Montag, 24. Februar 2014

Rezension - Töchter des Nordlichts

Töchter des Nordlichts
Christine Kabus

Bastei Lübbe
Taschenbuch, 559 Seiten
Ersterscheinung: 14.02.2014
ISBN: 978-3-404-16884-2













Kurzbeschreibung:

DURCH EIN JAHRHUNDERT GETRENNT, DURCH EINE GEMEINSAME GESCHICHTE VEREINT ...

Oslo, 2011. Nora ist Mitte dreißig, als sie den Namen ihres Vaters erfährt: Ánok, ein samischer Student, der damals plötzlich aus dem Leben ihrer Mutter verschwand. Nora spürt, dass sie ihr Glück erst finden wird, wenn sie in die Heimat ihres Vaters reist. Doch die Sami und ihre Kultur erscheinen ihr lange fremd. Bis sie auf den charismatischen Hundezüchter Mielat trifft ...

Finnmark, 1915: Mit neun Jahren endet das friedliche Nomadenleben des Sami-Mädchens Áilu: Auf der Wanderung zu den Sommerweiden wird sie von norwegischen Beamten verschleppt und in ein Internat gesteckt, wo sie zu einem zivilisierten Mädchen geformt werden soll. Tatsächlich verleugnet Áilu lange ihre Herkunft. Doch der Ruf ihrer Heimat lässt sich nicht für immer zum Verstummen bringen ...
»Es gibt Frauenromane zum Verlieben. Dies ist so einer!« FREIZEIT EXKLUSIV über IM LAND DER WEITEN FJORDE
»Ein wirklich ganz toller Roman voller Romantik, Freundschaft, Tragik und Wärme. Vor der wunderschönen Kulisse Norwegens, träumt der Leser den großen Traum der beiden Protagonistinnen mit. Sehr zu empfehlen!« LARISSA IMMEL, ALLITERATUS, über IM LAND DER WEITEN FJORDE







Meine Meinung:



Oslo 2011:

Nora ist Erzieherin in einem Kindergarten. Sie möchte endlich wissen, wer ihr Vater ist, den ihre Mutter ihr bisher verschwiegen hat. Nun möchte Bente, Nora´s Mutter, endlich ihr Schweigen brechen. Nora erfährt, dass ihr Vater ein Sami ist. Bente gibt Nora`s Drängen nach und begibt sich mit ihrer Mutter in den Norden Norwegens, wo die Geschichte mit Bente und ihrer großen Liebe Anouk begann. Nora erfährt endlich, was mit der Liebe ihrer Eltern geschehen ist und sieht sich mit Intrigen, Lügen und Ablehnung konfrontiert.

Finnmark 1915:

Àilu ist ein neunjähriges, sehr selbstständiges Sami-Mädchen. Sie ist glücklich mit sich und den wenigen Habseligkeiten ihrer Familie. Als sie mit ihrer Familie zu den Sommerweiden wandert wird das Mädchen von zwei Männern ihrer Familie entrissen und in ein Internat gebracht. Àilu spricht nur samisch, ihr wird ein norwegischer Name zugeteilt, den sie nicht lange verleugnen kann. Mit Erniedrigungen und körperlichen Züchtigungen versucht man Àilu das Samische auszutreiben. Bis Áilu eines Tages ihren Peinigern entfliehen möchte...


Christine Kabus hat mit den Hauptprotagonisten Nora und Àilu zwei wundervolle und authentische Charaktere geschaffen. Ich habe mit beiden mitgelitten und mitgehofft. Wunderschön waren die bildhaften Landschaftsbeschreibungen Norwegens. Schnell hatte ich das Gefühl mit Àilu über die schöne Landschaft Norwegens zu wandern.


Der Roman war für mich sehr spannend, lehrreich, unnwahrscheinlich emotional und ein kleines bisschen traurig. Der Schreibstil der Autorin ermöglicht es dem Leser schnell in das Norwegen von damals und heute einzutauchen.


Die Kapitel wechseln sich zwischen Nora und Àilu ab und die beiden Geschichten fügen sich Seite um Seite zusammen. Ich habe Àilu sehr bewundert, wie stark, selbstständig und geradlinig sie zu agieren versucht. Áilu hofft immer und immer wieder, dass ihr Vater sie suchen wird und sie wieder zu ihrer Familie zurückkehren kann. Dieser unbändige Glaube ermöglicht ihr die Erniedrigungen durchzustehen.

Auch Nora erfährt recht schnell Ablehnung aufgrund ihrer samischen Wurzeln. Die "neue" Familie die sie findet und kennenlernt stellt sie bald vor eine innere Zerreißprobe, denn nicht alle sind ihr wohlgesonnen.


Nun muss ich aufpassen, dass ich nicht zu viel verrate! Dieser Roman bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung! Lasst euch von Christine Kabus nach Norwegen entführen und wenn ihr dann noch mehr wollt empfehle ich den Vorgänger, "Im Land der weiten Fjorde", ebenfalls im Bastei Lübbe Verlag erschienen, zu lesen.

Ich jedenfalls bin im Anschluß der Lektüre von "Töchter des Nordlichts", gleich in den nächsten Buchladen gegangen und der erste Norwegenroman der Autorin liegt bei mir bereit! Ich freue mich schon sehr darauf, bald wieder literarisch nach Norwegen zu verreisen!


Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich herzlich bei Bastei Lübbe








Kommentare:

  1. Vielen Dank für dieses tolle Feedback, ich habe mich sehr darüber gefreut! :-)

    Hjertelig hilsen og lykke til fra
    Christine Kabus

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    1. Ich habe zu danken für dieses wundervolle Leseerlebnis! :)

      Liebe Grüße
      Alex

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  2. Liebe Alex, genau dieselben Gefühle hat das Buch auch in mir ausgelöst….ich bin ja sonst auch eher die Krimitante und habe bisher noch nie etwas in dieser richtung gelesen, aber ich konnte und wollte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen :-)
    LG

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    1. Es ist doch toll immer mal wieder neue Genres für sich zu entdecken, oder? :)

      Lieber Gruß
      Alex

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