Mittwoch, 7. Juni 2017

Rezension - Into the Water

Paula Hawkins
Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.
Roman


Originaltitel: Into the Water
Originalverlag: Doubleday, London 2017
Aus dem Englischen von Christoph Göhler
Deutsche Erstausgabe

Paperback, Klappenbroschur, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0523-3
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Blanvalet
Erscheinungstermin: 24. Mai 2017





Kurzbeschreibung: 

»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Meine Meinung: 

Nachdem ich "Girl on the Train" verschlungen habe, war ich natürlich sehr gespannt auf den zweiten Streich der Autorin und habe mich sehr gefreut, das Buch endlich in den Händen zu halten.

Wie man schon dem Cover entnehmen kann, handelt es sich bei "Into the Water" nicht um einen thriller, sondern um einen Roman. Natürlich, verwöhnt, wie ich vom ersten Buch von Paula Hawkins war, habe ich auf einen Spannungsroman gehofft.

"Into the Water" beginnt auch sehr spannend. Es handelt sich um ein Gewässer, den Drowning Pool, indem schon Hexen gefoltert wurden und in dem sich bis heute einige Frauen das Leben genommen haben. Nel Abbot ist fasziniert vom Drowning Pool, schreibt sogar ein Buch über die Todesfälle, die sich dort ereignet haben und wird eines Tages selbst tot im Drowning Pool gefunden.

Julia, die Schwester von Nel, hat wenig bis gar keinen Kontakt zu Nel und wundert sich umso mehr, als diese sie anruft mit der  Bitte sie zurückzurufen. Nach Nels Tod fährt Julia nach Beckford, weil ihre Schwester eine Tochter hinterlassen hat, um die sie sich kümmern möchte.

Wie schon gesagt beginnt der Roman sehr spannend, flacht aber im Laufe der Story immer mehr ab. Für meinen Geschmack zog sich die Geschichte um Nel und Julia zu sehr in die Länge. Teilweise musste ich mich wirklich zum Weiterlesen zwingen. Tatsächlich haben mich die Kapitel um viele wechselnde Personen unheimlich verwirrt. Es war mir nur schwer möglich, nach zwei Tagen einfach weiterzulesen, weil ich jedesmal erst zurückblättern musste um verschiedene Passagen erneut zu lesen, sodass ich wenigstens einigermaßen durchblicke.

Wie schon bei "Girl on the Train" musste ich mich an den Schreibstil von Paula Hawkins gewöhnen, was mir allerdings bei "Into the Water" nur mäßig gelungen ist.

Alles in allem ist "Into the Water" ein raffiniert erzählter Spannungsroman, der mich jedoch dieses Mal leider nicht überzeugen konnte.

Kommentare:

  1. Huhu Alex,
    mich hat das Buch echt nicht gekriegt, aber dich konnte es ja auch nicht vom Hocker reißen ;-)
    Liebe Grüße, Heike

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  2. Mir ging's genau andersrum. Ich hatte Probleme mit dem Einstieg ins Buch, fand es zu flapsig erzählt, zu wenig erklärt und alles ein bisschen zu undurchsichtig. Aber je mehr ich den Spaß daran entwickelt habe, die Zusammenhänge aufklären zu wollen, desto besser hat mir das Buch gefallen. Und am Ende hatte es mich dann doch. Schade, dass das bei Dir nicht so funktioniert hat.

    LG Gabi

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    1. Hallo Gabi!

      Freut mich, dass dir "Into The Water" gefallen hat! :) Ich finde es immer wieder spannend, wie sehr die Geschmäcker dann doch auseinander gehen!

      Liebe Grüße
      Alex

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