Montag, 28. Juli 2014

Rezension - Heilbronn 37°

Henrike Spohr
Heilbronn 37°


Kriminalroman

Broschur

13,50 x 20,5
256 Seiten
ISBN 978-3-95451-365-9
Euro 9,90 [D] , 10,20 [AT]

Emons






Kurzbeschreibung:

Drückende Hitze liegt über Süddeutschland. Tamara arbeitet wie eine Besessene an den Bildern für ihre erste Ausstellung. Doch mit jedem Tag wird das Gefühl, beobachtet und verfolgt zu werden, stärker, denn in ihrer Vergangenheit lauert eine dunkle Bedrohung: »Irgendwann, wenn du nicht daran denkst, werde ich zu dir kommen!« Doch dieses Mal will Tamara kein wehrloses Opfer sein . . .

Meine Meinung:

Ein wahrhaft heißer Sommer in Deutschland. Tamara ist Künstlerin und bald ist es an der Zeit für ihre erste Vernissage. Tamara hat in ihrer Kindheit schreckliches erlebt und bald ist sie sicher, dass sie beobachtet wird...

Ich bin zu dem Buch gekommen wie die Jungfrau zum Kinde und bin froh, dass ich es lesen durfte! Auf dem Cover steht zwar Kriminalroman, für mich ist es allerdings viel mehr ein Psychothriller.

Die Story wird aus der Sicht von zwei Frauen erzählt. Zum einen ist da Tamara, die sich ihren Traum erfüllen möchte mit ihren Bildern Geld zu verdienen und hart für ihr Ziel arbeitet. Der Leser weiß zwar, dass Tamara etwas schreckliches geschehen ist, wird aber erstmal im Unklaren gelassen, was genau passiert ist. Tamara hat öfter in den unterschiedlichsten Situationen Flashbacks auf das Geschehene und so wird dem Leser das Grauen, das Tamara erlebt hat, Stück für Stück nahe gebracht.

Auf der anderen Seite ist da Anna.Verheiratet mit einem Rechtsanwalt, gut betucht und eigentlich könnte alles wunderbar sein. Anna hat teilweise Angst vor ihrem Ehemann und auch mir schien er bedrohlich.Ihr Mann scheint Geheimnisse vor Anna zu haben und diese versucht dem auf die Spur zu kommen.

Es ist schwierig von der Story zu berichten, denn alles was ich schreiben würde, könnte zu viel verraten. Henrike Spohr versteht es falsche Fährten zu legen. Das Buch ist durchweg spannend und ich konnte es nicht erwarten endlich die Auflösung zu erfahren. Wie das bei Psychothrillern aber so ist, könnte der Leser mit Vermutungen öfter mal falsch liegen. Das ist es, was ich an Psychothriller so liebe und die Autorin hat mir wunderbar spannende und auch gruselige Lesestunden beschert.

"Heilbronn 37°" lässt den Leser in menschliche Abgründe blicken. Abgründe, bei denen man sprachlos ist, die Augen gerne verschliessen möchte, aber immer wieder hinschauen muss. Ich litt mit Tamara und auch mit Anna, konnte mich gut in die Protagonisten versetzen und habe einfach nur gehofft, dass es ein einigermaßen versöhnliches Ende für die Protagonisten nimmt.
 "Heilbronn 37°" lässte dem Leser Raum für eigene Interpretationen, sodass das Kopfkino auf Hochtouren läuft.

Alles in allem hat mir das Debüt von Henrike Spohr sehr gut gefallen und so hoffe ich, dass es in Zukunft mehr von der Autorin zu lesen gibt!




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