Freitag, 26. August 2016

Rezension - Märchenwald

Martin Krist
Märchenwald


Thriller
Taschenbuch
Broschur
416 Seiten

ISBN-13 9783548287645
Erschienen: 12.08.2016

Ullstein





Kurzbeschreibung: 


Mitten in der Nacht wird Max von seiner Mutter geweckt. »Seid still«, sagt sie weinend, als sie den Zehnjährigen und seine vier Jahre alte Schwester Ellie in einen Wandschrank sperrt. »Geht zu Opa ...«, hören die Kinder sie noch flüstern, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Ellie weint. Um sie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Während Max und Ellie auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.

Meine Meinung: 

Der elfjährige Max wird nachts von seiner Mutter geweckt. Diese sperrt ihn, zusammen mit seiner vierjährigen Schwester in einen Wandschrank ein. Max kann nur noch hören, wie seine Mutter den Kindern aufträgt, dass sie zu Opa gehen sollen. Kurz darauf schreit seine Mutter und dann folgt Stille.
Max erzählt seiner Schwester Ellie vom Märchenwald und dann machen sich die beiden alleine auf den Weg zu Opa.

Unterdessen erwacht auf dem Alexanderplatz eine Frau, blutüberströmt und ohne Gedächtnis...

Wer die Thriller von Martin Krist kennt, weiß, dass der Autor nicht gerade zimperlich mit seinen Figuren und auch nicht mit seinen Lesern umgeht. Als Mutter habe ich fast Schnappatmung gekriegt, wenn ich mich in die Kinder, die alleine durch Berlin irren, um zu ihrem Opa zu gelangen, hineinversetze. Die gelang mir sehr gut und von Beginn an, war ich von dem Thriller gefangen und habe ihn auch tatsächlich in einem Stück verschlungen.

Martin Krist erzählt eine Geschichte, in der auf den ersten Blick erst mal nichts zusammenpasst und ich bin immer wieder erstaunt, wie sich Kapitel um Kapitel das Dunkel lichtet und immer mehr zu einer schlüssigen Story wird. Bei "Märchenwald" handelt es sich um einen knallharten, hochspannenden Thriller, bei dem ich magenschwachen Lesern empfehle, nicht unbedingt bei der Lektüre zu essen und wenn das dann doch sein muss, das eben Gegessene auch bei sich zu behalten.

Max hat mich beeindruckt. Mit seinen elf Jahren denkt und handelt er mutig und logisch um seine Schwester, der er während ihrer Odysee erzählt, dass das alles nur ein Spiel ist und sie sich einfach vorstellen sollen, dass sie sich im Märchenwald befinden, einigermaßen sicher durch Berlin bis zum Ziel zu schleusen.

Die Frau ohne Gedächtnis hat mir leid getan. Auf der Suche nach sich selbst, muss sie sich teilweise auf zwielichtige und nicht gerade freundliche Menschen verlassen. Viel mehr möchte ich nicht dazu schreiben, denn spoilern liegt mir - wie immer - fern.

Kalkbrenner und Muth sind zusammen ein tolles Team,bei dem sich nach wie vor einer auf den anderen verlassen kann und natürlich fehlen Kalkbrenners "Helferlein" auch in diesem Band nicht. Ich muss gestehen, dass ich nicht die gesamte Reihe um Paul Kalkbrenner gelesen habe, trotzdem hatte ich keinerlei Schwierigkeiten in die Story zu finden. "Märchenwald" ist der fünfte Band aus der Reihe.

Fazit: hochspannend, rasant und gespickt mir Ekelszenen! Der "böse Bube" der Thriller wird immer böser und so wünsche ich zukünftigen Lesern im doppelten Sinne guten Appetit und vergebe gerne eine absolute Leseempfehlung!




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