Mittwoch, 14. Dezember 2016

Rezension - Das tote Herz

Rainer Würth
Das tote Herz 


Psychothriller


Originalausgabe

Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48450-8
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Goldmann 
Erscheinungstermin: 15. August 2016







Kurzbeschreibung: 

Nach einem lebensgefährlichen Zusammenbruch erhält der erfolgreiche Architekt Nicolas Kober ein Spenderherz. Was er nicht weiß: Das Herz gehörte dem sogenannten „Fotografen“, einem Frauenserienmörder. Schon bald bemerkt Kober eine irritierende Veränderung an sich, hat sonderbare Träume und Phantasien. Hat er nicht nur das Herz des Fotografen geerbt, sondern auch dessen grausame Neigungen? Dann lernt Kober Solveig Jacobsen kennen, das letzte Opfer des Fotografen, das schwer verletzt überlebt hat. Und er fühlt sich sofort stark zu ihr hingezogen ...

Meine Meinung: 

Nicolas Kober bekommt ein Spenderherz, das von einem Serienmörder stammt. Natürlich weiß er das nicht, verändert sich aber zusehends. Das letzte Opfer des "Fotografen", Solveig Jacobson, hat überlebt. Nicolas lernt die Frau kennen und fühlt sich sehr stark zu ihr hingezogen...


Brrrr.... was für ein gruseliger, unglaublich guter Psychothriller! Man liest ja immer mal, gerade in der Boulevard-Presse, von Talenten und Eigenschaften, die manche Menschen nach einer Organtransplantation entwickeln oder die plötzlich einfach da sind. Man liest es, belächelt es vielleicht und geht zur Tagesordnung über. Was wäre aber wenn das teilweise wirklich so ist? Klavier spielen, Bilder malen und dergleichen sind ja sehr schöne Talente aber das Herz eines Frauenmörders verursacht schon Gänsehaut...

"Das tote Herz" steigert sich von Kapitel zu Kapitel, die von wechselnden Personen handeln. So taucht man immer tiefer ein, bis man das Buch gar nicht mehr weglegen kann. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, was noch mehr zur Spannung beiträgt! Das "Nur-noch-ein-Kapitel-Gefühl" war bei mir über das gesamte Buch präsent und so war ich auch in windeseile, bis zum wirklich verstörenden Ende, durch!

Ich bin keine Medizinerin und ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich so schnell nach einer Herztransplantation wieder so gut fühlt aber Hand aufs Herz - das war mir beim Lesen vollkommen egal! Wenn ich wissen will, wie schnell es wieder bergauf geht, lese ich ein medizinisches Sachbuch und bin danach schlauer oder auch nicht aber wenn ich eine fiktive Geschichte lese, einen Psychothriller, will ich Spannung und Nervenkitzel. Das ist dem Autoren bei mir sehr gut gelungen!

Meine Rezension hat so lange auf sich warten lasen, weil ich etwas getan habe, das ich noch nie gemacht habe. Ich habe das Buch einfach noch mal gelesen, weil ich das Gefühl hatte, dass der erste Durchgang einfach zu schnell war und mir so das ein oder andere entgangen ist, was tatsächlich so war! Ich sollte mich wirklich etwas zurückhalten beim Lesen, allerdings machen mir das manche Autoren, wie jetzt Rainer Würth, nicht wirklich leicht!

Ich bin unglaublich froh darüber, "Das tote Herz" entdeckt zu haben und gebe somit, gerade Psychothrillerfans, eine absolute und unbedingt Leseempfehlung!





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