Sonntag, 6. September 2015

Im Autorenleben von...

Angelique Mundt

Auf das heutige Autorenleben freue ich mich ganz besonders. Heute möchte ich euch gerne Angelique Mundt und ihre Krimis etwas näher vorstellen. beide Bücher haben mich absolut überzeugt und ich kann es gar nicht abwarten, bis ich endlich Band 3 in den Händen halte.



©Michael Holz


Angélique Mundt ist Psychotherapeutin und lebt in Hamburg. Nach ihrem Studium der Psychologie arbeitete sie lange in der Psychiatrie, bevor sie sich 2005 als Psychotherapeutin mit einer eigenen Praxis selbstständig machte. Sie arbeitet ehrenamtlich im Team der DRK-Krisenintervention und leistet dort "Erste Hilfe für die Seele". Um belastende Ereignisse zu verarbeiten, hat Angélique Mundt angefangen, ihre Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Und so entstand nach und nach die Idee, eine Krimiserie zu entwerfen.

Nacht ohne Angst war der Start der Krimireihe um die Psychotherapeutin Tessa Ravens und Kriminalhauptkommissar Torben Koster. "Meine Protagonistin Tessa Ravens, eine couragierte Therapeutin, muss sich immer wieder neu mit den schwierigen Seiten unseres Inneren auseinandersetzen. Sie ist schön, klug und alles, was man sich wünschen kann. Doch das hilft ihr nichts in der Psychiatrie. Sie versucht in diesem Irrsinn, diesem schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Normalität, zwischen Schuld und Scham, ihre Menschlichkeit zu bewahren. Sie ist nicht immer stark, aber sie verliert nie den Glauben an das Gute. Und das tröstet mich."
Denn es wird kein Morgen geben heißt der zweite Band (2015)


Die Bücher 





Angélique Mundt
Nacht ohne Angst

Kriminalroman


Originalausgabe

Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74626-2
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: btb







Kurzbeschreibung:

In der Hamburger Universitätspsychiatrie wird eine Patientin erhängt aufgefunden. Die zuständige Therapeutin Tessa Ravens kann nicht glauben, dass es sich um Selbstmord handelt. Als eine weitere Patientin brutal ermordet wird, scheint sich ihre Befürchtung zu bestätigen. Und auch Hauptkommissar Torben Koster merkt schnell, dass er hier mit gewöhnlichen Ermittlungsmethoden nicht weit kommt. An Verdächtigen mangelt es nicht, doch welchen Aussagen kann man wirklich trauen und was davon ist paranoide Wahnvorstellung? Er ist auf Tessas Unterstützung angewiesen, doch die Suche nach dem Mörder wird für beide zur Zerreißprobe …




Angélique Mundt
Denn es wird kein Morgen geben
Kriminalroman

Originalausgabe

Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74631-6
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: btb








Kurzbeschreibung: 

„Denn es wird kein Morgen geben“ ist, nach „Nacht ohne Angst“, der zweite gemeinsame Fall für die Hamburger Psychotherapeutin Tessa Ravens und Kriminalhauptkommissar Torben Koster: Als der beliebte Feuerwehrmann Martin König verschwindet, wird Psychotherapeutin Tessa Ravens vom Kriseninterventionsteam gebeten, sich um die Frau des Vermissten zu kümmern. Schnell findet Tessa heraus, dass dahinter Explosives steckt: König verschwand nach einem heftigen Streit mit seiner Frau. Die hatte auf seinem PC Fotos der gemeinsamen Tochter gefunden. Fotos, die ein Vater nie von seiner Tochter machen sollte. Dann wird Martin König tot aufgefunden. Hauptkommissar Koster übernimmt die Ermittlungen, ohne zu wissen, dass auch Tessa in den Fall involviert ist. Seit ihrer kurzen Affäre vor über einem Jahr herrscht Funkstille zwischen den beiden. Nun müssen sie sich zusammenraufen, in einem Fall, der beide bis an ihre Grenzen bringt.



DIE zehn Fragen 






1. Fallen die ersten Sätze schwer, die du für ein neues Buch schreibst? 

 Nein, ich achte gar nicht darauf. Ich muss erst mal in den Text hineinfinden. Wenn die Melodie stimmt, ändere ich den Einstieg in das Buch vielleicht wieder. Genauso geht es mir mit den letzten Sätzen. Die entstehen irgendwann in der Mitte des Prozesses. Das Gute ist dann aber, dass ich auf diesen Satz hin schreiben kann.

