Montag, 29. Februar 2016

Rezension - Mein Tod ist dein

Debbie Howells
Mein Tod ist dein

Psychothriller
Originaltitel: The Bones of You
Originalverlag: Kensington
Aus dem Englischen von Andrea Brandl


Deutsche Erstausgabe

Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48348-8
€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Goldmann




Kurzbeschreibung:

Sie kennt ihren Mörder – und sterbend verzeiht sie ihm.

Ein idyllisches Dorf auf dem englischen Land: Als die 18-jährige Rosie Anderson verschwindet, will zunächst niemand an ein Verbrechen glauben. Bis das Mädchen erstochen aufgefunden wird. Allerdings ist der Fall äußerst rätselhaft, denn wer sollte ein Motiv gehabt haben? Die Ermittlungen geraten schnell ins Stocken, alle Spuren verlaufen im Sand. Kate, eine Nachbarin der Familie, hat selbst eine Tochter in Rosies Alter und bezweifelt als Einzige, dass der Mord die Tat eines Fremden war. Sie versucht, den Hintergründen auf die Spur zu kommen. Als sie anonyme Drohungen erhält, wird klar, dass jemand die Wahrheit um jeden Preis vertuschen will ...



Meine Meinung:




In einem Dorf in England verschwindet die 18jährige Rosie Anderson spurlos. Die meisten glauben daran, dass Rosie bald wieder auftauchen wird, bis die junge Frau erstochen aufgefunden wird.
Kate ist eine Nachbarin der Familie und freundet sich immer mehr mit Rosies Mutter an. Sie möchte die Familie in ihrer Trauer unterstützen und glaubt auch nicht daran, dass irgendjemand fremdes Rosie ermordet hat..


In den abwechselnd von Kate und der ermordeten Rosie erzählten Kapiteln, lernt der Leser sowohl das tote Mädchen näher kennen und begleitet Kate bei ihrem Versuch die Familie der ermordeten Jugendlichen zu unterstützen.


Nach außen hin war in Rosies Familie immer alles perfekt! Perfektes Mädchen, perfekte Noten, perfekte Freunde... Bald erzählt Rosie aber den Lesern, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist/war und zeichnet ein teils erschreckendes Bild ihrer ach so perfektzen Familie.


Kate hat mich, wenn ich ehrlich bin, in ihrer Fürsorge ein bisschen genervt. Das Offensichtlich wollte oder konnte sie nicht sehen. Was ich ganz seltsam fand, war die Reporterin Laura, eine alte Bekannte von Kate, die kurz nach dem Mord im Dorf auftaucht - auf der Suche nach der großen Story. Laura bleibt sehr, sehr lange im Dorf, obwohl es eigentlich gar nichts neues zu berichten gibt und so verstreichen die Wochen und Monate und Laura bleibt im Dorf und wartet.... Die Polizei spielt in dem Psychothriller nur eine untergeordnete Rolle und man erfährt nur sehr wenig von den Ermittlungen.


Die tote Rosie erzählt - wohl aus dem Jenseits - von ihrem gar nicht so einfachen Leben in der Familie Anderson und lässt den Leser auch an ihrem Liebesleben teilhaben.


Alles in allem war mir die Story etwas zu kalt erzählt und hat mich auch nicht wirklich berührt. Ich bin eigentlich mit gar keinem Charakter warm geworden und fühlte mich, als wenn ich einen TV-Krimi anschauen würde. Die Drohungen, von denen im Klappentext die Rede ist, waren für mich auch keine echten Drohungen, eher Hinweise. Auch hat mir die Spannung etwas gefehlt, denn mir wurde relativ bald klar, wie der Hase läuft und so habe ich das Buch einfach nur noch zu Ende lesen wollen.


Für Freunde des sehr leichten Psychothrills mit Sicherheit lesenswert, mich konnte "Mein Tod ist dein" leider nicht fesseln.

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