Montag, 19. November 2012

Interview mit Sina Beerwald

www.Sina-Beerwald.de





Wie bist du darauf bekommen, nach mehreren historischen Romanen einen Thriller zu schreiben?


Heyne Verlag
Der Plot für meinen Thriller „Hypnose“ geisterte mir schon durch den Kopf, seitdem ich meinen zweiten historischen Roman „Die Herrin der Zeit“ beendet hatte. Allerdings wollte ich zunächst unbedingt noch meine Ideen für die insgesamt vier historischen Romane umsetzen.

 Wird es in Zukunft weitere Thriller von dir geben?

Ja, nach dem Erfolg meines Thrillers, der nach vier Wochen in die zweite Auflage gegangen ist und den vielen begeisterten Stimmen, sind weitere Bände geplant. Der nächste für Anfang 2014.

Hast Du dich selbst schon mal hypnotisieren lassen und wenn nein- würdest du?

Ich habe mich sogar mehrfach hypnotisieren lassen und war für den Thriller mit führenden Hypnosetherapeuten im Gespräch. Akribische Recherche hat mir schon bei meinen historischen Romanen sehr viel Spaß gemacht, auch wenn mir dieses Mal bei den Hypnose-Sitzungen doch ziemlich mulmig zumute war, schließlich hatte ich den Plot für meinen Thriller bereits im Hinterkopf.

Lässt du dich beim Schreiben von Musik inspirieren? Wie kamst du dazu, Zitate aus Songs in deinen aktuellen Thriller "Hypnose" einzubauen?


Falco und Unheilig haben mich mit ihren Liedern beim Schreiben begleitet und irgendwann habe ich gemerkt, dass ihre Texte sehr gut zu den Kapiteln passen und bin deshalb sehr dankbar, dass ich die Zitate verwenden durfte. Wo und wie ich schreibe, wechselt bei mir sehr stark ab. Im stillen Kämmerlein oder mit Musik, mit Laptop im Zug oder handschriftlich in einem Café sitzend. Das hängt auch stark von den einzelnen Szenen ab, in welcher Stimmung ich da gerade bin. Am liebsten aber schreibe ich nachts am Schreibtisch, wenn alles ruhig ist.

Wie bist du überhaupt auf das Thema "Hypnose" gekommen?

Ich habe mich, wie wahrscheinlich viele von uns, schon immer gefragt, in wie weit sich der freie Wille eines Menschen unter Hypnose beeinflussen lässt. Und dann habe ich mich gefragt, ob es wohl möglich ist, einen Menschen unter Hypnose zu einem Mord anzustiften.

Wann kommt das nächste Buch und welches Genre?

Anfang 2014, der nächste Thriller. Darin wird es um … verflixt, jetzt habe ich es vergessen. Diese posthypnotischen Suggestionen sind beunruhigend.

Hast Du überlegt dir bei einem Genrewechsel ein Pseudonym zuzulegen?

Ich hatte gehofft, dass niemand diese Überlegungen anstellt, denn ich wollte meinen Lesern gerne weitere Facetten meines Schreibens zeigen. Und ich freue mich nun jedes Mal, wenn ein Leser auch für sich ein neues Genre für sich entdeckt, indem er sagt: Ich lese eigentlich keine Thriller, aber weil Beerwald draufsteht, lese ich das Buch – dieser Effekt gilt natürlich auch umgekehrt für meine historischen Romane.

Hast du einen Lieblingsautor/in oder ein Lieblingsbuch?

Ich lese grundsätzlich andere Genres, als das, in welchem ich gerade selbst schreibe. Generell mag ich die alten Schriftsteller wie Goethe und Guy de Maupassant sehr, aber auch Hermann Hesse. Außerdem lese ich sehr gerne Biographien. Sie inspirieren mich in Details zu neuen Figuren.

Wie bist du zum Schreiben gekommen und wie alt warst du?

Ich habe mich im reifen Alter von zehn Jahren vor meinen Vater hingestellt und ihm verkündet: „Papa, ich werde mal Schriftstellerin.“ Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich wohl schon die auf mich zukommende Büchernot (siehe nächste Frage), also beschloss ich selbst zu schreiben. Und das habe ich von diesem Tag an auch getan.

Kannst du dich an dein erstes Buch, dass du selbst gelesen hast erinnern? Welches war es?

Nein, das ehrlich gesagt nicht. Ich kann mich aber noch sehr gut erinnern, dass ich mit elf Jahren den kompletten Bestand unserer ordentlich großen Kinderbibliothek in der Stadtbücherei bereits durchgelesen hatte und die Bibliothekarin an mir verzweifelt ist, welches Buch aus der Erwachsenenabteilung sie mir wohl nun zu lesen geben könne. Das war dann Hermann Hesse und eine neue Leidenschaft für einen Autor war geweckt.

Hast du einen Lieblingsfilm?

Der Film Goethe! gefällt mir sehr gut, weil ich mich auch lange mit diesem Mann beschäftigt habe. Die Umsetzung ist modern, aber richtig gut gelungen und die Filmmusik einfach wunderbar.

Wie lange schreibst du pro Tag?

Ich habe einen Arbeitstag von mindestens acht Stunden. Auch eine Muse braucht ihre Geschäftsstunden, damit sie zum Küssen vorbeikommen kann. Leider komme ich aber selten dazu, an einem Arbeitstag nur zu schreiben, weil auch administrative und bürokratische Dinge erledigt werden müssen - und außerdem tausche ich mich auch viel zu gerne mit meinen Lesern und Kollegen via Facebook aus.

Vielen Dank für das Interview!

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