Freitag, 5. Oktober 2012

Rezension - Der Apparat


Gebundene Ausgabe: 127 Seiten
Verlag: Brunnen-Verlag, Gießen; Auflage: 2 (August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3765517097



Kurzbeschreibung:

Jeannette Schweitzers Geschichte zeigt, wie leicht man in die Fänge von Scientology geraten kann, welchem Psychodruck die Mitglieder ausgesetzt sind und wie befreiend es für sie war, den christlichen Glauben neu zu entdecken. Ein authentisches Buch.




Meine Meinung:

Ich war, Gott sei Dank, noch nie in der Situation, dass mich ein Scientologe angesprochen hat aber es ist mir ein Rätsel, wie man da reingeraten kann. Vielleicht bin ich etwas naiv. Wie sehr muss man von Ehrgeiz zerfressen sein um dieser Sekte - und zwar gleich beim ersten Auditing - Unmengen an Geld in den Rachen zu schmeissen? Jeanette Schweitzer ging es eigentlich gut, bevor sie zu Scientology gekommen ist. Sie hatte immer das Gefühl, dass ihr was fehlt und hat in dem Buch auf mich den Eindruck einer vernünftigen Frau gemacht. Hier 10 000 Mark (damals noch), da 14 000 Mark, bis man ruiniert ist, sein vertrautes Umfeld verlassen hat um sich damit gänzlich abhängig von Scientology zu machen, keine Freunde mehr hat und die Familie vernachlässigt. Nach drei Jahren ist sie endlich zur Vernunft gekommen, hat Scientology verlassen um danach einem gewaltigen Psychoterror durch die selbsternannte "Kirche" standhalten zu müssen.

Alles in allem ist es ein informatives Buch jedoch, meiner Meinung nach, viel zu kurz. Auf 127 Seiten kann man, denke ich, Scientology nicht wirklich erklären. Na ja, vielleicht nicht mal auf 1000. Ich hätte gerne erfahren mit welchen "kirchlichen" Versprechungen Scientology Mitglieder anwirbt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die vielen Mitglieder, die diese Sekte hat "nur" mit dem Versprechen von großer Macht geködert werden. Es scheint wohl so zu sein, das Scientology wohl ausschliesslich reiche Menschen ködert, die dann ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans um danach mehr oder weniger rausgeschmissen und terrorisiert zu werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen