Montag, 16. Juni 2014

Rezension - Blutige Mondscheinsonate

Blutige Mondscheinsonate
Elke Schwab

Münster: Solibro Verlag
1. Aufl. 2014 [subkutan Bd. 5]
ISBN 978-3-932927-85-0
TB; 12 x 19 cm
384 Seiten
12,80 Euro (D)
Originalausgabe

Erscheinungstermin: 6.5.14






Kurzbeschreibung:

Eine tote Frau im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken sorgt für Aufsehen. Weitere Morde an jungen Frauen lassen auf einen äußerst raffinierten Ritualmörder schließen, der die Kommissare Baccus und Borg bei ihren verdeckten Ermittlungen in Atem hält, denn der Täter scheint auf alles vorbereitet zu sein ....

Eine tote Frau im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken sorgt für Aufsehen. Besonders, weil sie bei einer Touristenführung der Stadtverwaltung Saarbrücken an einem sonnigen Sonntagmorgen entdeckt wird. Dabei anwesend sind nicht nur Gartenfreunde und Kulturinteressierte, sondern auch die Presse. Ein großes Problem für die Stadtbediensteten, deren Bestreben es ist, Fördergelder der EU einzutreiben. Sie wollen den Deutsch-Französischen Garten um einen kostspieligen Spielplatz erweitern, womit sie sich einen neuen Aufschwung dieser Parkanlage versprechen. Alle Versuche, die Öffentlichkeit von dem Mord abzulenken, schlagen fehl. Als fühlte sich der Täter dadurch herausgefordert, mordet er weiter. Seine Opfer sind junge Frauen, die immer bei öffentlichen Anlässen gefunden werden.
Welches Ziel verfolgt der Täter?

Lukas Baccus und Theo Borg müssen in diesem Fall zunächst vom Schreibtisch aus ermitteln und können weder Motiv noch einen Verdächtigen ermitteln. Nachdem sich die Ermittlungen erfolglos hinziehen, beschließt der Amtsleiter, die beiden Kommissare verdeckt in der Parkanlage ermitteln zu lassen, damit das Töten ein Ende hat.
Doch der Täter scheint auf alles vorbereitet zu sein …

Der dreizehnte Krimi der Saarländerin Elke Schwab ist der vierte Teil der Krimireihe mit Lukas Baccus und Theo Borg. Die beiden übermütigen Kriminalkommissare klären mit lockeren Sprüchen spektakuläre Fälle auf.

Meine Meinung: 

"Blutige Mondscheinsonate" ist bereits der vierte Fall des Ermittlerduos Bacchus und Borg. Ich hatte allerdings mit dem Krimi das erste Mal das Vergnügen mit den beiden schlagfertigen Ermittlern.

Im deutsch-französischen Garten in Saarbrücken wird eine weibliche Leiche entdeckt. Bacchus und Borg wurden in den Innendienst versetzt und bedauern, nicht bei dem Ausseneinsatz dabei sein zu können. Auf den Fall angesetzt werden Monika Blech und die nicht gerade beliebte Andrea Peperding. Die beiden Ermittlerinnen nehmen auch recht schnell den verdächtigen Täter fest. Während der Inhaftierung des Verdächtigen geschieht aber ein weiterer Mord im DFG und so stellt sich abermals die Frage nach dem Täter und dem Motiv.

Wie ich bereits geschrieben habe war "Blutige Mondscheinsonate" der erste Bacchus und Borg-Krimi, den ich gelesen habe. Ich hatte keine großen Schwierigkeiten in die Story zu finden, was ansich schon mal ein Pluspunkt gibt! Elke Schwab baut Spannung auf, die durchweg besteht und sogar noch gesteigert wird. 

Gut gefallen hat mir der zwischenmenschliche Aspekt. Ich merkte, dass Bacchus und Borg ein eingespieltes Team sind, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt. Die beiden Ermittlerinnen Blech und vor allem Peperding war mir unglaublich unsymphatisch, keine Frau, der ich im realen Leben begegnen möchte.Genau das macht wiederum Lucas Bacchus und Theo Borg für mich so symphatisch, warteten sie doch genauso wie ich, dass die beiden Frauen einen Fehler machen.

Phoenix, der schon im Prolog auftaucht, ist an Abgerühtheit kaum zu übertreffen. Geschickt lockt er junge Frauen, die teils recht naiv sind, in die Falle und ermordet sie auf bestialische Art und Weise. Da die Frauen im DFG gefunden werden und die Verantwortlichen auf Fördergelder hofft, versuchen diese natürlich ganz schnell zur Normalität überzugehen, währen Bacchus und Borg undercover über das Motiv rätseln.

"Blutige Mondscheinsonate" war ein Krimi, der mir sehr gefallen hat und genau nach meinem Geschmack war. Allerdings muss ich bedauern, dass ich die beiden symphatischen Ermittler erst jetzt für mich entdeckt habe, was aber nicht heißen muss, dass das so bleiben wird!



































1 Kommentar:

  1. Der Adrenalinspiegel wird bei diesem Krimi schnell hoch getrieben. Erfreulich die pharmakologischen und psychologischen Recherchen, die die Autorin hier gemacht hat.

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