2. Fühlst du mit deinen Protagonisten?


   
Ja, unbedingt. In den konkreten Szenen provoziere das sogar. Wie fühlt Tessa sich, wenn das Kind sie fragt: „wie geht sterben?“ Wenn ich das spüren kann, weiß ich, wie Tessa antwortet. Für den Verlauf des Romans überlege ich nicht nur eine Handlungsentwicklung, sondern auch Gefühlsentwicklung. Blöd, wenn ich also eine Lieblingsfigur in Schwierigkeiten bringe ... dann leide ich auch.



 
 3. Der Tag des Erscheinungstermins - schläfst du in der Nacht zuvor gut?
   
Am Erscheinungstag habe ich alle Krisen schon hinter mir. Wenn die Druckfahnen vor mir liegen ist es am Schlimmsten. Hätte ich nicht das Kapitel von hinten an den Anfang nehmen sollen? Den einen Erzählstrang kürzen und dafür den anderen ausführlicher erzählen? Die Liebesszene raus und dafür eine andere rein. Ich hatte da doch mal einen Teil geschrieben ... wo ist der denn? Der passt doch viel besser. Usw. usf. Wie Senkwehen. Das Kind kommt – aber noch nicht gleich. Ich leide Höllenqualen und möchte um Verschiebung des Erscheinungstermins bitten, betteln, flehen. Dabei darf ich in den Druckfahnen möglichst nichts mehr ändern, soll nur Korrekturlesen! Es ist zu spät! Schlafen? Wie kann man in dieser Not schlafen?

4. Hast du Lampenfieber vor einer Lesung?    

Sehr, denn Lesungen laufen jedesmal anders. Die Atmosphäre spielt eine wichtige Rolle. Fühlen sich alle wohl? Bekomme ich einen Draht zum Publikum. Entdecke ich ein freundliches Gesicht im Auditorium oder gucken alle grimmig? Wenn ich merke, dass es gut läuft, entspanne ich mich und kurz bevor alles schon wieder vorbei ist, fängt es dann an mir Spaß zu machen.

5. Schreibblockade – wie gehst du damit um oder kennst du das gar nicht?
   
Das kenne ich nicht. Da ich viel zu wenig Zeit zum Schreiben habe, produziere ich immer etwas, wenn ich mich hinsetze. Nicht immer das, was ich eigentlich wollte und auch nicht immer Gutes. Aber ich produziere. Und damit lässt sich dann weiterarbeiten. Im besten Fall bin ich zufrieden und die Szene ist gut umgesetzt. Im schlimmsten Fall lösche ich alles wieder und weiß, wie es nicht funktioniert.


6. Was war der Auslöser dafür, dass du dich ans Schreiben deines ersten Buches gesetzt hast?    

Ich habe häufig Erlebnisse aus der Therapie oder aus meinen Einsätzen für die Polizei aufgeschrieben. Für mich ist es eine Art Psychohygiene, meinen Gefühlen und dem Erlebten, Sprache zu geben, Worte zu finden. Daraus entwickelte sich dann die Idee, mehr daraus zu machen. Es hat aber ein paar Jahre gedauert, bis ich einen Roman fertig hatte. Ich habe es zunächst nicht wirklich ernst genommen.


7. Hast du Einfluss auf den Klappentext und das Cover?
   
Grundsätzlich schon. Allerdings bin ich in einem fantastischen Verlag dem ich sehr vertraue. Ich bekomme die ersten Vorschläge vom Cover überhaupt nicht zu sehen. Erst wenn mein Verlag zufrieden ist, werde ich in die Entscheidung einbezogen.


8. Wenn ein Buch von dir verfilmt wird/werden würde, dann ...    

Dann wäre ich überglücklich – und total verzweifelt. Ein Film wäre natürlich der absolute Knaller. Aber ... was, wenn das Drehbuch nicht mehr meinem Buch entspricht, die Hauptdarsteller mir nicht gefallen, der Ton des Buches nicht getroffen wird ...? Kurzum, ich hätte so viele Sorgen, dass ich ganz verzweifelt wäre. Wohl oder übel müsste ich lernen loszulassen.

9. Das bisher schönste Kompliment, das dir ein Leser zu einem deiner Bücher gemacht hat?    

Als mir ein Leser bestätigt hat, dass ihn meine „feinsinnige Schilderung der Emotionen“ im Innersten berührt hat.

10. Du schreibst deine Biographie. Der Titel wäre ...
 
„Die Frau mit den drei Leben“ 


Herzlichen Dank, liebe Angelique Mundt!  Diese Anmerkung muss jetzt noch sein: Ich fiebere auf Band 3 ( Liebchen und so ;) )

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