Mittwoch, 9. August 2017

Rezension - Der Schacht

Volker Dützer
Der Schacht

Kriminalroman


ISBN: 978-3-95441-316-4 | 380 Seiten

KBV











Kurzbeschreibung:


Drei Tage und drei Nächte war die Koblenzer LKA-Profilerin Helen Stein in der Gewalt eines Serienmörders, der bereits ein Dutzend junger Frauen ermordet hat. Sie erwacht nackt und hilflos auf dem Parkplatz einer Autobahnraststätte. An die Zeit ihres Martyriums fehlt ihr jede Erinnerung. Ihr Vorgesetzter verordnet ihr eine Auszeit in einer kleinen Polizeiinspektion im Westerwald. Doch nur wenige Stunden nach ihrer Ankunft wird sie bereits mit einer Mädchenleiche konfrontiert. Schnell wird klar, dass der Killer ihr gefolgt ist und nun ein perfides Spiel mit ihr treibt. Ihre einzige Hilfe scheint der Dorfpolizist Funke zu sein, der sich nach dem Verschwinden seiner Tochter langsam zu Tode säuft. Das ungleiche Paar nimmt den scheinbar aussichtslosen Kampf gegen einen skrupellosen Gegner auf, der ihm stets einen Schritt voraus zu sein scheint.


Meine Meinung: 

Die LKA-Profilerin Helen Stein wird nackt auf einem Parkplatz auf einer Autobahnraststätte gefunden. Die Frau war drei Tage lang in der Hand eines Serienmörders, der schon mehrere junge Frauen ermordet hat. An die Zeit der vergangenen 36 Stunden hat sie keinerlei Erinnerungen.
Unter ihrem Protest versetzt ihr Chef sie in eine kleine Polizeidirektion im Westerwald, wo kurz darauf auch eine Mädchenleiche gefunden wird....

Ich habe bereits "Nexx-Die Spur" von Volker Dützer lesen dürfen. Da mir der Thriller sehr gut gefallen hat, musste ich nicht lange überlgen als mir "Der Schacht" zur Rezension angeboten wurde.
"Der Schacht" ist der Auftakt zu einer Reihe um die Profilerin Helen Stein und dem, etwas schwierigen und bärbeißigen Ermittler, Ben Funke.

Als Helen im Westerwald ankommt, ist sie sich sicher nicht länger als notwendig dort zu bleiben. Untermauert wird ihre Entscheidung, als sie auf ihren neuen Chef Ben Funke trifft.

Funke ist auf dem besten Wege zum Alkoholiker, lebt in einem ziemlich runtergekommenen Wohnwagen und macht es Helen nicht leicht mit ihm zusammenzuarbeiten. Funkes drohende Alkoholsucht hat einen Grund. Seine Tochter Nora ist vor einem Jahr verschwunden und er selbst hat schlimme Schuldgefühle, denn sie verschwand plötzlich und von einem auf den anderen Moment unter seiner Obhut.

Helen Stein ist sich sicher, dass der "Maskenmann", ihr Peiniger ihr in den Westerwald gefolgt ist, um sein Werk zu vollenden. Um sich endlich an die Zeit ihres Martyriums erinnern zu können, nimmt sie Therapiestunden bei dem ansässigen Therapeuten Kaminsky und tatsächlich scheint es ihm zu gelingen, dass Helen sich langsam wieder erinnert.

Genug zur Story! Volker Dützer gelingt mit "Der Schacht" ein spannender und starker Auftakt zu der Reihe um Funke und Stein. Eigentlich mag ich es nicht sonderlich, wenn das Privatleben der Ermittler viel Raum in einem Thriller einnimmt, jedoch war es bei "Der Schacht" ganz anders. Sowohl Helen Steins als auch Ben Funkes Privatleben ist sehr spannend und unerlässlich für den Fall, den die beiden Ermittler bearbeiten.

Der Charakter Ben Funke war mir anfangs alles andere als symphatisch, Er scheint nicht sonderlich in seiner Arbeit aufzugehen und erweckt den Eindruck des Duckmäusers, gerade vor dem Ortsbürgermeister Haffner scheint er fast zu kriechen, denn dieser setzt ihn mehr oder weniger unter Druck nach seiner Pfeife zu tanzen. Im Laufe der Story wird allerdings klar, warum sich Funke so verhält und von Kapitel zu Kapitel konnte ich Funke besser verstehen und gerade er ist es, der mir unheimlich ans Herz gewachsen ist.

Ganz anders die Profilerin Stein. Sie selbst hat auch keine einfache Vergangenheit und nichts ist ihr wichtiger als den "Maskenmann" endlich zu entlarven und zur Strecke zu bringen,. Es ist auch Helen Stein, die Funke immer wieder antreibt sich zusammenzureißen. Sie schert sich nicht wirklich um die Anweisungen von "ganz oben" und ist nahezu besessen von dem unheimlichen Killer.

Die Charaktere Stein/Funke sind von Volker Dützer gut ausgearbeitet und erscheinen authentisch und sehr interessant.

Der Thriller weist zu keiner Zeit Längen auf und die Spannungskurve wird von dem Autoren stetig angezogen, Selbst als der Täter entlarvt war, gab es noch kein Durchatmen und das Mirfiebern war noch lange nicht vorbei!

"Der Schacht" ist actionreich und gerade im letzten Drittel so spannend, dass meine Fingernägel wieder mal leiden mussten. Ich liebe solche Thriller, genau nach meinem Geschmack und ich kann es kaum abwarten "Freier Fall", der zweite Band um Funke und Stein, in den Händen zu halten, denn ich muss dringendst wissen, wie es mit den beiden Ermittlern weitergeht.

Allzu lange wird es nicht mehr dauern, bis mir auch der zweite Thriller zum Opfer fallen wird und so gebe ich eine absolute Leseempfehlung! Unbedingt!


1 Kommentar:

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