Dienstag, 25. Oktober 2016

Rezension - Willkommen in Quisco

Hermans, Daan
Willkommen in Quisco

Roman. Übersetzt aus dem Niederländischen von Wibke Kuhn
1. Auflage 2016, 320 Seiten
ISBN: 978-3-7844-3401-8
20,00 EUR* D / 20,00 EUR* A / 24,90 CHF* (UVP)
LangenMüller










Kurzbeschreibung

In dem Moment, als Evander Clovis in der Redaktionssitzung zugibt, eine Tante in Quisco zu haben, weiß er, dass er einen Fehler begangen hat. Der Auftrag, über das Verschwinden der Ärztin Martha Mulder zu recherchieren – und zwar vor Ort –, ist ihm damit sicher. Quisco. Ein Provinznest. Die Bewohner schotten sich ab und wollen mit der restlichen Welt nichts zu tun haben. Das kann doch nur ein Haufen realitätsferner Hinterbänkler sein. Nach stundenlanger Fahrt kommt der Journalist in Quisco an und findet einen Ort vor, der den Gründer Jeremiah Quisco verehrt und alle Probleme lieber unter Ausschluss der Öffentlichkeit löst. So auch die Frage, was nun mit Josie passieren soll. Sie ist die Tochter der vermissten Ärztin und das einzige Kind im Ort. Wer soll sich nun um sie kümmern? Jeder rät ihm davon ab, mit Josie zu reden, da alle sie merkwürdig finden. Grund genug für Clovis, sich ausführlich mit der Neunjährigen zu unterhalten. Sie warnt ihn mehrfach eindringlich, dass nichts so ist, wie es scheint. Je länger er in Quisco bleibt, desto mehr scheint sich diese Aussage zu bewahrheiten.

Meine Meinung: 

In einem Ort namens Quisco ist die Ärztin Martha Mulder verschwunden. Der nicht sehr erfolgreiche Journalist Evander Clovis erzählt in der Redaktionssitzung, dass er eine Großtante in Quisco hat. Um für eine Story zu recherchieren wird Evander kurzum nach Quisco geschickt. Die Menschen in diesem Ort sind sehr verschwiegen und wenig kooperativ. Das einzige Kind im Ort, Josie, scheint mehr zu wissen, allerdings warnen die Menschen Evander mit dem Mädchen zu reden, da sie sehr merkwürdig sei...

"Willkommen in Quisco" wird als Mystery Thriller deklariert und als ich den Klappentext gelesen habe, hoffte ich eine spannende Geschichte vor mir zu haben.

Quisco ist ein sehr seltsamer Ort. Leute von außen haben es sehr schwer dort, was nicht zuletzt an der recht komischen Bevölkerung liegt. In diesem Ort ist tatsächlich alles anders. Untereinander scheint die Gemeinschaft sehr verschworen doch hinter den Kulissen sieht es ganz anders aus, wie Evander nach dem ein oder anderen Gespräch feststellen muss. Josie ist neun Jahre alt, scheint aber allwissend zu sein. Für ihr Alter artikuliert sie sich sehr gewählt und immer irgendwie in Rätseln, denen Evander beschließt auf den Grund zu gehen. Mir kam es so vor, als hätten die Leute in irgendeiner Art Angst vor dem Kind.

Soviel zur Story. Ich muss zugeben, dass mich "Willkommen in Quisco" wenig begeistert hat. Die Story plätschert so dahin und ich hab mich in der Geschichte einfach nicht wohl gefühlt. Das Verhalten von Evander war für mich teils schwer nachvollziehbar und je mehr die Geschichte voranschritt, desto verwirrter war ich. Der Mystery-Thriller wirft viele Fragen auf, die für mich nur unzureichend beantwortet wurden und als ich das Buch zuklappte, wusste ich wirklich nicht, was ich davon halten sollte.

Ich habe lange darüber nachgedacht, einzelne Passagen noch mal gelesen, kam aber auch dann zu dem Schluß, dass das Buch einfach, für mich ganz persönlich, nichts war. Ich blieb bis zum Ende dabei, weil ich dachte, dass da doch noch mehr kommt, wurde allerdings enttäuscht. Leider kam bei mir auch wenig Spannung auf, sodass ich das Buch zwischendurch immer mal zur Seite legen musste. Manchmal ist es auch einfach der falsche Zeitpunkt für ein Buch. Vielleicht war es in dem Fall so und vielleicht werde ich dem Buch zu einem späteren Zeitpunkt noch mal eine Chance geben.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen