Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension - Dead Letters - Schwestern bis in den Tod

Caite Dolan-Leach
Dead Letters - Schwestern bis in den Tod

ePub
400 Seiten
Dead Letters
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Marie Rahn.
ISBN-13 9783843715157
Erscheint: 16.06.2017

Ullstein











Kurzbeschreibung:

Von A bis Z, von Ava bis Zelda, von Anfang bis Ende, Schwestern für immer, Glück auf ewig – das stimmt schon lange nicht mehr. Ava hat ihre Zwillingsschwester und das Weingut der Familie in Upstate New York vor Jahren zurückgelassen und ein neues Leben in Paris begonnen. Als sie vom Tod Zeldas erfährt, tritt sie die Reise nach Hause an. Dort angekommen, meldet sich die totgeglaubte Schwester zurück: durch E-Mails, Briefe, Facebook-Nachrichten. Ist Zelda tatsächlich noch am Leben? Um das herauszufinden, muss sich Ava den Abgründen ihrer Familiengeschichte stellen. Doch kann sie die Wahrheit ertragen?

Meine Meinung: 

Ava und Zelda sind Zwillingsschwestern. Die ganze Familie scheint dem Alkohol mehr oder weniger verfallen zu sein. Die Eltern der Schwestern besitzen ein Weingut das mehr schlecht als recht läuft. Die Mutter der Schwestern ist nicht nur Alkoholkrank sondern auch dement, der Vater hat die Familie verlassen.
Ava lebt mittlerweile in Frankreich und hat ihrer Familie den Rücken gekehrt. Eines Tages erhält Ava die Nachricht, dass Zelda ums Leben gekommen ist und reist nach Hause. Seltsamerweise erhält Ava rätselhafte eMails von Zelda, die nach ihrem Tod verfasst sind....

Bei "Dead Letters" handelt es sich um einen Familienroman, der Geheimnisse aufdeckt, die der Protagonistin Ava überhaupt nicht schmecken.

Zelda ist (angeblich) in einer Scheune verbrannt, jedoch kann Ava das nicht glauben, bekommt sie doch noch - mehr oder weniger - kryptische Nachrichten von Zelda. Ava ist mit dem Leben und der Arbeit, die hinter dem Weingut und der Pflege der Mutter steckt vollkommen überfordert. Ihre Mutter fordert viel Aufmerksamkeit und zudem hält sie Ava auch noch für die tote Schwester Zelda.

Nach und nach deckt Zelda in ihren Briefen und eMails Wahrheiten über die Familie auf, die natürlich wehtun und die Ava mur schwer verdauen kann.

Bei "Dead Letters" handelt es sich um einen Roman über Eifersucht, Neid, Hass und jeder Menge Geheimnisse . Beim Lesen des Romans wusste ich manchmal nicht, wem ich denn nun glauben sollte -Ava oder Zelda. Wie kann Zelda überhaupt eMails senden, wenn sie tot ist. Steckt dahinter ein ausgeklügelter Racheplan oder ist sie wirklich tot und wenn ja, wer schickt Ava diese Nachrichten und warum?

Avas Fortgehen von dem Weingut kam nicht von ungefähr. Sie hatte Gründe für ihr Handeln. Ob diese Gründe nun gut oder eher unzureichend für das Weggehen waren, muss der Leser selbst entscheiden. Ich für meinen Teil war hin und hergerissen und ich habe lange darüber nachgedacht.

"Dead Letters" ist kein Roman, den man einfach mal so weglesen kann, denn um die ganze Tragweite zu erfassen, erfordert der Roman aufmerksames Lesen. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich diese ewige "Weintrinkerei" im Laufe der Story furchtbar genervt hat. Der Alkohol nimmt eine Menge Raum ein und das nicht nur, weil die Familie ein Weingut besitzt. Zu allen guten oder schlechten Gelegenheiten wird eine Flasche aufgemacht und meist auch gleich ausgetrunken. Diese ständige Wiederholung wurde mir irgendwann etwas zu viel.

Ansonsten ist "Dead Letters" ein sehr interessanter und auch spannender Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.

Wer Familiengeheimnisse, verpackt in einer rätselhaften Geschichte mag, ist bei "Dead Letters" genau richtig! Somit kann ich eine Leseempfehlung aussprechen!


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