Mittwoch, 30. Juli 2014

Rezension - Blind Walk

Blind Walk
Patricia Schröder

Bestellnummer: 61749
ISBN: 978-3-649-61749-5
Verlag: Coppenrath Verlag
ab 14 Jahre
Seiten: 448
Format: 14,2 x 21 cm
Hardcover mit Schutzumschlag
Einband: und Quelllack

Coppenrath






Beschreibung:

Als die 17-jährige Lida Donelley zusammen mit ihrem Freund Jesper an einem sogenannten „Blind Walk", einem Event aus dem Internet, teilnimmt, rechnet sie mit nicht mehr als ein bisschen Nervenkitzel. Zusammen mit fünf anderen Jugendlichen werden Lida und Jesper mit verbundenen Augen in der Wildnis ausgesetzt, ausgestattet mit einem Kompass und ein paar wenigen Gegenständen. Doch von Anfang an ist die Stimmung in der Gruppe hochexplosiv. Die Situation droht zu eskalieren, als die Jugendlichen nach kurzer Zeit die Leiche einer der Männer finden, die sie in den Wald gebracht haben. Lida beschleicht das unheimliche Gefühl, dass sie beobachtet werden. Schon bald wird dieser erste Verdacht zur bösen Gewissheit: Irgendjemand da draußen macht Jagd auf sie. Und der Jäger scheint es dabei vor allem auf sie, Lida, abgesehen zu haben.

Meine Meinung:

Die 17jährige Lida Donelly überredet ihren Freund Jesper sie zu einem Event, dass im Internet angeboten wird, dem sogenannten "Blind Walk", mitzunehmen. Jesper ist alles andere als begeistert, stimmt dem aber zu. Schon die Fahrt zu dem Ort des Geschehens ist merkwürdig und die anderen Teilnehmer, allesamt Jugendliche, sind Lida alles andere als symphatisch. Als die Grupper losgeht, entdecken sie wenig später die Leiche des Mannes, der sie zu dem Ort gebracht hat. Lida nimmt an, dass sie beobachtet wird und in der Gruppe wächst das Misstrauen.

Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt. Zum einen ist da Lida und auf der anderen Seite ein Junge namens Sten. Dieser liegt im Koma und anfangs war mir nicht klar, wie dieser Junge in die Geschichte passt. Allerdings fügt sich im späteren Verlauf alles zusammen und den Leser erwartet eine ungewöhnliche Wendung.

Die anderen Jugendlichen, die am "Blind Walk" teilnehmen, erschienen mir teilweise etwas mysteriös, was die Story umso spannender für mich gemacht hat. Isabel hat es mir sehr angetan, denn es war mir lange Zeit absolut nicht möglich diese Protagonistin einzuschätzen. Die Gruppe setzt sich aus den unterschiedlichsten Charakteren zusammen. Wie im richtigen Leben sieht sich Lida mit symphatischen und weniger symphatischen Menschen konfrontiert mit dem einen Unterschied, dass sie als Team funktionieren müssen, wollen sie dem Wald entkommen.

Im weiteren Verlauf nimmt die Story einen höchst ungewöhnlichen Verlauf, der ein bisschen ins Paranormale abdriftet, was aber nicht weniger spannend ist. Im Gegenteil, die Seiten flogen nur so dahin und viel zu schnell war ich durch. Sehr gut gefallen hat mir das Thema Organspende, mit dem sich kritisch auseinandergesetzt wird und bestimmt den ein oder anderen zum Nachdenken anregt, was ganz gut so ist!

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es zum Ende der Geschichte ziemlich unglaubwürdig wird, was ich allerdings gerne verzeihe, denn ich hatte durchweg ein rasantes uns spannendes Lesevergnügen.
 
Wer spannende und mysteriöse Geschichten mag, wird "Blind Walk" verschlingen. Allerdings sollte man nicht allzu viel Realismus erwarten. Wer sich damit anfreunden kann, sei  "Blind Walk" wärmstens ans Herz gelegt!


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