Dienstag, 24. März 2015

Rezension - grabestreu

Colette McBeth
grabestreu

Thriller


Originaltitel: The Life I left behind
Originalverlag: Headline Review, London 2014
Aus dem Englischen von Fred Kinzel


Deutsche Erstausgabe

Taschenbuch, Klappenbroschur, 480 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-38349-8
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Blanvalet Erscheinungstermin: 19. Januar 2015



Kurzbeschreibung:

Vor fünf Jahren wurde Melody Pieterson von einem Unbekannten überfallen und entkam nur knapp dem Tod. Seitdem hat sie alle Erinnerungen an ihr altes Leben begraben und sich eine neue Identität aufgebaut. Ihr Angreifer ist hinter Gittern, in vier Wochen wird sie heiraten. Ihr Leben scheint fast normal. Doch dann entdeckt die Polizei die Leiche einer Frau, am gleichen Ort, an dem der Täter damals Melody zurückließ. Als wie vor fünf Jahren eine Kette mit einem kleinen goldenen Vogelkäfig am Tatort gefunden wird, muss Melody erkennen: Ihr Peiniger war die ganze Zeit auf freiem Fuß. Und der Albtraum ist noch nicht vorbei …

Meine Meinung:

Ein Spaziergänger entdeckt die Leiche einer jungen Frau. Eve Elliot wurde brutal ermordet.

Zur gleichen Zeit versucht sich die junge Frau Melody Pieterson ein neues Leben aufzubauen. Nachdem sie fünf Jahre zuvor nur knapp dem Tod entgangen war und ihr Angreifer im Gefängnis sitzt. Allerdings erfährt Melody, dass sich der Mord an Eve und der Angriff, der auf sie verübt wurde, sehr gleicht. Wurde damals der Falsche zur Rechenschaft gezogen?

Die ersten Seiten des Thrillers sind sehr spannend und ich war neugierig was mich noch erwarten würde. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich mich sehr schwer mit "grabestreu" getan habe.

Ich bekam überhaut keinen Zugang zur Story und die Geschichte war mir teilweise wirklich zu langatmig. Ich bin auch mit den Protagonisten einfach nicht warm geworden. Erst ab ca. der Hälfte wurde die Story für mich spannender und natürlich wollte ich dann auch wissen, wer der Täter im Enddeffekt war. Die falschen Fährten, die Colette McBeth gelegt hat, haben mir wirklich gut gefallen aber ich lag mit meiner Tätervermutung gar nicht so falsch.

Was sehr ungewöhnlich war aber mir wiederum gefallen hat, sind die Mystery-Elemente, die die Autorin eingebaut hat. Ich habe noch nie einen Thriller aus der Sicht einer Ermordeten gelesen und ich habe mich sehr gerne darauf eingelassen, was ein weiterer Pluspunkt für "grabestreu" ist.

Alles in allem hat mir die Spannung ein bisschen gefehlt. Ich hatte nicht das Bedürfnis unbedingt weiterlesen zu müssen und konnte das Buch auch ohne Probleme mal liegen lassen. Ich hatte nach dem Lesen des Klappentextes einfach was anderes erwartet. Für einen Thriller war mir "grabestreu" einfach nicht spannend genug.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen