Montag, 23. Oktober 2017

Rezension - Und du kommst auch drin vor

Alina Bronsky
Und du kommst auch drin vor

8. September 2017
978-3-423-76181-9

dtv

















 

Kurzbeschreibung:

Kims Leben: Roman oder Realität?

Seit der ersten Klasse sind sie beste Freundinnen: Kim, 15, eher unauffällig, und Petrowna, klug, exzentrisch und daran gewöhnt, immer und überall den Ton anzugeben. Alles wird anders, als die beiden mit ihrer Klasse zu einer Schullesung gehen: Während die anderen tuscheln, sich die Haare kämmen oder aus dem Fenster schauen, wird Kim hellhörig, denn was die Autorin da vor sich hin nuschelt, handelt von ihr. Okay, es kommen andere Namen vor und ein paar unwichtige Details stimmen nicht, aber der Rest ist sie! Doch die Geschichte geht nicht gut aus, vor allem nicht für Jasper, Kims Klassenkameraden, der, wenn das Buch die Wahrheit sagt, am Ende an einem Wespenstich stirbt. Um das zu verhindern, bleibt Kim nichts anderes übrig, als ihr Leben völlig auf den Kopf zu stellen. Auf einmal macht sie alle möglichen Dinge zum ersten Mal, wie zum Beispiel Jasper zu küssen. Das aber passt Petrowna ganz und gar nicht ins Konzept ...

Meine Meinung:

Mit "Und du kommst auch drin vor" ist Alina Bronsky ein recht ungewöhnlicher Jugendroman gelungen.

So oft kommt es vor, dass ich meine mich in einem Buch wiederzuerkennen, allerdings lange nicht so, wie es Kim zu glauben scheint. Es gibt tatsächlich viele Paralellen zu ihr und ihrem eigenen Leben, dass es schon fast unheimlich ist.

Kim liest, wasfür sie sehr ungewöhnlich ist, das Buch und versucht sogar Kontakt zu der Autorin aufzunehmen, was mehr schlecht als recht gelingt. Ihr Wunsch wäre, dass die Autorin das Buch umschreibt, denn Kim ist sich sicher, dass diese ihr Leben mehr oder weniger "geklaut" hat.

"Und du kommst auch drin vor" ist ein kurzweiliger Jugendroman, der die Zielgruppe sicherlich begeistern wird. Ich selber habe das Buch in einem Rutsch an einem Vormittag gelesen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie und ob Kim es gelingt, mit dem Geschriebenen zurecht zu kommen.

Die Charaktere wurden liebevoll von Alina Bronsky gezeichnet, wobei mir Petrowna ein bisschen zu quirlig, sie erzählt Geschichten über ihre Familie, die offensichtlich frei erfunden sind. Kim bewundert ihre Freundin und ist mir ein bisschen zu naiv. Sie fühlt sich neben ihrer Freundin ziemlich klein aber jetzt hat eine Schriftstellerin tatsächlich ihr Leben beschrieben! Nur das Ende gefällt Kim überhaupt nicht und zusammen mit Petrowna versucht sie das zu verhindern.

Was hat das Buch für eine Aussage? Ich glaube - und das ist auch ganz gut so - "Bleib` immer du selbst und verstell`dich nicht - alles andere geht sowieso nach Hinten los!"

Mir hat das Buch ganz gut gefallen und wenn ich eine Tochter im Alter von 10 - 14 Jahren hätte, würde ich ihr sicherlich das Buch schenken!

Deshalb gibt es von mir auch eine Leseempfehlung! 









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