ein Knaller! Umso schwerer fällt es mir ein einziges Buch hervorzuheben.

"Ragdoll-Dein letzter Tag" aus dem Ullstein Verlag und "Drei Meter unter Null" aus dem Heyne Encore Verlag lieferten sich ein Kopf an Kopf rennen.

Letztendlich habe ich mich für "Drei Meter unter Null" von Marina Heib entschieden!

Das Warum begründe ich gerne: "Drei Meter unter Null" hat mich tatsächlich umgehauen, denn der Thriller war sehr ungewöhnlich, anders als alles was ich bisher gelesen habe.

Ich habe bisher öfter gehört, dass Leser beklagen, nicht in die Story zu finden und letztendlich abbrechen... Ich kann nur sagen, dass das ein großer Fehler ist!

Marina Heib hat hier einen sprachgewaltigen Thriller geschaffen, der seinesgleichen sucht. Alles, was vor dem großen Nackenschlag ( und der wird kommen - versprochen!) geschieht, ist rückblickend gesehen notwendig! Ich werde, wie schon in meiner Rezension, absolut nichts zur Story verraten. Ich kann nur sagen, dass "Drei Meter unter Null" mich sehr aufgewühlt und tatsächlich geschockt hat!

Der Thriller polarisiert und liefert Gesprächsstoff, macht nachdenklich und ich für meinen Teil, werde diese Story nie mehr vergessen können!

Hier geht es noch mal zu meiner Rezension und ich kann nur jedem Thrillerfan raten, das Buch zu lesen!