Montag, 22. August 2016

Rezension - Anders

Anita Terpstra
Anders

Thriller


Originaltitel: Anders
Originalverlag: De Bezige Bij/Cargo, Amsterdam 2014
Aus dem Niederländischen von Jörn Pinnow
Deutsche Erstausgabe

Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0257-8
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Blanvalet




Kurzbeschreibung: 

Wie gut kennen wir die, die uns am nächsten sind, wirklich?

Alma Meester, ihr Mann Linc und die beiden Kinder Iris und Sander sind eine ganz normale, glückliche Familie. Bis zu dem Tag, als der elfjährige Sander zusammen mit einem Freund während eines Ferienlagers spurlos verschwindet. Der andere Junge wird kurz darauf tot aufgefunden, doch Sander bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Sechs Jahre später meldet sich ein junger Mann bei einer deutschen Polizeistation. Er sei der verschwundene Sander Meester. Die Familie ist überglücklich, doch nach und nach kommen der Mutter Zweifel. Ist der Junge wirklich ihr Sohn? Und was ist in der Nacht damals tatsächlich passiert?

Meine Meinung: 

Alma, Linc und ihre beiden Kinder Sander und Iris sind eine ganz normale Familie. Das Familienidyll endet, als der elfjährige Sander während eines Aufenthaltes in einem Feriendorf verschwindet. Sander war mit seinem Freund zusammen und dieser wird wenig später tot aufgefunden. Alma lässt nichts unversucht ihren Sohn zu finden und nach sechs langen Jahren taucht tatsächlich ein junger Mann auf, der behauptet Sander zu sein. Trotz allem scheint irgendetwas nicht zu stimmen....

Zu Beginn gibt uns Anita Terpstra einen Rundumblick in eine Famile, die perfekt zu sein scheint, allerdings scheint die Protagonistin Alma alles andere als geerdet. Klar, ihr Sohn wird vermisst aber bald wird klar, dass Alma ihre Kinder unterschiedlich behandelt hat und Sander schon immer ihrer Tochter vorzog. Der Grund erschien mir einleuchtend, was nicht heißt, dass ich das für okay befunden habe. Iris, Sanders ältere Schwester scheint weitaus mehr zu wissen, allerdings rückt sie mit der Sprache nicht raus. Auch Linc, der Ehemann und Vater ist irgendwie...anders. Er ist nach dem Verschwinden seines Sohnes in eine tiefe Depression gefallen und kommt mit dem Auftauchen Sanders überhaupt nicht klar.  Nach und nach wusste ich dann überhaupt nicht mehr was Sache ist und so flogen die Seiten nur so dahin! Eine durchgelesene Nacht und "Anders" war gelesen und ich einigermaßen schockiert!

Die Autorin hetzt den Leser von einem Zwiespalt in den nächsten und ich habe mir die wildesten Spekulationen zurechtgelegt ob Sander wirklich der ist, den er vorzugeben scheint und wenn nicht, warum? "Anders" beschreibt eine Story voller Verzweiflung, Lügen und Bosheit! Inwiefern sich diese Boshaftigkeit äußert, werde ich hier ganz bestimmt nicht verraten, dass müssen zukünftige Leser schon selbst herausfinden. Ich weiß nicht, mit welchem Buch sich "Anders" vergleichen lässt, denn eine Story wie diese habe ich so noch nie gelesen. Fakt ist, dass mich "Anders" auf mehrere Arten geschockt hat und mir eine Gänsehaut beschert hat!

"Anders" macht seinem Titel alle Ehre, denn für mich war das Buch wirklich ganz anders als erwartet.

Sehr gerne gebe ich eine absolute Leseempfehlung für diesen spannenden und rätselhaften Thriller!

Kommentare:

  1. Ui, deine Rezension liest sich toll und ich bleibe neugierig auf dieses Buch zurück. Vielen Dank für diese Rezension.

    LG Nisnis

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  2. Schöne Rezi :D ich habe gerade begonnen das Buch zu lesen, bin erst auf Seite 65 - aber das Buch macht ne ganz komische Stimmung in mir, obwohl noch fast nichts passiert ist .... bin sehr gespannt wie es weiter geht und was es noch so in mir auslöst.
    lg Mary

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