Montag, 5. Mai 2014

Rezension - Das Mädchen mit dem Haifischherz

Jenni Fagan
Das Mädchen mit dem Haifischherz
Übersetzt von Noemi von Alemann

erschienen im März 2014

ISBN 978-3-88897-925-5

Kunstmann 











Kurzbeschreibung:

Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen ... 

Meine Meinung:

Die 15jährige Anais ist das, was man einen schwierigen Teenager nennt. Drogen und Schlägereien bestimmen ihren Alltag. Anais soll ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für Jugendliche gebracht werden, da ihr vorgeworfen wird eine Polizistin ins Koma geprügelt zu haben. Das Mädchen kann sich allerdings an nichts erinnern...

Ich habe mich mit der Geschichte um Anais und den anderen Jugendlichen, die sich im Panoptikum befinden, sehr schwer getan. Von Anfang an habe ich mich mit dem Schreibstil, den Jenni Fagan verwendet, nicht anfreunden können. Klar, dass sich schwer erziehbare Jugendliche nicht über blühende Landschaften unterhalten aber die ordinäre Sprache hat mich irgendwann nur noch genervt.

Anais hat sehr verwirrende Gedanken und ich hatte teilweise enorme Probleme zu folgen. Die Jugendliche war mir sehr unsymphatisch, sodass ich das Buch immer wieder zur Seite legen musste, weil ich mich teilweise wirklich nur noch mit der Story gequält habe. Interessant fand ich allerdings, wie sich die Jugendlichen untereinander zusammenraufen und sich sowas wie Freundschaft entwickelt.

Alles in allem wird dem Leser klar, dass Anais sich einfach nur nach Geborgenheit sehnt. Sie hat keinen, der ihr zur Seite steht, was mich wiederum traurig gemacht hat.

"Das Mädchen mit dem Haifischherz" ist kein Buch, was man so nebenbei lesen kann, Obwohl mich die Story nicht wirklich gefesselt hat, hallt sie nach und macht nachdenklich.


1 Kommentar:

  1. Ich habe meine Rezi zu diesem Buch vorhin auch veröffentlicht und stimme dir in vielem zu. Vor allem die Ausdrucksweise hat auch mir zu schaffen gemacht. Trotz allem konnte ich mit Anais mitfühlen. Keine leichte Lektüre!

    Liebe Grüße,
    Kathi

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