Donnerstag, 19. Juli 2012

Rezension: Ein gestohlenes Leben - Jaycee Dugard




  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (12. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492300391
  • ISBN-13: 978-3492300391










Klappentext:

Jaycee Dugard wird im Alter von elf Jahren entführt und anschließend mehr als 18 Jahre gefangen gehalten. Von ihrem Peiniger bekommt sie zwei Kinder. Sie erlebt unvorstellbare Qualen, doch sie zerbricht nicht. Am 27. August 2009 kommt die mittlerweile 29-Jährige durch einen Zufall frei. Ihr von der Presse hoch gelobtes Buch wurde in den USA und in Großbritannien sofort nach Erscheinen zum Nr.1-Bestseller.

Meine Meinung:

Ich finde es immer sehr schwierig Bücher über Erfahrungen ( gerade dieser Art) zu bewerten. Eigentlich steht das, meiner Meinung nach, niemanden zu.

Jaycee ist durch die Hölle gegangen. Das Buch ist erschreckend ehrlich geschrieben. Sie beschreibt auch den Missbrauch durch ihren Peiniger so, dass es mir weh getan hat und ich das Buch in mehreren Etappen lesen musste, denn ich habe es immer wieder beiseite legen müssen, weil ich es nicht ertragen konnte. Sie wird in einem Hinterhof gefangen gehalten und niemand will etwas bemerkt haben? Nicht mal der Bewährungshelfer von Phillip Garrido? Das ist einfach unglaublich. Sie schildert die Geschehnisse aus ihrer damaligen Sicht als Kind und am Ende der Kapitel reflektiert sie das Geschehen aus ihrer heutigen Sicht als Erwachsene. Sie ist, meines Erachtens, keine gebrochene Frau und lebt heute mit ihren beiden Kindern und ihrer Mutter zusammen. Erschreckend fand ich, dass sie sich die erste Zeit in Freiheit trotz allem wie eine Gefangene gefühlt hat, denn die Medien liessen ihr keine Zeit zum Luft holen. Jaycee Dugard verdient meinen allergrößten Respekt!

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