Montag, 12. Juni 2017

Rezension - Amnesia - Ich muss mich erinnern

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Amnesia - Ich muss mich erinnern
Jutta-Maris Herrmann

Taschenbuch
Knaur TB
01.06.2017
304 S.
ISBN: 978-3-426-51997-4













Kurzbeschreibung: 

Du hast nichts zu verlieren.
Du hast eine mörderische Wut.
Und du kannst dich an nichts erinnern …
Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie …
Die deutsche Spannungs-Autorin Jutta Maria Herrmann legt endlich nach und blickt mit ihrem düsteren und psychologisch tiefgründigen Thriller in die menschlichen Abgründe. Ein Psycho-Thriller der Extraklasse!

Meine Meinung: 

Nach "Hotline" und "Schuld bist du" nun der dritte Thriller von Jutta Maria Herrmann!

Helen lebt in Berlin, ist unheilbar an Lungenkrebs erkrankt und kehrt nach Südwestdeutschland zurück, um sich mit ihrer Mutter auszusöhnen und ihrer Familie von ihrer Krebserkrankung zu erzählen. Sie kommt bei Kristin und ihrem Mann Leon unter. Leon ist Helen nur zu gut bekannt, denn dieser hat vor vielen Jahren angeblich ihre beste Freundin Gela missbraucht. Helen hat den Verdacht, dass Leon ihre Schwester schlägt. Eines Tages ist Leon tot und  Helen ist sich, wegen ihren starken Medikamenten, die sie von Zeit zu Zeit ganze Zeitspannen vergessen lassen,  nicht sicher, ob sie Leon umgebracht hat. Der Tote wurde nämlich mit ihrem Messer erstochen...

Zuerst muss ich was zum Cover sagen - phänomenal! Dies lässt allerdings nicht auf die Geschichte hinter dem Buchdeckel schließen, deshalb gleich rein in die Story!

Helen hat Lungenkrebs, ihr Freund hat sich von ihr getrennt und sie meint, dass es nun an der Zeit wäre, ihrer Schwester und ihrer Mutter von ihrer Erkrankung in Kenntnis zu setzen. Helens Mutter ist recht schwierig, kalt, deshalb hat Helen so ihrer Probleme mit ihrer Mutter und möchte sich nun endlich mit ihr aussöhnen. Ganz anders Kristin. Die schwangere Schwester Helens freut sich sehr, dass Helen sie besuchen kommt und bietet ihr sogleich an, für ihrer Besuchszeit bei ihr und ihrem Mann Leon zu wohnen. Helens Verhältnis zu Leon ist mehr als unterkühlt, denn Helen hat nicht vergessen, was damals mit ihrer Freundin Gela geschehen ist.

Im Laufe ihrer Besuchszeit trifft sie auf Gela, die ihr Leben nicht im Griff hat und auf einen Jugendfreund, der Leon auch nicht unbedingt wohlgesonnen ist.

Medikamente spielen in "Amnesia-Ich muss mich erinnern" eine sehr große Rolle. Helen nimmt diese wie Lutschbonbons, gegen den Rat ihres Arztes, und hat so immer häufiger Gedächtnislücken. Helen hat verständlicherweise Angst vor ihrem bevorstehenden, nahen Tod. Die Tabletten helfen ihr, düstere Gedanken und Panikattacken zu unterdrücken und so konnte ich Helens Verhalten ganz gut nachvollziehen.

Dadurch, dass Leon nicht nur Freunde hat, gibt es natürlich einige Verdächtige, die Leon auf dem Gewissen haben könnten und fertig ist das Katz-und Mausspiel.  Im Laufe der Story erfährt der Leser natürlich mehr von den einzelnen Figuren und so drängt sich bald der Verdacht auf, dass jeder ein Motiv haben könnte Leon ermordet zu haben. Helens Ex-Freund Sven hat sich mit einem kurzen schriftlichen Satz von ihr getrennt, was ich auch sehr seltsam fand und so war ich mir lange Zeit nicht im Klaren darüber, wer denn nun den besten Grund gehabt hat Leon zu töten und vor allem, hat Sven sich wirklich so mir nichts dir nichts von der todkranken Helen getrennt?

Bei "Amnesia" handelt es sich um einen typischen Psychothriller und Wahrheit und Lüge verschwimmen ineinander, sodass ich sehr gerne bei der hochspannenden Story mitgerätselt habe. Zum Ende hält die Autorin eine Überraschung parat, mit der ich nicht gerechnet habe! So sollte ein Psychothriller sein!

Fazit: hochspannend, rasant, mit einigen Geheimnissen gespickt und so gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung! Ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch von Jutta Maria Herrmann!


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