Samstag, 15. Dezember 2012

Rezension - Blutsommer

rororo
Taschenbuch, 496 S.
01.06.2012
9,99 €
978-3-499-25727-8




Klappentext:



Das 1x1 des Grauens Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension..



Meine Meinung:

In Köln geschehen schreckliche Morde. Als die dortige Polizei um Unterstützung bittet, wird ihnen der etwas launische und wegen seiner Unfreundlichkeit bekannte Fallanalytiker Martin Abel unterstützend zur Seite gestellt. Zu Abel`s Entsetzen soll er auch noch die angehende Fallanalytikerin Hannah Christ an seinen, etwas unkonventionellen, Ermittlungsmethoden teilhaben lassen. Abel und Christ, die sich wenig symphatisch sind, befinden sich bald in einem Fall der Dimensionen annimmt, die sie noch nicht einmal ahnen können...

Zitat Seite 168: Der Herr der Puppen war auf dem Weg zur Erde

Zuerst einmal eine Warnung: dieser Thriller ist wirklich hart und man sollte sich auf Einiges gefasst machen. Nervenstärke und ein starker Magen sind Voraussetzung, wenn man den ersten Fall von Martin Abel verfolgen möchte. Für wirkliche Thrillerfans allerdings ist Blutsommer ein MUSS!

Die beiden Hauptprotagonisten Martin Abel und Hannah Christ könnten gegensätzlicher nicht sein. Hannah Christ will unbedingt vom besten Fallanalytiker Abel lernen und ist bereit, dafür seine patzigen Antworten zu ertragen und seinen unfreundlichen Anweisungen Folge zu leisten, wenn auch mit einem Zähneknirschen. Nach und nach kommen beide besser miteinander klar und arbeiten im Team zusammen, um dem "Metzger" endlich das Handwerk zu legen.

Das Buch wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. In der Vergangenheit wird die Kindheit des irren Killers, die alles andere als einfach war, aufgerollt. Diese Teile des Thrillers haben mich wirklich mitgenommen und teilweise haben die Ausführungen mir sogar weh getan.

Ich hatte Mitleid mit dem Jungen, der später zum "Herrn der Puppen" wird und habe zeitweise das Buch, um durchatmen zu können, kurz weglegen müssen.
Ich möchte gar nicht mehr zur Story sagen um nicht zu viel zu verraten und die Spannung nicht zu verderben.

Zitat S.331: Ich glaube, ich werde leichtes Spiel mit dir haben.

Dieses Zitat lässt sich auf die ganzen 496 Seiten beziehen. Der Autor hatte tatsächlich leichtes Spiel mit mir. Von Seite 1 war ich in den Bann gezogen.

Der Schreibstil von Rainer Löffler hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Blutsommer lässt sich sehr flüssig lesen. Auch die Arbeit eines Fallanalytikers, im Englischen Profiler genannt, wird dem Leser verständlich gemacht, was ich äusserst spannend und aufregend fand.

Wer die Thriller von McFadyen mag, wird Blutsommer lieben. Ich für meinen Teil warte sehnsüchtig auf das nächste Buch von Rainer Löffler und werde sicherlich auch den nächsten Fall von Martin Abel verschlingen! Ein grandioser Auftakt, der von mir die Höchstwertung bekommt!







Kommentare:

  1. Das Buch kommt auf meine Wunschliste...und nicht nur, weil mein Arbeitskollege Martin Abel heißt! ;) *grins*
    Liebe grüße
    Martina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Gute Entscheidung! Ist ein super Thriller!

      Liebe Grüße
      Alex

      Löschen
  2. schöne Rezi! Gefällt mir wirklich gut! Meine Meinung ist ähnlich ;)

    lieben Gruß und schöne Weihnachtstage!

    AntwortenLöschen