Montag, 11. Januar 2016

Rezension - Die Tiefe

Nick Cutter
Die Tiefe

Taschenbuch
Broschur ISBN: 978-3-453-41896-7
Erschienen: 09.11.2015

Heyne










Kurzbeschreibung: 

Tod aus der Tiefe

Die Menschheit erzittert unter einer unheimlichen, tödlichen Krankheit, die sich rasend schnell ausbreitet. In dieser Krisensituation wird der Arzt Luke Nelson zu Hilfe gerufen. In den Tiefen des Meeres ist ein Organismus aufgetaucht, ein Parasit, mit dem sich die Krankheit vielleicht bekämpfen lässt. Lukes Bruder Clayton, ein genialer Biologe, ist mit seinem Team bereits im Tauchschiff Trieste. Doch der Kontakt zur Trieste bricht ab. Als die grausam entstellte Leiche eines der Forscher geborgen wird, begibt Luke sich hinab in den Marianengraben. In die dunkle Tiefe …

Meine Meinung:

Eine tödliche und sehr seltsame Krankheit, die sich sehr schnell ausbreitet,  ist unter den Menschen ausgebrochen. Auf dem Meeresgrund ist ein Organismus aufgetaucht, Ambrosia wird er genannt, der der Krankheit ein Ende setzen könnte. Der Arzt Luke Nelson wird zu Hilfe gerufen, obwohl er sich gar keinen Reim darauf machen kann, dass sein Bruder Clayton, der sich bereits im Tauchschiff Trieste befindet, gerade nach ihm verlangt, haben die Brüder doch nur wenig Kontakt und könnten unterschiedlicher gar nicht sein.Bevor Luke sich auf dem Weg zum Tauchschiff macht, taucht eine furchtbar entstellte Leiche eines Forschers auf, die Rätsel aufgibt...

Zu Beginn möchte ich sagen, dass es sich bei "Die Tiefe" nicht um einen Thriller im klassischen Sinn handelt. Ich würde das Buch eher in das Genre Horror oder Science Fiction stecken, was eigentlich so gar nicht mein Genre ist.

Nichtsdestotrotz ist die Story spannend, blutig und atmosphärisch dicht. Nick Cutters bildhafter Schreibstil hat mir ermöglicht, dass ich das Gefühl hatte, mich selbst auf der Trieste zu befinden und ich hatte beim Lesen dann und wann ein beklemmendes Gefühl und konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen

Zu den Charakteren Clayton und Luke Nelson:

Clayton ist ein ziemlich abgebrühter Biologe, der für die Forschung absolut keine Probleme damit hat, Tiere buchstäblich zu benutzen und mit diesen, oft grausame, Experimente durchzuführen. Tiere sind für ihn mehr oder weniger nur Forschungsobjekte und seine Experimente an ihnen zieht er ohne mit der Wimper zu zucken durch. Schon als Kind/Jugendlicher, waren Tiere ihm herzlich egal und so fing er mit seinen Forschungen schon im sehr jungen Alter an.

Das steht völlig im Gegensatz zu seinem Bruder Luke, der Tierarzt ist und sehr einfühlsam mit Tieren umgeht. Im Laufe der Zeit haben sich die Brüder auseinandergelebt und so scheint es umso erstaunlicher, dass Clayton gerade nach seinem Bruder Luke verlangt, was diesen natürlich sehr neugierig macht. Wenn Luke gewusst hätte, was ihn auf der Trieste erwartet, hätte er sich bestimmt anders entschieden.

Ich muss gestehen, dass ich der Story nicht immer folgen konnte. Manchmal erschien mir die Geschichte doch recht wirr und oft fand ich mich überhaupt nicht mehr zurecht. Ich habe mich schon das ein oder andere Mal in der Story verlaufen und so hatte ich auch öfter Mal das Verlangen das Buch einfach beiseite zu legen.  Allerdings ist die Story, trotz einiger Längen, doch sehr spannend und mutiert so bei einigen Kapiteln zum Pageturner, was leider für mich nicht über die komplette Geschichte gehalten hat. Ich merke gerade, dass meine Rezension auch ein bisschen verwirrend ist. Auf den Punkt gebracht konnte ich nicht mit aber auch nicht ohne "Die Tiefe"

Natürlich wollte ich wissen, wie die ganze Geschichte ausgeht, muss aber sagen, dass mich das Ende dann doch etwas enttäuscht hat.

Ich glaube, dass Horror - Fans "Die Tiefe"  lieben werden allerdings ist die Story für schwache Nerven nicht unbedingt geeignet. Für mich persönlich nicht unbedingt ein Highlight.




Kommentare:

  1. Hallo Alex,

    ich habe das Buch bisher bis zur Hälfte durch und muss sagen, dass ich mit dir einer Meinung bin. Genau so fühle ich mich beim lesen auch. Man kann es einfach nicht besser ausdrücken. Wirr und komisch... Trotzdem gruselig und spannend.

    Viele liebe Grüße
    Steffi

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    1. Hallo Steffi,

      irgendwie komisch, nicht? Mal wollte ich abbrechen, dann wurde es wieder spannend und so hat sich das für mich immer abgewechselt. Mal sehen, wie deine finale Meinung sein wird! Viel Spaß weiterhin! :)

      Liebe Grüße
      Alex

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  2. So einen "gemischten" Eindruck hatte ich auch. Man hat schon das Gefühl, dass einige Dinge gut gelungen sind. Aber rundherum begeistert war ich auch nicht. Es ist vielleicht wirklich eine Frage des Geschmacks (z. B. der Horror-Anteil) und mein Geschmack wurde eben nicht komplett getroffen.

    LG Gabi

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    1. Ich denke auch, das, wie ich auch in meiner Rezi geschrieben habe, Horrorfans das Buch lieben werden. Ich lese schon lange kein Horror mehr, allenfalls Mystery aber das war`s dann auch schon..

      Liebe Grüße
      Alex

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  3. Hm..das hört sich ja echt interessant an …vielleicht werde ich es auch mal lesen. Wobei lieber würde ich es als Hörbuch hören, werde mal auf die Suche gehen, ob es vielleicht als Hörbuch rauskommt ;-)
    LG Moni

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  4. Hey,
    von dem Autor habe ich schon "Das Camp" gelesen und mich dort nicht so richtig mit dem Scheibstil und der langatmigen Geschichte anfreunden können. Obwohl ich den Inhalt von "Die Tiefe" theoretisch ganz interessant finde, werde ich es wohl auslassen...
    Liebe Grüße,

    Jasmin

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