Mittwoch, 18. Dezember 2013

Rezension - Dünengrab

Dünengrab
Sven Koch



Taschenbuch

Knaur TB
01.08.2013

416 S.
ISBN: 978-3-426-51322-4








Kurzbeschreibung:

In dem kleinen Ort Werlesiel an der friesischen Küste verschwindet ein junges Mädchen nachts im dichten Seenebel. Femke Folkmer, Chefin der kleinen Polizeiinspektion, glaubt nicht an einen normalen Vermisstenfall. Aber auch die Schauergeschichte, die die Küstenbewohner sich erzählen, hält sie für eine Mär. Kriminalist Wolf verstärkt ihr Team. Doch statt der Vermissten finden die Ermittler den versteckten Friedhof eines Serienmörders …

Meine Meinung: 

Eine junge Frau verschwindet mitten in der Nacht. Femke Folkmer ist Polizeichefin in dem kleinen Ort Werlesiel und vermutet mehr, als nur einen Vermisstenfall. Schnell stellt sich heraus, dass Femke mit ihrer Vermutung recht behält und bekommt Tjark Wolf, einen Kriminalisten, zur Seite gestellt. Die Ermittler finden einen ungewöhnlichen Friedhof, der augenscheinlich das Werk eines irren Serienmörders ist.

Wer meint, dass die ostfriesische Küste verschlafen und langweilig ist, sollte unbedingt mal, den vom Autoren erfundenen Ort, Werlesiel kennenlernen. Dieser fiktive Ort ist weiß Gott mörderisch und von Langeweile keine Spur!

Sven Koch schafft einen Küstenort, den man sich bildlich wunderbar vorstellen kann. Mit Bewohnern, wie es sie eigentlich in jedem Ort geben könnte. Mit Femke Folkmer und Tjark Wolf betreten zwei Ermittler die Bühne, die überaus symphatisch sind. Der Traum Femke`s ist es, eines Tages bei der Kripo zu arbeiten und so lässt sie sich gerne von dem Kripobeamten Wolf an die Hand nehmen um von ihm das ein oder andere lernen zu können. Es hat mir sehr gut gefallen, dass der Autor darauf verzichtet hat, eine zickige Polizistin zu schaffen. Femke ist eine ganz normale Frau mit Träumen und Problemen und ich konnte mich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren. Auch Tjark Wolf ist ein Mann mit Ecken und Kanten und einer Vergangenheit die keineswegs überzogen dargestellt wird.

Eine Figur muss ich besonders hervorheben, weil ich beim Auftritt dieses Polizisten oft ein Schmunzeln im Gesicht hatte. Thorsten, ein Kollege Femke`s, hat mich so sehr an unseren (realen) Stadtsheriff in dem Ort an dem ich aufgewachsen bin, erinnert. Ich glaube diesen Schlag Mensch kennt wirklich jeder.

Mit dem Prolog hatte mich Sven Koch sofort ins Buch gezogen. Dieser Krimi ist überaus spannend und nach ungefähr der Hälfte würde ich sogar von nervenzerfetzend sprechen. Eigentlich war für mich bald klar, wer der irre Mörder ist. Eigentlich....

Der Autor hat Wendungen in seinem Krimi eingebaut, sodass ich überhaupt nicht mehr wusste, was denn nun Sache ist und so eigentlich nur von Thrillern kenne. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und so habe ich mich dabei erwischt, wie ich bis tief in die Nacht gelesen habe.

Das Ende setzt dem Krimi dann noch die Krone auf! Sven Koch führt die Ermittler und die Leser nach allen Regeln der Kunst an der Nase herum und löst den Krimi schließlich schlüssig, packend und furios auf!

Fazit: ein überaus spannender Krimi mit überraschendem Ende! Tolle Ermittler, von denen ich mir wünsche mehr zu lesen! Absolute Leseempfehlung!

Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich herzlich bei Drömer Knaur !








1 Kommentar:

  1. Dem kann man nur zustimmen: Es bleibt bis zur letzten Seite spannend! Auch auf eine Fortsetzung darf man gespannt sein.

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