Montag, 30. März 2015

Rezension - Denn es wird kein Morgen geben

Angélique Mundt
Denn es wird kein Morgen geben
Kriminalroman


Originalausgabe

Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74631-6
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: btb Erscheinungstermin: 9. März 2015







Kurzbeschreibung:

Als der beliebte Feuerwehrmann Martin König verschwindet, wird Psychotherapeutin Tessa Ravens vom Kriseninterventionsteam gebeten, sich um die Frau des Vermissten zu kümmern. Schnell findet Tessa heraus, dass dahinter Explosives steckt: König verschwand nach einem heftigen Streit mit seiner Frau. Die hatte auf seinem PC Fotos der gemeinsamen Tochter gefunden. Fotos, die ein Vater nie von seiner Tochter machen sollte. Dann wird Martin König tot aufgefunden. Hauptkommissar Koster übernimmt die Ermittlungen, ohne zu wissen, dass auch Tessa in den Fall involviert ist. Seit ihrer kurzen Affäre vor über einem Jahr herrscht Funkstille zwischen den beiden. Nun müssen sie sich zusammenraufen, in einem Fall, der beide bis an ihre Grenzen bringt.

Meine Meinung:

Nach einem Streit mit seiner Ehefrau verschwindet der Feuerwehrmann Martin König. Die Psychotherapeutin Tessa Ravens wird gebeten, sich um dessen Tochter und Ehefrau zu kümmern. Tessa erfährt, dass König`s Ehefrau auf dessen Computer Fotos der gemeinsamen Tochter gefunden hat, die weit über normale Schnappschüsse rausgehen. Kurz darauf wird Martin König tot aufgefunden und Hauptkommissar Koster übernimmt die Ermittlungen. Koster fällt aus allen Wolken, als er erfährt, dass auch Tessa, die schon vor über einem Jahr an einem Fall mit ihm zusammengearbeitet hat, in dem Fall involviert ist. Da die beiden seit dieser Zeit keinerlei Kontakt mehr hatten, müssen sie sich erstmal wieder zusamenraufen.

Endlich, endlich durfte ich wieder von Tessa Ravens und Torben Koster, den beiden symphatischen Ermittlern, lesen. Nach dem Debüt, "Nacht ohne Angst" von Angelique Mundt, war mir klar, dass ich auch den zweiten Fall verfolgen muss.

Wie schon in Bd. 1, gelingt es der Autorin einmal mehr, den Leser schnell ans Buch zu fesseln, was nicht zuletzt an den perfekt ausgearbeiteten Protagonisten liegt. Der Leser bekommt wieder Einblick in die Arbeit der Psychotherapeutin Tessa Ravens, die Mitglied des KIT ( KrisenInterventionsTeam) ist und neben der eigentlichen Story noch einen zweiten Fall behandelt, der nicht weniger spannend ist.

Torben Koster wird als sehr guter Ermittler aber auch als verletzlicher Mann dargestellt, der Ehe-Probleme hatt(e) und relativ unsicher im Umgang mit Tessa ist. Alte Gefühle wallen wieder auf und bald wird ihm klar, dass Tessa ihm immer noch sehr viel bedeutet. Stellt sich nur die Frage, ob das andersrum auch so ist....

Dann ist da noch mein absoluter Liebling! Torben Koster`s Kollege Liebetrau, der passenderweise den Spitznamen "Liebchen" weg hat! Wie schon in Bd. 1, war mir dieser Charakter wieder sehr schnell ans Herz gewachsen. Auch Paul Nika, Tessa`s Kollege aus der Klinik und Sascha, Tessa´s Bruder, sind wieder mit von der Partie, worüber ich mich sehr gefreut habe. Es gibt nicht einen Protagonisten, der mir unsymphatisch ist und so war es irgendwie wie wieder nach Hause kommen.

Die Story um den toten Martin König, dessen Ehefrau Elisabeth und der kleinen Tochter Amelie, ist von Seite 1 an spannend aufgebaut. Die Verzweiflung der Ehefrau, die sich die Schuld am Verschwinden ihres Mannes gibt und die Erkenntnis, dass ihr Ehemann mutmaßlich ihre gemeinsame Tochter missbraucht hat ist authentisch geschrieben und war für mich eindrücklich spürbar.

Die Autorin baut hier einen Krimi auf, der den Leser geschickt auf falsche Fährten lockt. Was haben König`s Kameraden in der Feuerwache zu verbergen? Wie steht es um gemeinsame Freunde des Ehepaars? Amelie schweigt, denn sie hat mit ihrem toten Vater ein Geheimnis, das um keinen Preis erzählt werden darf. Das alles deutet auf schwierige Ermittlungen hin. Gerade Tessa hat ein persönliches Interesse dem kleinen Mädchen und ihrer Mutter zu helfen und setzt dabei Himmel und Hölle in Bewegung.

Angelique Mundt versteht es den Leser Einblicke in die Arbeit einer Psychotherapeutin zu geben, die unwahrscheinlich interessant und sehr fesselnd sind. Der zweite Fall der Psychotherapeutin, der in dem Buch behandelt wird, hat mich sehr gepackt und ich habe mitgefiebert und mit dem Patienten mitgelitten, denn seine Probleme liegen in einem psychologischen Problem, welches ich mir für mich oder meinem engesten Umfeld noch nicht mal vorstellen mag.

Das dramatische Ende des Krimi`s hat mich fassungslos gemacht und ich wäre im Leben nicht auf diese Auflösung gekommen!

Jetzt habe ich aber genug zur Story erzählt! Wenn jemand mit der Reihe von Angelique Mundt um das Ermittlerduo Koster/Ravens beginnen mag, empfehle ich mit Band 1, "Nacht ohne Angst" zu starten. Band 1 und Band 2 sind zwar beide in sich abgeschlossen, jedoch geht die Autorin in "Denn es wird kein Morgen geben" sehr auf die Ereignisse, die sich im ersten Band abgespielt haben, ein.

Ich freue mich eine weitere Reihe für mich entdeckt zu haben und noch mehr freue ich mich, wenn ich Band 3, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt, in den Händen halten darf!

Krimifans werden bei der Lektüre voll auf ihre Kosten kommen und deshalb gibt`s von mir eine absolute Leseempfehlung!

Kommentare:

  1. Das hört sich klasse an, ich werd dann mal mit Band 1 anfangen.. L.G. Annette

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    1. Du wirst es nicht bereuen! Viel Spaß damit! :)

      Lieber Gruß
      Alex

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  2. Also ich kann mich da der Rezensentin nur anschließen. Beide Bücher sind auf meiner Liste vorgemerkt. Und ganz so lange werde ich mit dem Kauf auch nicht warten, wenn band 3 schon bald auf dem markt kommt.
    L.G Silvia B. aus B.

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