Sonntag, 18. Oktober 2015

Im Autorenleben von...

Thomas Nommensen
 
 
Sagt euch der Name Thomas Nommensen was? Der Autor hat einen unglaublich guten Krimi veröffentlicht und ist außerdem noch in zahlreichen Anthologien vertreten. Infos dazu findet ihr hier
und ich gehe direkt dazu über euch den Autor etwas näher vorzustellen.
 
 
 
 

Thomas Nommensen wurde in Schleswig-Holstein geboren und zog noch vor dem Fall der Mauer nach Berlin. Dort arbeitete er als Musiker, Toningenieur und Software-Entwickler. Seine Krimis und Thriller wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Agatha-Christie-Preis und dem Freiburger Krimipreis und. 2015 erschien sein Kriminalroman „Ein dunkler Sommer“ im Rowohlt Verlag. 2016 wird die Reihe um den jungen und sensiblen Hauptkommissar Arne Larsen fortgesetzt. Thomas Nommensen ist Mitglied in der Autorenvereinigung Syndikat und lebt mit seiner Frau, der Thrillerautorin Jutta Maria Herrmann, vor den Toren von Berlin im brandenburgischen Panketal.


www.thomas-nommensen.de
 
 
Bücher
 
 
 
Ein dunkler Sommer


“Ein dunkler Sommer” ist am 2. Juni 2014 als Taschenbuch und e-Book im Rowohlt Verlag erschienen.

416 Seiten
ISBN: 978-3-499-23442-2
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kurzbeschreibung:



Ein kleines Mädchen. Entführt. Tot

Ein Familienvater. Verdächtigt. Verurteilt

Zehn Jahre später …

Es ist Hochsommer, als die neunjährige Ulrike entführt wird – und in ihrem Gefängnis umkommt. Schnell findet sich ein Verdächtiger: Zeugen wollen Jens Brückner mit dem Mädchen gesehen haben. Bis zuletzt beteuert er seine Unschuld. Vergeblich.

Zehn Jahre später wird Brückner aus der Haft entlassen. Er hat alles verloren: Arbeit, Freunde, Familie. Kurz darauf wird der Hauptbelastungszeuge von damals ermordet. Anonyme Drohbriefe kursieren und Brückner ist plötzlich spurlos verschwunden.

Ein Racheakt? Zu naheliegend, findet der ermittelnde Kommissar Arne Larsen. Und auch sein Vorgänger Gregor Harms, der sich noch immer die Schuld am Tod des Mädchens gibt, zweifelt inzwischen, ob er vor zehn Jahren den Richtigen hinter Gitter gebracht hat.

Als schwere Unwetter Norddeutschland heimsuchen und wieder ein Kind verschwindet, scheinen sich die Ereignisse von damals auf unheilvolle Weise zu wiederholen. Doch diesmal vermag niemand zu sagen: Wer ist Opfer und wer Täter?

Der Auftakt zur Reihe um den jungen, hochsensiblen und eigenwilligen Hauptkommissar Arne Larsen.



Blutroter Winter
Daniela Röll

Taschenbuch, Knaur TB
01.10.2015, 528 S.
ISBN: 978-3-426-51637-9










Kurzbeschreibung:

6 mörderische Storys

Die Winterzeit wird tödlich – und hoch spannend! Von Oktober bis März passieren Verbrechen, die das Blut in den Adern gefrieren lassen. Sechs Monate, sechs unheimliche, perfide, mörderische, rätselhafte, abgebrühte und frostige Krimis und Thriller von Birgit Böckli, Zoë Beck, Petra Mattfeldt, Claudio M. Mancini, Jutta Maria Herrmann &Thomas Nommensen sowie Ben Berkeley.

Das perfekte Lesebuch für lange Herbst- und Winterabende.


Die zehn Fragen
 
 
1. Fallen die ersten Sätze schwer, die du für ein neues Buch schreibst?

Im Gegenteil, ich freue mich immer darauf, diese ersten Sätze niederzuschreiben. In der Regel habe ich die Idee für den neuen Soff ja schon eine Weile im Kopf bewegt und der Moment, wenn die ersten Sätze „raus“ dürfen, ist daher ein ganz besonderer. Meist starte ich mit einer sehr atmosphärischen Szene, die schon den Grundtenor der Romanidee atmet. Manchmal wird daraus das erste Kapitel, häufig aber auch ein charakteristischer Abschnitt für den weiteren Verlauf.


