Montag, 31. Oktober 2016

Rezension - Niemand sieht mich kommen

Lisa Scottoline
Niemand sieht mich kommen 

Übersetzt von Kathrin Bielfeldt
Klappenbroschur, 416 Seiten
Rütten & Loening
978-3-352-00884-9











Kurzbeschreibung: 

„Ich bin ein Soziopath. Ich halte dich zum Narren. Ich halte jeden zum Narren.“

Doktor Eric Parrish, der Chef einer psychiatrischen Klinik, hat schon bessere Tage gesehen. Seine Frau will sich von ihm trennen und droht, ihm seine siebenjährige Tochter Hannah wegzunehmen. Eine krebskranke Patientin legt ihm ihren Enkel Max ans Herz, der dringend Hilfe braucht, weil er als Stalker unterwegs ist, und die Medizinstudentin Kristine macht ihm Avancen – und klagt ihn der sexuellen Belästigung an, nachdem er sie abgewiesen hat. Als man ihn auch noch eines Mordes verdächtigt, begreift Eric, dass ihn jemand vernichten will.

Der Mega-Bestseller aus den USA – von einer Meisterin des Thrillers.

Doktor Eric Parrish ist Chef der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses in Philadelphia. Seit er sich von seiner Frau getrennt hat, kümmert er sich umso intensiver um seine Tochter Hannah. Erstaunt muss er feststellen, dass seine Frau ihr gemeinsames Haus verkaufen will und auch schon einen neuen Lebenspartner hat. Endgültig aus den Fugen gerät die Welt des Psychiaters, als er den siebzehnjährigen Max als Patienten annimmt. Die Großmutter des Jungen ist sterbenskrank, und er gesteht Eric, ein Mädchen zu stalken. Wenig später wird dieses Mädchen ermordet, und ausgerechnet Eric ist der Letzte, der sie lebend gesehen hat. Als eine überaus attraktive Medizinstudentin, die ihn seit längerem mit ihren Avancen verfolgt, ihn bei der Klinikleitung der sexuellen Belästigung anklagt, begreift Eric, dass es jemand auf ihn abgesehen hat und ihn vernichten will

“In diesem fesselnden Roman mit atemberaubenden Wendungen packt Scottoline den Leser an der Halsschlagader und lässt ihn nicht mehr los.“ Library Journal

Meine Meinung: 

Eric Parrish ist Arzt und Chef einer psychiatrischen Klinik. Sein Leben gestaltet sich schwierig, denn seine Frau möchte die Trennung und die gemeinsame 7jähige Tochter Hannah. Als ob das alles nicht genug wäre, möchte seine (Noch) Frau das gemeinsame Haus verkaufen und hat auch noch einen neuen Lebensgefährten.

Als Max den Wunsch einer sterbenskranken Dame, sich ihren Enkel Max anzusehen erfüllt, gerät alles komplett aus der Reihe. Max liebt seine Großmutter abgöttisch, hat natürlich Angst um deren bevorstehenden Tod und gesteht Eric ein Mädchen, in das er verliebt ist, zu stalken. Kurz darauf wird ebendieses Mädchen ermordet und Eric ist der Letzte, der die junge Frau lebend gesehen hat. Obendrein bezichtigt ihn auch noch eine seiner Medizinstudentinnen der sexuellen Belästigung und plötzlich findet sich Eric Parrish in seinem ganz persönlichen Albtraum wieder...

Ich habe "Niemand sieht mich kommen" sehr gerne gelesen! Der Thriller hat alles, was zu diesem Genre gehört und obendrein taucht der Leser tief in die Arbeit einer psychiatrischen Klinik ein. Der Protagonist Eric Parrish war mir auf Anhieb symphatisch und er hat mir auch ein wenig leid getan, denn was er erleben muss, wünscht man seinem ärgsten Feind nicht. Der Arzt ist sich seiner Pflicht den Patienten gegenüber sehr bewusst und auch nachdem das Mädchen, das Max nach eigenen Angaben stalkt, ermordet wird, glaubt Eric an die Unschuld seines Schützlings. Max ist nicht nur von dem Mädchen besessen, sondern hat obendrein noch eine Zwangsneurose, die ihm das Leben nicht unbedingt leicht macht. Eric möchte auf eigene Faust herausfinden, wer das Mädchen ermordet hat und ahnt nicht, in welche Gefahr er sich dabei begibt.

Die Autorin beschreibt in einem fesselnden Schreibstil einen Mann, der sein Leben einfach wieder in den Griff bekommen will. Die Qualen, die Eric in seinem Privatleben durchstehen mus, gerade der Kampf um das Sorgerecht,machen die Figur sehr authentisch auch wenn ich manchmal Erics Handeln nicht ganz nachvollziehen konnte. Wenn man allerdings bedenkt, wieviele "Baustellen" sich für ihn aufgetan haben, sieht es schon wieder anders aus und man kann ihn doch irgendwie verstehen.

Das Buch war von Beginn an spannend und endet in einem überraschenden Finale, mit dem ich so nicht gerechnet habe und mir auch sehr gut gefallen hat! "Niemand sieht mich kommen"  gehört für mich eher in die Psychothrillerschiene und für Fans des Genres gebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung!


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