Donnerstag, 30. Mai 2013

Rezension - Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

von Lauren Oliver
übersetzt von Katharina Diestelmeier

Taschenbuch
Einband Taschenbuch
Größe 12,00 x 18,70 cm
Seiten 448
Alter ab 14 Jahren

ISBN 978-3-551-31200-6

Carlsen Verlag







 

Inhalt

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie, aber bei mir war es nicht so. --

Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre?
Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten?
Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben. Stattdessen ist es ihr letzter ...

Meine Meinung

Es ist schwierig dieses wunderbare Buch zu rezensieren aber ich versuche es trotzdem.

Im Grunde geht es in dem Jugendbuch um Verantwortungsbewusstsein, um Gruppenzwang, um Mobbing, um Menschlichkeit, um Angst nicht dazuzugehören, darum einen Platz in seinem Leben und sich selbst zu finden. Wer bin ich eigentlich wirklich?

Samantha gehört zu einer Mädchenclique, die es sich mehr oder weniger zur Aufgabe gemacht hat, andere zu dissen ( sagt man doch heute so, oder?) wahrscheinlich nur, um von eigenen Fehlern und Misstritten abzulenken. Sie fühlen sich so erwachsen, begreifen aber nicht, dass eine kleine Tat, manchmal nur ein einziger Satz ausreicht um ein Leben zu zerstören und manche Dinge sind einfach nicht mehr gut zu machen.




Samantha stirbt ( ich will nicht schreiben wie und warum), bekommt aber eine zweite Chance, nein sogar sieben Chancen. Jeder Tag nach ihrem Tod ist wie der andere. Samantha bekommt die Gelegenheit Dinge anders zu machen. Ob das dann allerdings so richtig ist, steht auf einem anderen Blatt Papier.


Ich war beim Lesen teilweise wütend, weil das genau die Art Jugendlicher ist, mit der ich einfach nicht klarkomme. Diese Clique war mir so unsymphatisch, allen voran Lindsay und Sam, dass ich manchmal wirklich überlegt habe das Buch wegzulegen. Es wäre ein riesen Fehler gewesen! Sam und andere Charaktere machen in diesem Buch eine Wandlung durch, die mich Samantha immer symphatischer weden liess.

Ich habe mich teilweise sogar gefragt, ob solche Veränderungen tatsächlich möglich sind und so aus Feindschaft, tiefe Freundschaft werden könnte....

Es ist so schwer dieses Buch zu rezensieren, denn ich denke, dass viele die Geschichte ganz anders interpretieren als ich.


Was ist es eigentlich für ein Buch? Kein Thriller, keine Dystopie, keine Geistergeschichte, keine Liebesgeschichte, nein, dieses Buch hat eine Botschaft. Es war mir nicht möglich das Geschriebene einfach mal so runterzulesen und ich habe fast eine Woche für die 448 Seiten gebraucht, weil es mich so sehr beschäftigt hat. Dieses Buch macht nachdenklich, was Lauren Oliver ganz bestimmt damit bezweckt hat. Vor allem wird der Leser dann und wann persönlich von Sam angesprochen, was noch eindringlicher mahnt und dem Leser den Spiegel vorhält. Ich kann mir gut vorstellen, dass manche allerdings nicht sehen wollen, wer sie aus dem Spiegel anstarrt.


Ich hoffe, ich habe mit meiner Rezension nun niemanden verwirrt. Ich kann das nicht anders schreiben, weil ich meine, dass jeder Leser sich selbst Gedanken machen sollte, was denn nun dahintersteckt! Mit einer ganz klaren Leseempfehlung und einem Zitat von Lauren Oliver beende ich nun meine Rezension "Den Rest müsst ihr selbst herausfinden."



 

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