2. Fühlst du mit deinen Protagonisten?


Ja, natürlich. Wenn ich möchte, dass der Leser Empathie für die Menschen in meinem Roman empfindet, muss ich mich als Autor selbst in die Situationen hineinversetzen, die meine Figuren dort durchleben. Nicht immer stehen dabei die spektakulären Situationen und großen Gefühle im Vordergrund, denn mehrdimensional wird ein Romancharakter erst, wenn auch kleine Emotionen authentisch beschrieben werden.


Nehmen wir an, ich möchte einen Serienmörder charakterisieren, schildere aber nur die grausamen Dinge, die er tut. So entsteht kaum mehr als eine leere menschliche Hülle. Lasse ich diesen Mörder aber z. B. weinen, weil er sich beim Versuch einen Knopf anzunähen in den Finger gestochen hat oder weil er seinem toten Hamster nachtrauert, dann wird aus der Hülle ein Mensch. Ein böser Mensch natürlich, dessen grausame Seite durch die menschlichen Züge sogar noch drastischer wirkt.



3. Der Tag des Erscheinungstermins - schläfst du in der Nacht zuvor gut?


„Ein dunkler Sommer“ war ja mein Romandebüt, entsprechend aufgeregt war ich. Ich hatte zwar vorher eine ganze Reihe von Kurzkrimis in verschiedenen Anthologien veröffentlicht, aber das war einfach nicht vergleichbar. Erst als die ersten – zum Glück sehr positiven - Rückmeldungen der Leserinnen und Lesern eintrafen , wurde ich wieder etwas ruhiger.


4. Hast du Lampenfieber vor einer Lesung?


Natürlich, Lampenfieber ist ja nicht nur Nervosität, sondern auch Vorfreude. Der großartige Schauspieler Rudolf Platte sagte einmal: „Lampenfieber ist der Versuch, so zu tun, als hätte man keins.“ Das trifft es recht gut, finde ich. 


5. Schreibblockade – wie gehst du damit um oder kennst du das gar nicht?


Nein, das kenne ich so eigentlich nicht. Natürlich gibt es gute und weniger gute Schreibtage. Manchmal will ein bestimmter Abschnitt nicht recht, dann mache ich eben an einer anderen Stelle weiter oder überarbeite das bisher Geschriebene. Hakt es doch einmal länger, ist das in der Regel ein Indiz dafür, dass in der aktuellen Szene auch inhaltlich etwas nicht stimmt.



6. Was war der Auslöser dafür, dass du dich ans Schreiben deines ersten Buches gesetzt hast? 

Vor dem Roman hatte ich schon eine Reihe von Kurzkrimis geschrieben. Einige wurden mit Literaturpreisen ausgezeichnet, das und vor allem das gute Feedback der Leser hat mir Mut gemacht.



7. Hast du Einfluss auf den Klappentext und das Cover?


Oh ja, da habe ich wirklich Glück mit meinem Verlag. Als Autor wurde ich bereits in die Ideenfindung für die Umschlaggestaltung eingebunden und so ist am Ende ein tolles Cover herausgekommen, mit dem alle Beteiligten wirklich sehr glücklich sind. Auch der Klappentext ist in intensiver Zusammenarbeit mit meiner Lektorin entstanden.



8. Wenn ein Buch von dir verfilmt wird/werden würde, dann…..


… würde mich das wirklich sehr, sehr stolz machen.



9. Das bisher schönste Kompliment, das dir ein Leser zu einem deiner Bücher gemacht hat?


Das schönste Kompliment ist, wenn ich spüre, dass sich ein Leser intensiv mit dem Buch beschäftigt hat, dass er mit den Akteuren mitgelitten und sich mitgefreut hat – kurzum, dass er während des Lesens selbst Teil der Welt wurde, die ich in dem Roman geschaffen habe.


10. Du schreibst deine Biographie. Der Titel wäre….


„Ich und ich, wir beide …“



Ich bedanke mich recht herzlich bei Thomas Nommensen!





















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