Freitag, 15. Januar 2016

Rezension - Schnee von gestern und vorgestern

„Günther Klößinger: „Schnee von gestern … und vorgestern“

520 Seiten, Softcover
Preis: 28,95 €
ISBN: 978-3-7375-2081-2

E-Book
Preis: 4,99 €
ISBN: 978-3-7375-2082-9









Kurzbeschreibung: 


Eine zerbrochene Familie – drei Verbrechen

Fox Prancock, britischer Kommisar bei der deutschen Kriminalpolizei, Ist selig: endlich Urlaub! Als er im Gästesafe einer französischen Pension eine seltsame Nachricht findet, nimmt die bis dahin eher entspannende Reise eine unerwartete Wendung: „To Mr. P. Help me!“ War wirklich er gemeint? Und wenn ja, braucht wirklich jemand Hilfe?
Gemeinsam mit seiner Freundin, der Jungjournalistin Ilka Trebes, beginnt Prancock, zu ermitteln. Bald finden sie Hinweise auf den Urheber der geheimnisvollen Botschaft. Je näher sie aber der Wahrheit kommen, desto erschreckender werden die Abgründe, die sich vor ihnen auftun. Unversehens schlittern Fox und Ilka ins Fadenkreuz gnadenloser Gegner.

Währenddessen recherchiert Prancocks Ex-Frau Else für ihr heimatliches Tagblatt über Verbrechen der Vergangenheit. Dabei entdeckt sie das 30 Jahre alte Foto einer skelettierten Leiche, welches Rätsel aufwirft, die bis in die Gegenwart reichen. Der Mordfall war seinerzeit nicht aufgeklärt worden und im Laufe der Jahre mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Kaum aber stellt Else neue Nachforschungen an, beginnen mächtige Strippenzieher damit, diese zu behindern.

Zur selben Zeit bekommt Jasmin Prancock, die Tochter von Fox und Else, einen erschreckenden Anruf: „Sie bringen mich um.
Komm schnell!“ Mit ihren liebsten Klassenkameraden macht sich das Mädchen auf, ihrer Freundin zu Hilfe zu eilen. Die Jugendlichen finden eine verwüstete Wohnung vor, deren Wände mit fremdenfeindlichen Graffiti übersät sind. Hat das Opfer den brutalen Angriff überlebt? Erst viel zu spät erkennen Jasmin und ihre Freunde, dass sie immer tiefer in einem Sumpf aus Lügen, Intrigen und gewalt zu versinken drohen.

Mysteriöse Nachrichten, dubiose Spuren, heimliche Verschwörungen und unerwartete Hindernisse bei den Ermittlungen halten die Familie Prancock und ihre Freunde gehörig auf Trab. Letztlich müssen sich alle gemeinsam bewähren, denn sie geraten zunehmend in ein Katz-und-Maus-Spiel auf Leben und Tod.

Meine Meinung:

Ich denke, der Klappentext genügt und so muss ich zur Handlung eigentlich nichts mehr schreiben.

Günther Klößinger versteht es Spannung aufzubauen, aufgelockert wird die Story durch äußerst humorvolle Passagen, die mich oft haben schmunzeln lassen. Ganz besonders gut gefallen, hat mir der sehr bildhafte Schreibstil des Autoren. Ungewöhnlich aber sehr interessant fand ich, dass ich es mit einer ganzen Ermittlerfamilie zu tun bekam. So habe ich das in den vielen Krimis und Thrillern, die ich bisher genießen durfte noch nie gelesen und die Idee und die Umsetzung hat mich positiv überrascht! Großes Lob an Günther Klößinger!

Klößinger entführt den Leser in Geschehnisse aus weit entfernter Vergangenheit, wie zB. der Nazizeit, und wieder zurück. Geheimdienste, fehlgeschlagene Atomtests, einige weitere Verbrechen und unerwartete Wendungen machen das Buch sehr spannend.

Allerdings habe ich mich trotzdem etwas schwergetan. Viele verschiedenen Figuren, die der Autor uns allerdings schon zu Beginn der Geschichte vorstellt und die verschiedenen Handlungssträngen haben mich teils etwas verwirrt. Wenn man diesen, sehr lesenswerten Krimi genießen möchte, muss man dran bleiben. Ich habe gemerkt, dass es für mein Lesevergnügen nicht förderlich war, die Geschichte auch einfach mal zwei Tage ruhen zu lassen, weil ich Probleme hatte, wieder in die Story zurückzufinden. Wer einen Krimi sucht, den man einfach mal so runterlesen kann, wird mit "Schnee von gestern und vorgestern" nicht allzu viel Freude haben. Wer dranbleibt, wird allerdings mit einer immer spannender werdenden Story und einem rasanten und schlüssigen Finale belohnt!

Krimifans, die auch gerne Agententhriller lesen und Verschwörungen mögen kommen mit "Schnee von gestern und vorgestern" gewiss auf ihre Kosten!

Fazit: ein sehr lesenswerter, spannender und ungewöhnlicher Krimi, der allerdings etwas Konzentration erfordert und den man am Besten in stillen Stunden genießen sollte. Leseempfehlung für Krimifans, die auch gerne etwas komplexere Storys mögen!






Kommentare:

  1. Hallo,
    eine schöne Rezension :)
    Da merke ich aber auch gleich, dass dieses Buch nichts für mich wäre, aber ich glaube, ich werde es mal meiner Mutter empfehlen :)
    Liebe Grüße,
    Jasmin

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    1. Hallo jasmin,

      danke für das Lob! Dann hoffe ich, dass deiner Mutter der Krimi zusagt!

      Schönes Wochenende! :)

      Liebe Grüße
      Alex

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