Donnerstag, 16. Mai 2013

Rezension - Untat

Guido Rohm
Untat

Conte Krimi 36
140 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-941657-78-6
Preis 10,90 €

Direkt zur Bestellung:
http://www.conte-verlag.de/conte-krimi/rohm-untat

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kurzbeschreibung:

»Wir sind nervös. Natürlich. Das wären Sie doch sicherlich auch, wenn Sie sich in wenigen Minuten einem Verbrecher anvertrauen würden. Oder?«
Wie wird man zum Verbrecher? Zwei Journalisten heuern bei Oscar, einem »bösen Buben«, an und werden Augenzeugen einer Kindesentführung. Doch statt zu einer packenden Reportage entwickelt sich dieses Abenteuer zu einem Albtraum: Sind die Journalisten selbst Opfer – oder doch Täter? Ist Oscar ein Psychopath oder ein Aufschneider? Aus der vermeintlichen Distanz des Beobachters wird man hineingezogen in ein beängstigendes und brutales Geschehen.

Meine Meinung:



Zwei Journalisten ( wo kommen die her?) möchten sozusagen „live“ bei einer Entführung dabei sein und danach davon berichten (wo?). Oscar, ein Verbrecher ( oder doch nicht?) läd die Beiden ein,  bei einer von ihm geplanten Entführung, dabei zu sein…

Was mich fast wahnsinnig gemacht hat ist, dass es zwischen den beiden ( angeblichen?) Journalisten gar keine Dialoge gegeben hat. Auch zwischen Oscar und den Journalisten fand so gut wie keine Kommunikation statt, was mich darüber nachdenken ließ, ob es diesen Oscar überhaupt gibt/ gab, oder waren die „Journalisten“ gar nicht vorhanden?

Ich war auch hin-und hergerissen, ob das vielleicht alles nur ein Traum von dem/den Journalisten war. Fürchterlich störend empfand ich diese Wir-Erzählform. „Wir denken..Wir sehen…Wir träumen…“. Ziemlich schnell kam ich dann für mich persönlich zu dem Schluss, dass es DIE Journalisten gar nicht gibt sondern, wenn überhaupt nur einen, der wohl eine multiple Persönlichkeit sein muss, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass zwei völlig unterschiedliche Menschen genau das Gleiche träumen, genau zur selben Zeit zur Toilette müssen, oder  genau zur selben Zeit erbrechen müssen. Oft kamen mir die Journalisten auch wie Kinder und Oscar wie dessen Vater  vor, das Warum erspare ich mir jetzt, denn ich möchte ja nicht zu viel von der Handlung preisgeben.  

Auch kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass Menschen über schrecklichen Dinge, die zu Hauf in der Story geschehen, zusehen und dann einfach so weggehen um  zB. DVD`s einzukaufen. Der Autor greift natürlich das Thema Zivilcourage damit auf, jedoch war das Ganze dann für mich persönlich ein wenig zu übertrieben.

Fazit: eine Geschichte, die bestimmt von der Idee her nicht schlecht ist. Allerdings sind für mich zu viele Fragen, die ich in meiner Rezension schon zum Teil beschrieben habe, offen geblieben. 

Für das Bereitstellen des Rezensionsexamplares bedanke ich mich herzlich beim Conte Verlag und bei Blogg dein Buch

Kommentare:

  1. Ich hab mein Exemplar gerade durchgelesen und sehe das ähnlich wie du /bzw frage ich mich das selbe. Der gleiche Verdauungstrakt der Journalisten war dann doch eine Spur zu viel. Was ich gar nicht verstehe ist: sind das denn überhaupt Journalisten? Ich meine die beiden haben nicht einmal Widerworte eingelegt als Oscar zum Erpressen in die Stadt ist und die zwei zum Shoppen geschickt hat. Auch haben sie sich NIE Notizen zu irgendwas gemacht ( das hätte die ganze Sache schon glaubhafter gemacht ).
    Klar hat das letztlich sicher mit Schizophrenie zu tun, aber solche multiplen Persönlichkeiten sind doch dann immer unterschiedlich voneinander. Oscar und ein Journalist wäre ein gutes Beispiel. So könnte man sich erklären, dass immer nur Oscar schlimmes mit dem Mädel macht und die beiden dann nie im Raum sind. Aber sich einen zweiten Charakter erdenken der genauso ist wie man slebst? Wäre es ein Zwillingspaar gewesen - meinetwegen - aber so?

    Viel zu wenige Seiten für die Story. Mir persönlich bleibt da zu viel ungeklärt.


    liebe Grüße~

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    1. Ja, ich fand es schade, dass es leider nichts für mich war :( Vielleicht bin ich aber auch ganz einfach zu doof oder zu einfach gestrickt um das zu kapieren ;)

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  2. Ich fand, gerade diese offenen Fragen sind das Wichtige, was das Buch ausmacht. Man wird in eine Situation geworfen, die man nicht (be)greifen kann, man hat am Ende mehr Fragen als Antworten. Und wieso? Weil der Autor möchte, dass man für sich selbst eine Antwort findet.

    Meine Rezension findest du hier. Falls du mal reinschauen willst.

    Viele Grüße,
    Stefanie

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    1. Hallo Stefanie!

      ich finde es schön, dass Untat dir so gut gefallen hat!

      Ich hatte einfach etwas anderes erwartet. Es ist wirklich ungewöhnlich geschrieben aber ganz einfach nichts für mich gewesen.

      Trotdem finde ich es toll, dass es auch andere Meinungen gibt!

      Liebe Grüße
      Alex

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