Freitag, 19. Juni 2015

Rezension - Girl on the train

Paula Hawkins
Girl on the Train. Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.
Roman

Originaltitel: The Girl on the Train
Originalverlag: Doubleday, London 2015
Aus dem Englischen von Christoph Göhler

Deutsche Erstausgabe

Paperback, Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0522-6
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Blanvalet




Kurzbeschreibung:

Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...

 
Meine Meinung:

Rachel ist geschieden, Alkoholikerin und pendelt jeden Morgen mit dem Zug in die Stadt. Der Zug hält auf der Strecke immer an der gleichen Stelle und so schaut Rachel jeden Tag in die Häuser und Gärten, die vom Zug aus sehr gut zu sehen sind. Dabei hat es ihr besonders ein Paar, Jason und Jess, wie sie die Beiden in ihrer Fantasie nennt, angetan. Für Rachel ist das Paar der Inbegriff für ein schönes Leben. Rachel legt sich in ihrem Kopf genau zurecht wie das Leben der Beiden aussieht, genau so, wie Rachel es sich selbst immer gewünscht hat.
Als Rachel in der Zeitung ein Foto von "Jess" sieht, mit dem Bericht, dass die junge Frau verschwunden ist, geht Rachel zur Polizei um zu berichten, was sie beobachtet hat.....

Was für eine Story! Psychothriller oder Drama? Für mich ganz eindeutig ein Psychothriller vom Feinsten.

Die Story beginnt langsam und wird abwechselnd von Rachel, Megan - wie "Jess" in Wahrheit heißt -  und Anna, die neue Frau von Rachel`s Ex-Mann erzählt. Für mich war das in keinster Weise langweilig. Ich hatte die Möglichkeit Rachel ziemlich gut kennenzulernen, die Rückschläge, die sie immer wieder verarbeiten musste und ihr darauffolgendes Verhalten zu begreifen und langsam zu verstehen, wie sie tickt.

Rachel ist eine gebrochene Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ein normales Leben. Immer wieder sucht sie im Alkohol Zuflucht und trifft so größtenteils auf Ablehnung. Die Frau versucht vom Alkohol wegzukommen.Diese Versuche sind allerdings immer und immer wieder zum Scheitern verurteilt. So nimmt Rachel auch oft zu ihrem Ex-Mann Kontakt auf, was dessen Ehefrau Anna verständlicherweise gar nicht passt. 

Eigentlich möchte ich zur Story wenig bis gar nichts erzählen. Ich war von Anfang an in Rachels Geschichte gefangen und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ab dem zweiten Drittel des Romans, hat man eigentlich gar keine andere Möglichkeit mehr  als immer weiter und weiter zu lesen. Nur noch ein Kapitel....

"Girl on the train" kann man ein wenig mit "Gone Girl" von Gillian Flynn vergleichen, nur noch ein bisschen spannender. Paula Hawkins jagte mich von einer Vermutung zur Anderen, sodass ich irgendwann gar nicht mehr wusste, was ich annehmen sollte. Das Buch nimmt Wendungen, wie ein Hase Haken schlägt und genau das ist das, was ich an Psychothriller so sehr liebe.

Die Auflösung hat mich dann komplett umgehauen und so war "Girl on the train" für mich ein perfekter Psychothriller, der den Weg auf meine persönliche Highlightliste finden wird!

Ein Rat an alle Freunde des gepflegten Psychothrillers - dieses Buch gehört gelesen! Viel Spaß dabei!

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