Donnerstag, 8. Juni 2017

Rezension - Das Haus der Bücher

Das Haus der Bücher
Michael Paul


E-Book
ISBN: 978-3-8495-7766-7

Sprache: Deutsch









Kurzbeschreibung: 

"Ich wollte nie wieder an das Geschehene erinnert werden und das Buch verbrennen. Doch Bücher kann man nicht mit Feuer vernichten! Sie überdauern das!" Konrad Gallinat, Buchhandelsgehilfe im Roman
Königsberg 1933 - Wilhelm Kirchner, der Inhaber der größten Buchhandlung Europas, wird von der geplanten Bücherverbrennung der Nazis herausgefordert. Gemeinsam mit seiner Nichte Emma und den beiden Mitarbeitern Konrad und Otto versucht er, so viele indizierte Bücher wie möglich zu retten. Aber auch ein geheimer literarischer Schatz soll vor dem Zugriff der Häscher versteckt werden. Doch schon bald sind die Buchhandlung, er selbst und seine Kollegen in größter Gefahr. Es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.
Michael Paul nimmt seine Leser nach dem erfolgreichen Debütroman "Wimmerholz" diesmal mit in das alte Königsberg und das einzigartige "Haus der Bücher" am Paradeplatz.
"Ein spannender Roman voller historischer Realität. Handlung und Personen sind frei erfunden, die Geschichte hinter den dramatischen Geschehnissen aber ist erschreckend wahr und kann jederzeit wieder aktuell werden."
Jan Wiesemann, Verlag Gräfe und Unzer, München
Mit alten Fotografien der damaligen Buchhandlung, Informationen zum historischen Hintergrund und einem Vorwort von Arno Surminski

Meine Meinung: 

Im zweiten Roman nach "Wimmerholz" nimmt Michael Paul den Leser ins Jahr 1933 nach Königsberg, in die größte Buchhandlung Europas mit. Wilhelm Kirchner, der Inhaber, wird von den Nazis aufgefordert alle "nichtdeutschen" Bücher zusammenzutragen und zu verbrennen.
Nichte Emma, die beiden Mitarbeiter Konrad und Otto und Wilhelm selbst ersinnen einen Plan um so viele Bücher wie möglich zu retten und begeben sich damit in große Gefahr...

Von Beginn an hat mich Michael Paul an das Buch gefesselt. Der Autor beschreibt die Buchhandlung und deren Mitarbweiter so authentisch, dass ich die Gerüche, die dieVerkaufsräume und der Keller ( ein zentraler Ortim Buch ) ausströmt, fast selbst riechen konnte.

Die Mitarbeiter, die die Liebe zu den Büchern verbindet, setzen alles daran die literarischen Schätze, die sich im Gebäude befinden zu retten. Ich fühlte mich so sehr nach Königsberg und nach 1933 versetzt, dass ich teilweise dachte, die Charaktere persönlich zu kennen und ich habe so gelitten und mitgefiebert! Mein bevorzugtes Genre ist eigentlich der (Psycho)Thriller und ich muss sagen, dass mich "Das Haus der Bücher" ebenso viele Fingernägel gekostet hat, wie mancher Thriller.

Michael Paul hat die damaligen historischen Ereignisse brilliant recherchiert und mich, nach beenden des Buches, selbst googeln lassen! So soll und muss es sein, denn das, was damals geschehen ist, darf niemals in Vergessenheit geraten und sich vor allem niemals wiederholen!

Ich selbst habe eine ganz besondere Beziehung zu meinen Büchern. Auch für mich sind meine Bücher wie meine Kinder und ich habe vor jedem Buch, vor jedem Autoren und deren Geschichten Respekt!

Da ich Buchbloggerin, bei Weitem keine Literaturkritikerin bin, fällt mir nur ein salopper Satz zu diesem Buchschatz, den der Autor geschaffen hat ein: ganz, ganz großes Kino Michael Paul! Vielen Dank für diese Buchperle, danke ans Erinnern, danke, dass ich das Buch und die Geschehnisse nicht vergessen werde! Danke für diese großartige Geschichte!

Absolute und dringende Leseempfehlung und ab auf meine persönliche Highlightliste!

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