Dienstag, 15. September 2015

Rezension - Sie muss sterben

Susan Crawford
Sie muss sterben

Roman


Originaltitel: The Pocket Wife
Originalverlag: William Morrow
Aus dem Amerikanischen von Irene Eisenhut

Paperback, Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-29169-0
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Diana





Kurzbeschreibung:

Fürchtest du dich manchmal vor dir selbst?
Dana erwacht mit pochenden Kopfschmerzen. Von draußen blitzen Lichter durchs Fenster. Polizei und Notärzte blockieren die Straße. Ihre Nachbarin Celia ist tot – ermordet. Und Dana war kurz vorher bei ihr. Die beiden Frauen hatten ein paar Gläser Wein getrunken – und sich gestritten, so berichten die Anwohner. Doch daran kann Dana sich nicht erinnern. Auch nicht, wie sie zurück nach Hause gekommen ist. Panisch versucht sie, die Ereignisse zu rekonstruieren. Als dann Drohbriefe in ihrer eigenen Handschrift auftauchen, beginnt selbst ihr Mann an ihrer Unschuld zu zweifeln. Was ist an jenem Nachmittag geschehen? Und musste Celia deshalb sterben?

Meine Meinung:

Dana wacht eines morgens mit fürchterlichen Kopfschmerzen auf. Sie sieht Notärzte und Polizei vor dem Haus ihrer Nachbarin Celia, die tot aufgefunden wird.  Dana war kurz bevor der vermeintliche Mord an Celia geschehen ist bei ihr, kann sich allerdings an nichts mehr erinnern.

Sie beginnt nachzuforschen, was an diesem Tag geschehen ist und ob sie was mit dem Tod Celias zu tun hat. Plötzlich tauchen Drohbriefe in Danas Handschrift auf...

Dana ist ein sehr schwerer und rätselhafter Charakter. Im Laufe der Geschichte wurde sie mir immer unsymphatischer und, wie Danas Mann war auch ich der Meinung, dass sie sich unbedingt untersuchen lassen sollte. In Rückblicken erfährt der Leser mehr aus Danas jüngerem Leben und so taucht immer wieder eine Figur, denn Dana den Dichter nennt und mit dem sie in einer Art Wohngemeinschaft gelebt hat, auf. Sehr rätselhaft, dieser Dichter...

Dana hatte vorher schon psychische Probleme, die nach dem Tod ihrer Nachbarin wieder aufzubrechen drohen. Auch ihr Mann, der ein Ekelpaket sondergleichen ist, ist ihr keine große Hilfe. So begleitet der Leser eine zutiefst unglückliche, einsame und von allen alleingelassene Frau, die langsam aber sicher verrückt wird. Dana ist allerdings auch ungewöhnlich offen, so erzählt sie einer Bedienung eines Diners Dinge, die meiner Meinung nach, nicht fremden Personen erzählt werden sollten. So konnte ich mich wenig bis gar nicht in Dana hineinversetzen.

Die Geschichte war für mich sehr deprimierend Ich hatte beim Lesen ständig einen großen Stein auf der Brust und ich muss ehrlich gestehen, dass ich froh war, als ich die letzte Seite gelesen hatte und das Buch zuklappen konnte. Das Ende der Geschichte war für mich ein bisschen sehr weit hergeholt und hat mich auch nicht wirklich umgehauen. Leider war es auch so, dass mir der - für mich wenig flüssige Schreibstil - dazugebracht hat, dass ich manche Passagen zwei Mal lesen musste, um sie zu verstehen

Die Idee an sich fand ich sehr gut, nur die Umsetzung hat mir persönlich weniger gefallen. Schade...




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